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Geschichte des Heimkehrenden : (das Buch Joram) / von Rudolf Borchardt
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oder ein Räuber ihn gefangen, es sei denn, dass er verziehe.

Sende abermals aus in mein Land, und schliesse Dein Herz nicht zu, auf dass der Herr Dein Blut errette aus Ketten und dem Elend!

Und der Chaldaeer erweichte sein Herz, und war es zum andern Male zufrieden; denn der Herr gab ihm ein beides, Thun und Lassen; und hiess einen Knecht sich rüsten;

Derselbe Knecht gürtete seine Lenden und zog aus, Und der Herr, da er ansahe des Chaldaeers Knecht an seiner Fahrt, so jammerte ihn seiner und des vielen Blutes, also dass er sich über ihn erbarmte, Und hiess ausfahren seiner Engel einen, ab von den sieben ehernen Thoren der hinaufgehäuften Himmel, des Knechtes zu warten;

Und da der Knecht zog die selbige Strasse, So stand allda ein Engel des Herrn über dem mitten Weg in der Wüste

Und war gestellet in einer Flamme, angethan als ein finsterer Bote und das Weiss seiner Augen wie das Weisse der Morgen Sterne,

Und schrie aus der Flamme vorwärts gegen den Knecht und sprach:‚Kehre von wannen Du kommst!

Und der Knecht fiel in seine Kniee da er stand, und hub seine Hände auf gegen die Herrlichkeit und sahe seinen Tod,

Und sprach: Herr, ich kenne Dich nicht; siehe aber, ich muss fürbass, bis ich komme gen Kanaan, ein Land in Mittag, da ich hin gesandt bin zu lösen einen jüdischen Mann von Gefangenschaft in Chaldaea.

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