Teil eines Werkes 
Zweyten Bandes : erste Abtheilung (1801)
Entstehung
Seite
298
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Der im erſten Jahre im erſten Fel⸗ de gebauete Roggen wird im Herbſt vorher, ſo fruͤh wie möglich, wenigſtens in der erſten Hälfte des Septembers, geſäet, und zwar einfährig, ſo⸗ wohl in das Klee⸗, als in das Erdtoffeln⸗ und Rů⸗ benland. Wenn das Erdtoffelnland ſehr leicht iſt, ſo wird der Roggen untergepfluͤgt, weil man be⸗ hauptet, daß dies in wirklich leichtem Boden ein großer Vortheil ſey, indem die Wurzeln alsdann tiefer in die Erde kommen und weniger Schaden leiden ſollen; jederzeit aber wird die Roggenſaat entweder gleich nach dem Eggen, oder doch bald nach dem Aufgehen, gehoͤrig gewalzt. Bey der fruͤhen Saatzeit befuͤrchtet man mit Recht, daß der ſchnell aufgehende Roggen zu faulen anfan⸗ gen wuͤrde, wenn man ſich nicht davor ſicher ſtellte, indem man die Horden auf die Saat bringt. Die

engliſchen Landwirthe geſtehen zwar ein, daß die

Schafe die Saat anfreſſen, und halten im Win⸗ ter alles Abhüten fuͤr hoͤchſt nachtheilig, weil der Froſt tief in die Wunde eindringt; aber man behauptet, daß das Horden im Herbſte gar yicht nachtheilig ſey, da man dadurch auch noch et⸗ was duͤngte, jeder Biß vor dem Winter wieder ausheilen koͤnnte, und auf leichtem Boden die Saat nicht eingetreten wuͤrde, uͤberdies auch den großen Vortheil hätte, das Land feſt zu machen, was nach ihrer Meynung der beſte Zweck bey der Be⸗

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