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Wenn eine Heerde nach lang anhaltender trockner Fuͤtterung zu lange auf einer Weide gelaſſen wird, deren Gras zart und anreizend iſt, ſo freſſen die Schaafe ſo viel, daß die gefraͤßigſten, oder die, wel⸗ che einen ſchwachen Magen haben, aufblähen. Auch ein Uebermaaß von Koͤrnern wuͤrde dieſelbe Wirkung erzeugen. Auch leiden ſie davon unter gewiſſen Um⸗ ſtänden, ohne uͤbermaͤßig viel genoſſen zu haben; wenn man z. B. ſie auf einem KFlee⸗ oder Luzern⸗ ſtuck, ſelbſt auf vom Thau benezter Hafer⸗ oder Wei⸗
zenſaat gefuͤhrt hat, ſo erzeugt die Feuchtigkeit, wo⸗
mit das Genoſſene angefuͤllt iſt, eine ſchnelle Gaͤh⸗ rung; es entwickelt ſich Gas, welches den Leib uber⸗ maͤßig auftreibt, das Athmen und die Cirkulation des Bluts hemmt und meiſtentheils ſchnell todtet. Auffallend iſt es, daß Schaafe aufgeblaͤht ſind, wel⸗ che nur eine Stunde lang, im Winter, bei Froſt⸗
wetter
Ich füge uͤbrigens nach meinen Zeichnungen auf beigefugter Kupfertafel die Abbildungen 1) des ganzen Taenia vesicularis unverlezt, wie er ſich im Gehirn befindet, mit einigen Colonien der kleinen Wuͤrmchen im ruhigen Zuſtande, andere in ausge⸗ ſtreckter Geſtalt, 2) einer Wurmblaſe im halbverwe⸗
ſeten Zuſtande, wie ich ſie in einer operirten Gehirn⸗
hoͤhle bei dem Lode des Schaafs gefunden, wo auffallenderweiſe die Wurmkorperchen ſich auch aus⸗ geſtreckt hatten 3) Einer dergleichen, nach ausgefloſ⸗ ſenem Waſſer, ſchlaffhaͤngend. 4) Eines einzelnen Koͤrperchens in ausgeſtrecktem Zuſtande, doch nicht in ſo ſtarker Vergroͤßerung, daß man die in Riems Abbildungen ſehr deutlichen Hakenkraͤnze ſehen koͤnnte;


