Druckschrift 
Ueber die Schaafzucht, insbesondere über die Race der Merinos / Auf Befehl Sr. Excellenz des Minister des Jnnern herausgegeben ; bearbeitet von Tessier, Mitglied des National-Instituts, des Ordens der Ehrenlegion, der Societät des Ackerbaues und der Arzneischule in Paris, des Unterrichts-Ausschusses der Thierarzneischule zu Altorf, und General-Inspektor der Staats-Schäferein ; Jns Deutsche übertragen, mit Anmerkungen und Zusätzen von W. Witte, Mitglied der Potsdamer ökonomischen Gesellschaft und der Pariser Societät des Ackerbaus, Erbherrn auf Falkenwalde
Entstehung
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Halſe entlang eine herabhaͤngende Wamme, auf

dem Halſe eine Maͤhne, in der ſich Slocken von Wolle bilden, die allmaͤhlich abfallen und durch an⸗ dre erſetzt werden. Man hat in Ramboullet 3 der⸗ gleichen unterhalten.*)

2) Die arabiſche Race. Man findet ſie

am Vorgebuͤrge der guten Hoffnung(dem Cap) im Hottentottenlande und in Aegypten, von wo die franzbſiſche Armee ſie mitgebracht hat. Der Schwanz iſt dick, breit und ſchwer, es tritt eine

Verlängerung daraus hervor, die die Staͤrke eines

gewohnlichen Schwanzes hat; und dies iſt es, wo⸗

vurch ſie ſich von den folgenden unterſcheidet: es

giebt dergleichen in der Menagerie im Jardin des

plantes in Paris, und auf der Thierarzneyſchule zu

Alfort⸗

feiner als die Merinoswolle iſt. Ich habe in die⸗ ſem Augenblick eine Probe eines Zeuges vor mir, welches von dieſer Wolle auf den Guͤtern des Sir John Sinclair gemacht worden und völlig ſo fein als Caſchemir iſt. Ueber dieſe Schafe ſchlage

man nach, Laſteyries Werk und Culley uͤberſetzt

von Daum. W.

*) Ich habe mittelſt dieſer Thiere den Verſuch gemacht, mich zu verſichern, nach wie viel Generationen die feine Wolle ſich in haarartige verwandelt, wenn man ſpaniſche Schaafe mit einem afrikaniſchen Widder kreuzt, um den entgegengeſetzten Verſuch des Dau⸗ benton zu machen Nur habe ich den Meinigen,

ſo gut er angefangen war, nicht verfolgen koͤnnen.

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