Sollte es ſich zeigen, daß es das erſte Mal nicht wirkſam genug geweſen, ſo macht man es zum zweitem Male etwas ſtaͤrker.
Die ſo behandelten Schafe werden in ei⸗ nen geräumigen Stall oder ſchattigen Plas gebracht, und gegen Regen ſorgfaͤltig verwahrt. Sind die Borken dicht, oder tritt nach der Behandlung ſtarker Regen ein, ſo muß die Wiederholung um ſo fruͤher geſchehen, es kann ein drei⸗ bis viermaliges Eintauchen nd⸗ thig ſeyn; ſonſt iſt ein zweimaliges, am erſten und am achten Tage, hinreichend.
Sollte ſich noch etwas zeigen, ſo iſt bei einzelnen Schafen eine partielle Behandlung mit einer weniger verduͤnnten Mengung noͤthig.
Die Schafe befinden ſich vorzuͤglich wohl darnach. Auch die Laͤuſe(Hippobosca ovina und Pediculus ovinus) werden dadurch ge⸗ todtet. Statt des thieriſch brenzlichten Hels, wenn es nicht zu haben iſt, kann ſchwarzes Steindl deſſen Stelle vertreten; nur muͤſſen
ſtatt 6, 9 Theile genommen werden.
Der Hetr Amtsrath Karbe hat bei üͤber⸗ hand genommener Krankheit ein einfacheres Mittel zureſchend gefunden. Er macht einen ſtarken Tabacks- Aufguß, und ſest 20 Ouart deſſelben 4 Pfund konzentrirte Schwefelſaͤure (Vitrioòl) zu. Es muß ſo ſcharf ſeyn, daß es, in die Haut eingerieben, Roͤthe, oder daß
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