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Handbuch für die feinwollige Schafzucht / Auf Befehl des Königl. Preuß. Ministeriums des Innen herausgegeben ; von A. Thaer, Königl. Preuß. Staatsrathe [et]c.
Entstehung
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146
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Rindsharn, als zur Breikonſiſtenz erforderlich iſt. Hierzu werden 6 Theile thieriſch empy⸗ reumatiſchen Hels oder ſogenanntes Hirſch⸗ horndl(ein Abfall bei Salmiakfabriken), und 3 Theile Schiffstheer gemengt. Dann wird das Ganze mit 200 Theilen Miſtjauche, und wenn es zum Einreiben gebraucht werden ſoll, mit 800 Theilen gewohnlichen Waſſers ver⸗ duͤnnt. Dies reicht zu 500 raͤudigen Scha⸗ fen hin(es kommt an Orten, die von Sal⸗ miakfabriken und Theebrennereien nicht weit entfernt ſind, 3 bis 4 Fl. Rheinl.), um ſie ein⸗ mal an allen raͤudigen Stellen damit zu be⸗

ſtreichen.

Mit dieſem Gemenge(deſſen Produkt mildes Ammonium mit thieriſch brenzlichem Oele vermiſcht und beigemengte brenzliche Kalk⸗ und Thier⸗Seife iſt) werden die borkigen Hautſtellen aufgeweicht, und hierauf alle be⸗ wollete Hautſtellen damit beſtrichen. Iſt die Wolle ſchon lang, ſo muß die Fluͤſſigkeit durch ein Stuͤck Leinwand oder Wollenzeug durchge⸗ ſeihet werden. Werden ſo behandelte Schafe 16 Tage lang vor der Einwirkung des Regens geſchüst, ſo iſt dreimaliges Befeuchten am aſten, am Zten und am 13ten Tage hinreichend. Re⸗ gen aber macht ein 4 bis 5 maliges Befeuch⸗ ten noͤthig. Das Durchſeihen der Mengung