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Handbuch für die feinwollige Schafzucht / Auf Befehl des Königl. Preuß. Ministeriums des Innen herausgegeben ; von A. Thaer, Königl. Preuß. Staatsrathe [et]c.
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zußern Anſicht, als nach ihrer Abſtammung der Zucht ausgewaͤhlt.

Es giebt daher nicht viele Schaͤfereien, aus welchen man reine Merinobloͤcke zu erhalten, ſicher ſeyn kann. Ohne dieſe aber kommt die Ver⸗ edlung erſt in Stillſtand, nachher in Abnahme. So ſehr in den erſten Generationen die Eigen⸗ ſchaften des Vaters hervorſtechend ſcheinen, ſo gewiß kommen in den folgenden die des urmuͤt⸗ terlichen Stammes wieder zum Vorſchein, wenn ſte nicht fortdauernd von reinen Vätern unter⸗ druͤckt werden.

Sowohl in Frankreich wie in Deutſchland haben gerade diejenigen, welche die Einfuͤhrung der ſpaniſchen Race mit dem groͤßten Eifer be⸗ trieben, und ſich in der That ein unſterbliches Verdienſt dadurch erwarben, zu dieſer Sorglo⸗ ſigkeit und Leichtſinn Veranlaſſung gegehen, in⸗ dem ſie ihren Zweck, die ſchnelle und allgemei⸗ ne Verbreitung zu lebhaft befoͤrdern woll⸗ ten. Dort waren es d'Aubanton und Gil⸗ bert, bier Stumpf und Fink, welche den vollkommenen Uebergang in eine conſtante reine Race durch die Kreuzung predigten. Allerdings war es zu Anfange verzeihlich, indem die Ver⸗ beſſerung der Wolle bis auf einen gewiſſen Grad dadurch ſchneller verbreitet werden konnte, und es haͤtte nichts geſchadet, ſondern allerdings Vortheil gebracht, wenn man nur zugleich ei⸗