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Handbuch für die feinwollige Schafzucht / Auf Befehl des Königl. Preuß. Ministeriums des Innen herausgegeben ; von A. Thaer, Königl. Preuß. Staatsrathe [et]c.
Entstehung
Seite
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Race und in die Sorianiſche. Die Leoneſiſchen üͤberwintern größtentheils in Eſtremadura auf dem linken Ufer der Guadiana, und gehen, nach⸗ dem ſie auf ihrem Wege in den fuͤr ſie beſtimmten Schurhaͤuſer, Esquileos, geſchoren werden, nach dem Königreiche Leon, wo ſie ſich auf den verſchie⸗ denen Weiden vertheilen. Die Sorianiſchen Herden bringen den Winter an der Gränze von Eſtremadura, Andaluſien und Neucaſtilien zu, gehen dann auf Madrid und vertheilen ſich bei Soria zum Theil in den benachbarten Gebirgen, zum Theil gehen ſie uͤber den Ebro, um die Weiden von Navarra und den Pyrenaͤen nen Einſtimmig erklaͤrt man die Leoneſiſchen Herden fuͤr die vorzuͤglichſten, ſowohl in Anſe⸗ hung der Feinheit und Guͤte der Wolle, als in An⸗ ſehung des groͤßeren Gewichts ihrer Flieſe. Im Allgemeinen ſoll daher auch der Preis der Soria⸗ niſchen Wolle um niedriger, wie der der Leone⸗ ſiſchen ſtehen, ungeachtet die Eigenthuͤmer jener immer Zuchtſtöre von dieſer zu erhalten ſuchen. unter den Leoneſiſchen Herden giebt es wie⸗ der Abſtufungen. Doch war man darin noch nicht einſtimmig, welcher der Vorzug gebuͤhre, wie ſich das, da jeder große Schaͤfereibeſitzer der ſeinigen den Vorzug beimißt, leicht erklaͤren laͤßt. Fol⸗ gende werden fuͤr die Haupt- und vorzuglichſten Staͤmme gehalten: