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nordlichern Theilen und umgekehrt im Herbſte— zur Erhaltung dieſer Race in der hoͤchſten Voll⸗ kommenheit ihrer Wolle unbedingt nothwendig, iſt durch Laſteyrie Abhandlung uͤber das ſpani⸗ ſche Schafvieh, uͤber deſſen Zucht, War⸗ tung, Wanderungen und Schur u. ſ. w. aus dem Franzoſiſchen uͤberſetzt, Ham⸗ burg 1800. in Hinſicht auf Spanien ſelbſt widerlegt, indem dieſer Verfaſſer, welcher die ſpaniſchen Schaf⸗ herden mehrere Jahre hindurch verfolgte, und uͤber den ganzen Schafereibetrieb die genaueſten Erkundigungen einzog, verſichert, daß man in Spanien ſelbſt uͤberzeugt ſep,eben ſo vollkommene Wolle von ſtehenden Herden zu erhalten, wenn man den Stamm von den ausgewaͤhlteſten Herden nehme; daß dieſes indeſſen ſelten geſchehe, weil die ganze Verfaſſung des Landes fuͤr die wandern⸗ den Herden weit mehr geeignet und vortheikhafter ſey, ſo ſehr ſie auch dem Wohlſtande der Nation im Ganzen nachtheilig wäre. Aber auch die in Deutſchland gemachten langjaͤhrigen Erfahrun⸗ gen laſſen daruͤber keine Zweifel mehr zuruͤck, in⸗ dem die Feinheit des aus Spanien erhaltenen urſtammes ſich bis zur zwanzigſten Generation auf keine Weiſe vermindern, ſondern ſich allem Anſcheine nach verbeſſert hat; in ſolchen Herden nämlich, wo man beſondere Aufmerkſamkeit auf


