Zur Rapſaat und zu Ruͤben bearbeiten ſie indeſſen ihr Land fleißig vor. Sie brechen es im April mit einer flachen Furche um. Etliche Wochen nachher pfluͤgen ſie tief, und fahren den Miſt auf, der mit der dritten Furche bedeckt wird. So laſſen ſie das Land 3 bis 4 Wochen liegen; dann oͤffnen ſie die Furchen,— wovon gleich ein mehreres— und laſſen es ſo bis zur Saatzeit liegen, wo ſie es dann, nachdem es geegget und gewalzet worden, in zehnfuͤßigen Beeten beſaͤen.
Ihre Pflge haben nicht die beſte Struk⸗ tur. Sie ſind zu ſchwer und zu kloßzig; Schaar und Streichbrett haben nicht die gehoͤrigen Ver⸗ haͤltniſſe. Aber doch iſt die Arbeit gut, welche ſie damit verrichten; welches daher blos der Ge⸗ ſchicklichkeit ihrer Pflugmaͤnner beyzumeſſen iſt.
Aber ber eigenthümlichſte und merkwuͤrdigſte Umſtand bey ihrem Ackerbau iſt das, was ſie rouchotter nennen. Da ihre Beete, wie ge⸗ ſagt, ungefähr 10 Fuß breit ſind, ſo laſſen ſie alle 10 Fuß einen guten fußbreiten Strich ungepfluget ſtehen. Vierzehn Tage vor der Saatzeit, wird dieſer 1 Fuß tief mit dem Spa⸗ den ausgegraben, und die Erde uͤber die Beete vertheilet.
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