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Verpächter. Der gewohnliche Pachtzins iſt§0 Florins von 1 Bundes— ungefähr 4 ½ Calen⸗ bergiſche Morgen— gut gelegenen Landes. Nahe bey großen Stäͤdten iſt er hoͤher, an abgelegenen Orten geringer.
Es gibt auch Landwirthe, die Eigenthuͤ⸗ mer ſind; aber nur kleine. Leute der Art, wie die Gentlemen Farmers in England, findet man faſt gar nicht. Man hält es noch unter der Wuͤrde eines reichen Mannes, Landwirthſchaft zu treiben.
Auf 30 Bundes Land werden etwa 25 Kuͤhe, dann aber keine Schaafe; ſonſt 10 Kuͤhe und 150 Schaafe gehalten. Sechs Pferde haͤlt man fuͤr zureichend auf ſolchem Hofe.
Ein gewöhnlicher Tageloͤhner erhaͤlt taͤglich 6 Mgr. im Winter, nebſt Duͤnnbier und zweymahl Suppe. Im Sommer 7 Mgr. und Eſſen.
Ein Knecht erhaͤlt Zo bis 36 Thlr. Lohn. Eine Magd 18 Thlr. und etwas Leinen.
Ein Bunder Korn zu maͤhen, koſtet 2 Thl.
Kleine Leute, die in den Nlederlanden am haͤufigſten ſind, halten keine ordentliche Frucht⸗ folge. Sie ſind mehr wie Gaͤrtner zu betrach⸗ ten,


