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Was die Ausarbeitung dieſes Werkes betrifft, ſo erkenne ich Maͤn⸗
gel, die ich wohl vermieden haben wuͤrde, wenn nicht die mehrmalige Ver⸗ aͤnderung meiner Lage und die Ereigniſſe der Zeit zu ſehr auf mein Ge⸗ muͤth eingewirkt, und dem Geiſte die erforderliche Heiterkeit und Beſon⸗ nenheit oft geraubt haͤtten.
Ich hoffe mein Verſprechen: die Lehre von der vegetabiliſchen und
thieriſchen Production vollſtaͤndig und klar vorzutragen, und ſie dennoch in dieſem Bande zu konzentriren— erfuͤllt zu haben. Meine Abſicht war
freilich, noch von den gewoͤhnlichſten Krankheiten jeder Art und ihrer Be⸗
handlung das Noͤthigſte zu ſagen. Da dies aber ohne eine klare Ueber⸗ ſicht der Lehre von der thieriſchen Natur nicht geſchehen konnte, ſo fand ich, daß dieſes nicht in der hier erforderlichen Kuͤrze moͤglich ſey, ohne dem groͤßten Theile meiner Leſer dunkel zu bleiben. Wenn ich aber Muße habe, ſo werde ich ein beſonderes kleines Werk uͤber die Thierarz⸗ neikunde füͤr denkende Landwirthe ſchreiben. Ich werde darin einige, auch dem Landwirthe nicht unnuͤtze Ruͤckblicke auf die mediziniſche Wiſ⸗ ſenſchaft uͤberhaupt, und auf den Zuſtand, worin ſie ſich jetzt befindet, werfen, da ich ſie ſeit 44 Jahren nie ganz aus dem Auge verlor.
Doch muß ich erwarten und hoffen meine Thaͤtigkeit vorerſt mit Ge⸗ genſtäͤnden anderer Art beſchaͤftigt zu ſehen.
Berlin, den 1ſten Maͤrz 1812.


