Chriſtlicher Lebens⸗Lauff 65 SEN Eſu aus den Aengſten /Krafft deiner Angſt und Pein/ und wie die ſchoͤne Wort ferner lauten.
Wie ihr allgemaͤhlich Gehoͤr und Sprache ver⸗ gangen/ hat ſie doch mit Augen und Haͤnden Zeichen gegeben/ daß ſie ihren Erloͤſer feſtin hrem Hertzenund Gedancken behielte/ und iſt kein ʒweiffel derſelbe werde das Gebeht/ welches ſie ſonſt taglich und inder Kranck⸗ heit ſo offt Andaͤchtig vorbrachte:
Laß mich den werten meiligen Geiſt 2n meinem End regieren/ Gib daß ich alsdann allermeiſt Roͤnn ſeinen Beyſtand ſpůren/ Dasmir dakraͤfftig komm zu gut Des—— thenres Blut/ Das Er für mich vergoſſen; Ihr wolhaben zuſtatten kommen/ und durch den Heili⸗ gen Geiſtin ihrem Hertzen wircken laſſen.
Endlich iſt ſie am; junij zu Nachtkurtz fuͤrn. Uhr ſelig ohne einige Ungebehrde auß dieſer Welt geſchieden/ ihres Alters 40. Jahr und r. Tage: DemAllerhoͤchſten ſeynochmals lob uñ danckgeſagt vor die gnaͤdige ſanfft⸗ ſelige Auffloͤſung und Friedenfahrt unſerer in Gott ru⸗ henden Mitſchweſter/ uñ fuͤralle Gnaden⸗Huffe /Troſt und Staͤrcke/ ſo Erderſelben noch ſonderlich zuletzt bey ibrem Abſchiede reichlich verliehen/ der laſſe nun ch⸗ ren allhie wolgeplagten Coͤrper in der Erden ſanffte ſchlaffen und erquicke die in ſeine 5
iij e⸗


