4 DPerleichten Trübſal dieſer Zeit nicht hetten antreten durffen/ und wannes SPile ãuch ãlſo
w yre gefallig geweſt/ das Trauer⸗Hauß/ woraus wiritzo an⸗
hero gekomnſen/ mit ſolchem frühzeitigem Todes⸗Fall und ſchwẽrem Betruͤbniß noch lange hette mogen uͤberſchen und verſchonet werden: Maſſen uns ja allen bekant/ was fuͤrein yar lieber Eheleute die einander hertzlich gemeinet/ in ihren be⸗ ſten Jahren durchden Todt getrennet/ und wie von einer nicht geriñgen Anzahl/ mehrentheils nochunerzogener lieben Kin⸗ der/ dee Chriſtliche Hauß⸗Mutter/ welcher Lichnam wir ietzo bis zur Grabſtet geſolget/ vor der Zeitunſern Gedancken nach/ hinweg geriſſen worden. Wann aber GOtt/ der ein HERR ſſt uͤber veben und Todt/ ein anders/ als unſer aller Wundſch wol geweſt/ alhie belie bet und geſchaffet ſo konnen und muͤſſen wir deſſen Willen auch hierinnen nicht anders als vor gutund heilig halten/ und wird der hochbetrubte Her: Wittwer mit ſei⸗ nem von der lieben Mutter verlaſſenen Haͤufflein/ dem göttli⸗ chen alſo vollzogenen Willen ſich auchin Chriſtlicher Gedult untergeben/ und die Verbindung und Heilung einer ſo ſchmeitz⸗ lichen Wunden/ als ein geuͤbter Chriſt/ bitten und erwarten von dem/ der ſie geſchlagen und gemachet hat. Zu welchem Ende wir dannauchallhier/ che und bevor der niedergeſetzte Corper der ſel. Fr Doctorinn/ unſer Chriſtlichen Mitſchwe⸗ ſter/ eingeſencket werde/ uns etwas aus GOttes Worte wollen vortragen laſſen. Das ſolches nun nůtzlich von uns moͤge ge⸗ ſchehen und verrichtet werden/ Gotte zuforderſt zu ſeinen Ehren/ denen Leydtragenden zu erquickendem Troſte/ und unsallen zu ſeliger Erbauungin unſerm Chriſtenthum/ wol⸗ len wrr den himliſchen Vater deßwegen demuͤtig anruffen umb die gnadige Huůͤlffe des Heiligen Geiſtes/ ineinemandaͤch⸗ tigen glaͤubigen Vater Unſer
Leich⸗
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