Druckschrift 
DJe Merfart vn[d] erfarung nüwer Schiffung vnd Wege zů viln onerkanten Jnseln vnd Künigreichen von dem großmechtigen Portugalische[n] Kunig Emanuel Erforscht funden bestritten vnnd Jngenomen : Auch wunderbarliche Streyt ordenung leben wesen handlung vnd wunderwercke des volcks vnd Thyrer dar in[n] wonende findestu in diessem buchlyn warhaftiglich beschryben vn[d] abkunterfeyt / wie ich Balthasar Spre[n]ger sollichs selbs: in kurtzuerschyne[n] zeiten: gesehen vn[d] erfaren habe. [et]c.
Entstehung
Gedruckt Anno MDIX
Seite
9r
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den wir das ſchif dez hafen in das mere mit groſſer ſch werer arbeyt vVnd vf den vyiij tag des Qugſts gingẽ wir mit funf ſchiffen ʒů ſeil 5 cher ſchif varen eylp als wir die ſtat gewonnẽ/ der kamen dem erſten zehen voꝛ die ſtat vnd das eylft bleib ein tagreiß hynder vns

die Teurſchen kaufleut hetẽ drew ſchif Das erſt hyß ſant Iheronomus b das ander ſant Raphael vnd das dryt ſant Lenharts ſchif Diß drew

ſchif waren allen ferten vnd ſtreytten. Zůͦ dem erſten het der kunig Emanuel von poꝛtugal nit mer dañ drew ſchif die ſein eygen waren Der andern etlich warkn der kaufleut lombardia die auch bei dyſer

fart ſchüfheten Item Killi wa biß gein Bombaſa ſein lox. me⸗⸗

len/ von Bomboſa ſein vxv. meiln zu einer andern ſtat haißt 01 lyndi vnd iſt ein eigen kunigreich Der ſelbig kunig was vnſer gunſti ger frund vnd het alweg krieg vnd feintſchaft gegen dem kunig von Bom baſa LEr thet vnſerm volck groß ere an/ Seyn hauptmann ſaͤylt vus entgegen mit funf ſchiffen wol funf meilen/ das wir der ʒeyt nit gein Millindy kamen Der kunig was gantzʒ wol fryden das wir ie voꝛgemelt ſtat alſo geplondert geſchleift vnd verbrant hetten dañ noch dem plondern verpranten wir was voꝛ hyn nit verbrant woꝛdẽ was vßgfeſcheidẽ die gema werten gewelbten heuſer die warẽ ſo ſtarck vnd wol verſoꝛgt das wir dye ſelben nit verbrennen mochtẽ. Vf den obgenãten vxiij. tag des Qug ſtmoͤndes ſaͤllten wir wyder von Bom baſa nemlich vf ſant Barthokomeus obend in der nacht/ vnd moꝛgẽs ggen tag kam ein ander ſchif ongeſtymiglich gegen vnd vf vns her laufen alſo das groß ſoꝛg was wir wurden ein ander verderben Dar ů brach vns eyn flugel von eim ancker ab durch groſſe kreft ee wir ein an der quamen als wir dz erſahen ſaͤꝛlten wir lang am ande hyn vnd herꝛe. Vf den xxvijtag gedachtes monats gingen wir zu ſaͤyle uber den groſſen Golfen von Mengen faren mit viiij. Schiffen/ vnd iſt zoo meyln von Milindy biß iĩn Indiam Vund furen darnach vf dem Golfen biß vf den vij. tag Septen bris/ da erſahen wir wyder land Vnd iſt da ſelbſt dy geegene von India ein kunigreich/ vnd heiſt das land vnd kunigreich von Cananoꝛ Vnd als wir dem Golfen ſaͤllten vnder der Sonnen biß wir wyder land erſahẽ. Vr den x iij. tag Sexytenbris do huben wir vnſern aͤncker widerumb vnnd ſaͤylren noher eim eyland heyßt An ſediffe da lagẽ wir xxviij. tag/ do was ein ſchoͤner hafen vnd als wir dar auamen do woner nymant vff dem ey⸗ kand/ wir bawten do hyn ein Schloß vnd beſatzten das landt mit li ten Dañ in gantzem India kein hafen iſt da mañ ſich bas beſchirmẽ kan voꝛ ſtoꝛm Vnd wañ es yn vnſerm land winter iſt ſo iſt es Som⸗ 8 cC.

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ward vßgemacht vnd bereidt vf den vxij tag auguſti Darnach wů⸗

roſſer not als ich voꝛ angeregt hab/ das ſelbig ſchif hieß Raphael

mir in India/ wir ba wten auch vf dem eyland ein galleen? Von deꝛ

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