Druckschrift 
Beschreibung und Abriß dero Ritterspiel, so der Durchleuchtige Hochgeborne Fürst und Herr, Herr Moritz, Landgraff zu Hessen, etc. auff die Fürstliche Kindtauffen Frewlein Elisabethen, zu Hessen etc. am Fürstlichen Hoff zu Cassel angeordnet, und halten lassen / Auffs eigentlichst erkleret und verfertiget. Auch zum andern mahl übersehen und in Druck geben, Durch Wilhelm Dilich ; [Mitwirkender: Hermann Fabronius]
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39. Die gefreyte Bruͤk. 40. Die Feſtung vnd das verzauberte Schloß Cacavana. 4. Das Thor vnd Aldaune darauff Koͤnig Piper Pygmæus mit ſeinem Horn.

42². Die innere Wacht deß Schloſſes von Heyden vnd Moren. 43. Der Abgott Cacharet. b

44. Die gefangenen Jungfrawen Sylvia, Sibyllina vnd Jucunda der Koͤnigin Gratio-

ſæ Tochter.

4. Die euſſerſte Pford vnd Bruͤck vber den vngeſtuͤmen gefehrlichen fluß.

46. Der fluß Ana. 4 b 47. Der gefehrlich Waſſerſtrom darauff Prippus vberfehret.

43. Das Schiffreich Waſſer Fulda.

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4 Beſchreibung deß Eben⸗

K. Rſllich it ein Veſtung rbawet mit einem Waſſergraben vmbgeben(num: 40.) Ndarinnen ein antiquitetiſch Schloß vnd Thurn/ darauff der Abgott Cacharet ſitzet/ ein Thier ſcheußlichs außſehens(numero 43.) Auff dem vmbgang deß

Schloſſes ſeind die drey Schweſtern Sylvia, Sibyllina vnd Jucunda/ auch auff dem Wall vnd Veſtung/ rings herumb iſt Kriegßvolck von Moren vnd Heyden/ mit Tartſchen/

Schhilden/ Spieſſen/ Schwertern/ Pflitzbogen vnd pfeilen bewapnet(num: 42.) In daſſelbig Schloß werden alle vberwundene Kempffritter gefuͤhret/ gefangen geleget/ vnd ſo fern die Ebenthewr nicht auffgethan wirdt/ ſeind ſie alle vmb Leib vnd Leben kommen.

Auff dem Thor/ iſt eine hohe Zinne oder Aldauna/ darauff der Pigmæus Koͤnig Pi-

per genandt mit einem groſſen Horn ſtehet/ darmit zu jedem mall/ wann ein new an⸗ kommender Aventurirer ſein ankunfft anzudeuten in das Horn an dem Obeliſco gebla- ſen/ er jhme mit gleicher wiederantwort begegnen koͤnne.(numero 41.)

Vnten an der Pforten auff der gefreyten Bruͤcken(numero 39.) ſtehen die drey

dreykoͤpffige Bruͤder Fauſtus, Felix vnd Fortunatus/ ein jeder mit dreyen Koͤpffen/ ſechs

Armen/ vnd dreyzackigen Spieſſen/ ſo mit Fewer zugerichtet/ dieſelbige verwaren den eingang zu der jetztermelten Bruͤcken/(numero 33.) Jenſeit derſelben etwas darvon

abgelegen/ iſt der Felß Scylla(numero 37.) daran Onus der Gigant in dreyjarigen ſchlaff

lieget/ vnd hart bey denſelben der wuͤſte wilde Drache/ ſo Fewer ſpeiet: welcher auch/ wann das Ebentheur vollendet/ von wegen ſeines groſſen bey ſich habenden giffts zerſpringen/ vnd den gekoͤpffeten Rieſen mit ſich durch Fewerflammen verzehren wirdt. Auff erſter⸗ melten Felſen Scylla ſtehet ein Hieroglyphiſche Seule/ die Offenbarung genandt/(num. 36.) darinnen ein guͤlden flammicht Schwert der vberwindung geſtecket/ welches alſo mit kunſt zugerichtet/ daß wer daſſelbig in dem erſten ruͤcken außziehen kan/ vermag auch durch ſein krafft/ all vorbenante Abenthewr vnd gefahr auffzuthun vnnd zuuernichten/ darnach den Zauberer Molopopolopo mit allen ſeinen zugehoͤrigen in hafft vnd bande zu nehmen/ vnd die beſchwerten gefangenen zu erloͤſen. An derſelben Seulen ſtehet die lei⸗ ter der Zuuerſicht/(num: 33.) auff welcher der Kempffer muß hinauff ſteigen/ das Schwert der vberwindung zu ergreiffen. Ferner ſtehet bey derſelben angeſchmidt in ei⸗

nem roten Kleidt die Koͤnigin Gratioſa(num: 37.) welche dem jenigen ſo zum Schwert

zu ſtetk-