Druckschrift 
Beschreibung und Abriß dero Ritterspiel, so der Durchleuchtige Hochgeborne Fürst und Herr, Herr Moritz, Landgraff zu Hessen, etc. auff die Fürstliche Kindtauffen Frewlein Elisabethen, zu Hessen etc. am Fürstlichen Hoff zu Cassel angeordnet, und halten lassen / Auffs eigentlichst erkleret und verfertiget. Auch zum andern mahl übersehen und in Druck geben, Durch Wilhelm Dilich ; [Mitwirkender: Hermann Fabronius]
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Beſchreibung der Fürſtlichen Sdaßhfhf rewlein Eliſabethen zu

Heſſen/ ꝛc.

So zu Caſſel im Auguſto abgelauffenes ſechs vnd

neuntzigſten Jahres gehalten vnd celebriret worden/ mit beyge⸗ legten abrieſſen aller gedenckwuͤrdigen Handelungen/ als inſon⸗ derheit deß Ringrennens vnd Thurnierens zu Roß vnd Fuß/ auch noͤtiger erklerungen deſſelben eigentlich angebildet vnd vor augen geſtellet.

angemercket die Menſchliche bloͤdigkeit/ vnd wie ſich das jrr- We diſche in einem zweiffelhafften vnd vnbeſtendigen wandel ver- ſchleiſſe vnd zergehe: Hiergegen aber iſt vber das alles diß ge⸗ nugſam klar vnd maͤnniglich bewuſt/ daß/ ob ſchon nichts ohne truͤbſal/ auch kein ſtandt oder hoheit auſſerhalb beſchwerlicher 99 anſtoͤſſe vnd wiederwertigkeiten gefunden werde/ dennoch nach X dem regen ein Sonnenſchein/ vnd nach dem trawrigen harten mn1= Winter der lieblich Fruͤling/ ja auff truͤbſal frewde nicht allein zu hoffen/ ſondern auch mehrmals wircklich erfolge. Deſſen haben wir ſo in Vnter- Deſſen wohnen zu deutlicher bezeugung vnſere zuſtandene vnd inhei miſche zufelle/ welche vns in den ſchrancken meſſiges gluͤcks vnd vngluͤcks zu behalten/ vnd erinnern/ daß kein Paradiß alhier zuuermuhten ſey/ genugſam geweſen/ aber doch alſo/ daß dieſe mehr zu ge⸗ naden als zu ſchaden gereichet: in betrachtung/ daß wiewol wir dardurch etwa geſchwecht vnd abkommen ſein vermeinet/ doch was an einem theil ab/ dem andern zugangen ſey/ auff daß wir vns hierumb vnter die gewaltige Handt Gottes demuͤtigen/ vnnd vnſer ende vmb beſſerung willen ſtetig bedencken ſollen/ ſichtiglich numehr ſpuͤren vnd vernehmen koͤnnen. 4 Dann ſo wir die zeit ſampt jhrem lauff vnd zufellen recht anſehen vnnd betrachten/ hat vns der Almechtige erſtlich mit ſeiner Vetterlichen zuͤchtigung heimgeſucht/ vnd ei- nes theils zu betruͤbten weiſen gemacht/ in dem er die Durchleuchtig/ Hochgeborne Fuͤr⸗ ſtin Sabinen/ geborne Hertzogin zu Wirtenbergk/ weilandt deß Durchleuchtigen Fuͤr-

ſten vnd Herrn/ Herrn Chtiſtoffels ꝛc. Chriſtmilder hochloͤblicher Gedaͤchtnuß/ Tochter/

eine fromme/ Gottſelige vnd hochloͤbliche Fuͤrſtin/

gantzen Landes/ ins ewige Leben abgefordert. Daruͤber dann wir billich mit Eſaia 3⸗

Siſt von anfang der Welt her gruͤndtlich