Thale nach Suͤden weil auch noch einander ſchoͤner Kirchthal zu gegen iſt/ da man hinter einem Kirchlein auff das Gebuͤrge ſteiget /) da die groſſe Vielheit an Aepffeln/ Pomerantzen/ Limo⸗ nien und Granaten wachſen: die urſachliche Befoͤrderung hier u iſt der ſtetige Regen/ damit die Thale offt alle Tage befeuchtet werden: darauff alsbald wieder ein Abwechſel des Sonnen⸗ ſcheins erfolget: und weil demnach die Lufft ohne Unterlaß mit Regen feuchte/ und von Sonnen⸗ſchein warm iſt/ ſo mages nicht viel anders ſeyn/ als daß die hoͤchſte Fruchtbarkeit drauff erfolgen koͤnne: daher dieſer Platz von mehren Autoren das irrdiſche Pa⸗ radieß billig will geheiſſen werden: Weil nunmehr darinnen ſo wohl als in Portugal/ in die Wette mit einander wachſen und bluͤhen/ Feygen⸗Baͤume/ Granaten⸗Aepffel/ Pomerantzen⸗Ci⸗ tronen⸗Baͤume/ ſo das gantze Jahr durch ihre Frucht bringen: wie nicht minder auch Weinſtoͤcke/ Birn⸗Pflaumen⸗und Oliven⸗ Baͤume. Man findet auch eine Frucht/ welche insgemein ge⸗ nennet wird Damaxelas, doch iſt dieſelbe nicht gar haͤuffig. Gemeine Aepffel ſind hier zwar nicht; hingegen aber andere ge⸗ meine Garten⸗Gewaͤchſe finden ſich viele im Kirchthal/ als da iſt Petroſilien/ Senf/ Portulack/ Sauerampffer/ wilde Roͤmiſche Camille/ Winter⸗Kreſſe/ die ſehr dienlich wider den Schaͤrbock der Boots⸗Geſellen iſt/ weiter waͤchſet hier Roſmaria/ Lactuken in großer Menge. Das Getreyde/ als Gerſten/ wilde Erbſen/ Bohnen/ bringet die Erde hervor/ und wird doch nicht beſaͤet: uehmlich es beſamet und pflantzet ſich ſelber immer mehr und mehr
zu beladen gar wohl ſoll verhanden ſeyn/ faſt alleine außn Apffn.
fort/ ohne Pfropfung/ ſo daß jetzund alle Thaͤle davon voll ſeynd:
und zwar zur Verwunderung/ da es doch niche bewohnet wird. Es giebet hier auch große Buͤſche Eben Holtz/ und Roſenbaͤu⸗
Bruͤchigkeit/ nicht wohl wil arbeiten laſſen.
Hierauff gerathen wir zum Waſſer⸗Lob/ darnach
*
dieſer
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— ʃ —
me: wiewohl diß Holtz/ als oben erwaͤhnet/ ſich wegen ſeiner
Mratinar. eraehtal. 3 Fennmncde ⸗
Ftaguctta
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eimugkätde.
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