Taͤglicher
cher Seuftzer
D mein guͤtiger Gott,
himmliſcher Vater, dir iſt me nes Hertzens Anliegen beſſer bekannt als mir ſelber. Du biſt ja un⸗ ſer Bott, der uns berei⸗ tet hat; Unſer Vater, der Tag und Nacht, immer fort und fort Sorge für uns traͤget; Der du nſcht ſchlafeſt, ſondern deine vaͤ⸗ terliche Augen ſlets au! uns wendelf, daß auch nicht ein Haͤrlein von un⸗ ſerm Haupte wieder deinen Willen fallen mag. Ach mein HERR und mein Gott, ſo hilf mir doch nun, wie du am be
Muß und taͤgli⸗
ſten weiſt, wie mir zu hel⸗ fen ſtehet, du biſt ja der allmächtige Soc, der bald Hülfe ſchaffen kann, da keine iſt Du kanne aus nichts etwas machen; Denn alles was du wilt, das thuſt du im Himmel, und auf Erden; und iſt niemand, der dir kann und
Seuftzer.
darf wiederſtreben; Oder der dich hindern kann, uns zu helfen.
Darum mein Gott und Helfer, hilf mir um deines Namens willen, wie du weiſt, daß mirs nach dei⸗ nem gnaͤdigen Wilen nütz und ſelig iſt. HErr, nicht mein, ſondern dein Wille geſchehe Ich bin gewiß, es gehe mir, wie es wolle, wohl oder uͤbel, daß mir all's muß zum Beſten ge⸗ reichen
Leb ich, ſo leb ich dein, ſterb ich, ſo ſterb ich auch dein Nur allein gieb mir Geduld, dir in allen Creu⸗
nem Willen der 1 ber beße iſt, in allem wil⸗ lig und gern zu folgen, und ungezweifelt zu g auben, du werdeſt es mlt mir ſe
wohl machen, daß ich mit hertzlichem Seuftzen: Der HeErr hat alles wohl ge⸗ macht! Dich werde loben, ruͤhmen und preiſen. Hilf mir, mein IeSu, zu der ewigen Seligkeit, Amen.
ctze ſtill u halten, und deie


