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Geistliche und Liebliche Lieder, Welche der Geist des Glaubens durch Doct. Martin Luthern, Johann Hermann, Paul Gerhard, und andere seine Werckzeuge, in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen ... bekannt, ... gedrucket und eingeführet worden : Nebst einigen Gebeten und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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85 Kirchen

Gebete.

Geſchlechte, und loben und ruͤhmen deine Liebe gegen uns] daß, da wir das Pa- radies durch die Suͤude verlohren in dem erſten Adam, durch den zweyten Adam, JeEfſum Chriſtum unſern HErrn, wiederum haben erlanget einen Ein⸗ gang und Zugang zu dei⸗ nem himmliſchen Reich! Ja, weil unſer Heiland von der Erden aufgeho⸗ ben vor ſeiner Juͤnger Augen, und auf einer Wolcken in den Himmel gefahren, uns die Stätte zu bereiten, vor dir uns nun vertritt, und zu deiner Rechten ſitzt; ſo vertrauen und glauben wir ſeiner theuren Ver⸗

heiſſung, daß Er wieder kommen, und uns zu ſich

hehmen wird, daß wir ſeyn, wo Er iſt, allezeit und ewiglich.

Wir bitten dich hertz⸗

lich, lieber himmlischer

Vater, wie Er zu dir auf⸗ gefahren, als zu ſeinem GOTT, und zu unſerm GO DDT, als zu ſeinem Va⸗ ter, und zu unſerm Vater, ach! ſo wolleſt du vaͤter⸗ lich uns durch deinen Geiſt ſtets regieren und fuͤhren, daß wir ſuchen

Heiland Chriſtus ist, und nicht mehre ſo trachten nach dem, was auf Erden iſt: Vergieb uns aus Gna⸗ den, um deines lieben Sohnes willen, was wir hierinne bisher verſehen

ſo unſern Wandel im Him⸗ mel haben, daß wir alle mit Freuden allezeit moͤgen erwarten, der ſeligen Hoff⸗ nung und Erſcheinung der Herrlichkeit des groſſen Gottes und unſers Hei⸗ landes IEſu Chriſtt.

Erhalte unter uns die Predigt ꝛc. ſiehe pag. 49.

6. Am Pfingſttage.

8 Heiliger GOT und Pater des kichts, der du wohneſt in einem Licht, dazu niemand kommen kann, und bey welchem nicht iſt irgend eine Veraͤn⸗ derung noch Wechſel des Lichts, von dem auch nur herkommen alle und jede gute und vollkommene Gaben; Wir loben dich hertzlich fur die herrliche Gabe, die du den Apoſteln deines lieben Sohnes, an dem Tage der Pfingſten, insbeſondere geſchencket, da ſie nach dem Befehl ihres HErrn und Meiſters einmuͤthig beyſammen waren, und im Gebet und Flehen recht glaͤubig war⸗ teten auf deine Verheiſ⸗ ſang; Du haſt damals reichlich gusgegoſſen dei⸗ nen Geiſt, daß deine groſſe Thaten barauf al⸗ ler Welt ſind verkündi⸗ get, und das Evangelſum von deinem lieben Sohne auch auf uns gekom' men iſt, die wir in unſern Vorfahren gar weit waren entfernet von

und lehre uns auf Erden

deinen Teſtamenten 1 4