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Geistliche und Liebliche Lieder, Welche der Geist des Glaubens durch Doct. Martin Luthern, Johann Hermann, Paul Gerhard, und andere seine Werckzeuge, in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen ... bekannt, ... gedrucket und eingeführet worden : Nebst einigen Gebeten und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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Nirchen: Gebete

ſalem, da du alles neu machen wirſt, droben in dem Himmel.

Erhalte unter uns die Predigt c. ſiehe pag. 49.

3. Am ſogenannten Charfreytage.

He's und gerechter Goc wie koͤnnen wir dir gnugſam dancken fuͤr die unausſprechliche Gnade? da wir durch die Suͤnde alle Kinder des Zorns und auf ewig ver ſohren waren, auch unt ſelbſt nicht rathen noch belfen konnten aus dem groſſem Elende, daß du, beiliger GO c! gleich⸗ wohl eine Verſoͤhnung fur uns Suͤnder erfunden haft in deinem eingebohr⸗ men Sohne, und denſel⸗ den uns geſtellt, zum beſtaͤndigen Gnaden. Throne: Ja, du haſt nicht verſchonet dieſes deines eingebohrnen Sohnes: ſfondern haſt denſelben

fuͤr uns alle dahen gegeben. Er bat an ſich genommen unſer armes Fleiſch und Blut, damit Er unſere Sünde moͤchte tragen in unſerm Fleiſche. Er bat blutigen Schweiß geſchwi⸗ tzet in ſeiner groͤſſenen Todes Angſt, damit wir in Ihm Friede, Troſt und Freude erlangten Er hat ſich laſſen binden, als el nen Miſſethaͤter, damit

hat Schmach, Spott und

unſerer Suͤnden halber nie zu Schanden werden duͤrkten.

dig verurtheilet, damit unſere Schuld wuͤrde ge⸗

nen heiligen Leib an das Creutz annageln,

gethan.

ER RN.

Mein OTT!

nimmer verlaſſen werden.

Leiden und Sterben moͤch⸗ werden.

ter! auch uns alle zuſam⸗

wir von Suͤnden entbun⸗ due und frey wuͤrden. Er

un ſer alter Menſch mehr

Schande erlitten, daß wir

Er iſt darauf zum Tode gantz unſchul⸗

tilget, und wir vor dir le 90 ben koͤnnten. Er ließ ſetz ſe

damit alſo die Handſchrift un ſerer Suͤnden wurde ab Er iſt an dem verfluchten Holtze gar zum Fluch fuͤr uns worden, damit wir moͤchten wer⸗ den die Geſegneten des 0 Er hat in Doͤllen⸗Angſt geklaget; Mein Gore! warum haſt du, mich verlaſſen! daß wir

Endlich hat Er im Tode ſein Blut fuͤr uns vergoſ ſen, damit uns ſein Blut reinige von allen unſern

Suͤnden, und wir alſo mit dir verſoͤhnt im Leben,

ten verſichert ſeyn, daß wit durch ihn ewig ſollten ſelis

Laß dann, liebter Va⸗

men in dieſem deinem lie ben Sohne, um ſeines Lei, dens und Sterbens wil⸗ irzlen, vor dir Gnade finden, daß auch unſerer Sun, den vor dir nimmermehr gedacht, und durch deines Geiſtes Kraft mit ihm

und mehr geereuntziget, auch

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