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Geistliche und Liebliche Lieder, Welche der Geist des Glaubens durch Doct. Martin Luthern, Johann Hermann, Paul Gerhard, und andere seine Werckzeuge, in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen ... bekannt, ... gedrucket und eingeführet worden : Nebst einigen Gebeten und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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wee e wir hier vor dir mit un;

ſerm Gebete, nicht auf un⸗ ſere Gerechtigkeit; Denn die iſt wie ein beflecktes Kleid? ſondern auf deine

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Kirchen Gebete.

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Das dritte Gebet,

ſo in denen Bet⸗Stunden

und an Buß⸗ Tagen vorzuſprechen.

0 0 , GeErr, HERR Soc! 1 H barmhertzig und gnaͤ % dig, geduldig und von groſ⸗ ae fer Gute und Treue, der du ſch Gnade beweiſeſt bis ins tauſende Glied, und ver⸗ giebeſt Miſſethat, Ueber⸗ kretung und Sünde, und vor welchen nlemand in

der Welt unſchuldig iſt: Du haſt keinen Gefallen auch am Tode des Gottlo⸗ ſenz ſondern willſt vielmehr daß er ſich bekehre und lebe. Und darum liegen auch

groſſe Guͤte, Gnade und Barmhertzigkeit, die hat 0 nimmer ein Ende.

Wir erkennen demuͤtbig⸗ lich, daß wir nicht allein in Suͤnden empfangen und bgebobren worden, ſondern daß wir auch taͤglich in Ge⸗ daucken, Geberden, Wor⸗ ten und Wercken, deine heilige Gebote mannigfal⸗ lig uͤbertreten haben, daß wenn du mit uns handeln wollteſt nach unſerm Ver⸗ dient, muͤſten wir verloh⸗ ren gehen. Aber deine

dale Barmhertzigkeit ist viel zu

bruͤnſtig, und hat noch kein Ende; ja deine Guͤte und Treue iſt bey uns alle Mor⸗ gen neun.

HER, wir muͤſſen uns ſchaͤmen, daß wir deine Gnade oft auf Muthwil⸗ len geiogen, und ſie viel⸗ faltig gemißbrauchet, zu

fleiſchlicher Sicherheit, Ruchloſigkeit, Ueppigkeit, mancherley Eitelkeit, und vielen andern groben und weren Suͤnden, welche viel und oft deinen Zorn gereitzet, daß wir leichte darum geworden waͤren, wie Sodom und Go⸗

morrha.

Nun, bitten wir um Onade! vergieb uns um Chriſti willen alle unſere Miſſethaten, und werde doch uͤber uns des Erbar⸗

mens nicht muͤde. Schone

unſer ferner mit denen harten Strafen; und wo

du uns wilſt fuͤchtigen, ſo thue es mit Maaßen, daß du uns nicht aufreibeſt.

Inſonderheit wolleſt du

uns dein Wort nicht ent⸗ halten, noch es je laſſen weichen von unſerm Munde, noch von dem Munde unſerer Kinder und Kindes⸗Kinder! Ent⸗ zeuch uns auch nicht den rechten Gebrauch derer heiligen Saeramenten, damit dein Wort allezeit ſey unſerer Fuͤſſe Leuchte, und unſer aller Hertzens⸗ Troſt in allem unſerm Elende.

Erwecke noch ferner

treue Hirten und Lehrer nach deinem Hertzen, die Wahrheit und Frieden

lieben, die nicht ſu chen e 3 e

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