Druckschrift 
Geistliche und Liebliche Lieder, Welche der Geist des Glaubens durch Doct. Martin Luthern, Johann Hermann, Paul Gerhard, und andere seine Werckzeuge, in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen ... bekannt, ... gedrucket und eingeführet worden : Nebst einigen Gebeten und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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fuͤſſer Gact meiner Seelen bg göttliche Zlerde, du

Herrn Chriſto in ſeiner

ckeſt die muͤde Seele, du giebeſt Kraft den Sterben⸗

ewislich bey der glaͤubigen

Ach du ewiger Friede⸗

1 du allerheiligſte und hoͤch⸗ ſte Ruhe aller glaͤubigen Seele, du ha ſt geſagt; Kommet ber zu mir, ſo werdet ihr Ruhe finden fuͤr eure Seele! In der Welt

um die Ruhe der Seelen in Chriſto. 7

0 Feuer; du goͤttliche Flehe,

du himmliſcher Troſt, du

goͤttliche Kraft: Treibe von mir alles, was Fleiſch⸗ lich iſt, und gieb mir da gegen, was Oöͤttlich iſt, mache mich zur Wohnung und Heiligthum Gottes. Du himmliſches Taͤube⸗ lein, die du uͤber meinem

Taufe geruhet haft! Gieb mir heilige kindliche Ein⸗ falt des Hertzens, daß mich ſchlecht und recht be⸗ huͤte. Du göttliche Sal⸗ bung und Freuden Oel, lehre und troͤſte mich. O eine ſelige Seele, die dich hat zum Einwohner. Deñ du erleuchteſt der Seelen Fingerniß, du heileſt die ver⸗ wundete Seel, du troͤſteſt die traurige Seele, du ſlaͤr⸗ ckeſt die ſchwache Seele, du erhaͤlteſt die ſtraucheln⸗ de Seele, du lehreſt die de⸗ muͤthige Seele, du erqaui⸗

den, wenn Leib und Seele ſich ſcheiden, du bleibeſt Seele, Amen.

Um die Ruhe der Seelen in Chriſto.

Fuͤrſt, JEſu Chriſte!

habt ihr Angſt, in mir habt ihr Friede: Ach! wie oft habe ich Ruhe geſucht in dieſer Welt und im Zeit⸗ lichen, hahe ſie aber nicht funden, denn es kaun die unſterbliche Seele nicht geſaͤttiget, noch geſtillet noch beſaͤnftiget werden, denn mit unſterblichen Dingen, nehmlich in dir und mit dir. O du un⸗ ſterblicher Gott! wo du nicht biſt, da iſt keine Ru⸗ be der Seelen, denn alles Zeitliche eilet zum Unter⸗ gang, und verſchleſſet wie ein Kleid, die Erde veral⸗ tet wie ein Gewand: Sie verwandeln ſich; Und du unwandelbarer GO T wirſt ſie verwandeln; Wie ſolte denn meine unſterb⸗ liche Seele in den ſterb⸗ lichen wandelbaren, fluͤch⸗ tigen Dingen Ruhe fin⸗ den? Denn gleich wie du, lieber GOtt, unſer Schoͤ⸗ pfer, in keiner Crꝛatur ru⸗ hen wollteſt, obne in den Menſchen:(denn als du den Menſchen geſchaffen hatteſt, ruheteſt du von deinen Wercken.) Alſo kann des Menſchen Seele in keiner Creatur ruhen, denn allein in dir, o Gott! meine Seele kann nicht ge⸗ ſaͤttiget werden, denn mit dir, o Gott! der du alles Gute biſt. Darum hun⸗ gert und duͤrſtet meine Seele nach dir, und kann nicht eher ruhen noch ge⸗

ſaͤttiget werden, ſie habe

dich denn ſelbſt. Derhal⸗ ben du, mein HErr Chri⸗

ſte, komm iu mir: und stille mein