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hast du ſie dir ſelbſt ver⸗ ſteaut am Creutz in Todes, Banden; iſt ſie doch nichts als Ueberdruß, Fluch, Un⸗ flath, Tod und Finſter⸗
wegen den Seepter von dir legen.
5. Du Fuͤrſt und Herr⸗ ſcher dieſer Welt, du Frie⸗ dens Wiederbringer, du kluger Rath und tapfrer Held, du ſtarker Hoͤllen⸗ Zwinger, wie iſt es moͤg⸗ lich, daß du dich erniedri⸗
geſt ſo jaͤmmerlich, als waͤ
reſt du im Orden der Bett⸗ ler Menſch geworden?
6. O großes Werck, o Wunder ⸗Nacht, der glei⸗ chen nie gefunden! Du ha den Heiland hergebracht, der alles überwunden; Du haſt gebracht den ſtarcken Mann, derFeu'r und Wol⸗ cken zwingen kan, vor dem
die Himmel zittern, und
alle Berg erſchuͤttern.
7. O liebes Kind, ſuͤßer Knab, holdſelig von Geberden, mein Bruder, den ich lieber hab, als alle Schatz auf Erden! komm, Schoͤnſter in mein Hertz hinein! Komm eilend laß die Krippen ſeyn. Komm komm, ich will bey Zeiten dein Lager dir bereiten!
8. Sag an, mein Her⸗ tzens⸗Braͤutigam, mein Hoffnung, Freud und Le⸗ benn, mein edler Zweig aus Jacobs Stamm, was ſoll ich dir doch geben? Ach! nimm von mir Leib, Seel und Geiſt, ja alles, was Menſch iſt und heißt; ich
Von der Geburt Chriſti.
will mich gantz verſchrei⸗
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ben, dir ewig treu zu bleiben.
9. Lob, Preis und Danck, Herr Jeſu Chriſt, ſey dir von mir geſungen, daß du mein Bruder worden biſt, und haſt die Welt bezwun⸗ gen: hilf daß ich deinecuͤ⸗ tigkeit ſtets preiſ' in die⸗ ſer Gnaden⸗Zeit, und moͤg hernach dort oben in Ewig⸗ keit dich loben.
30. M. Solt ich mei nen Gott ꝛc. Enie ſey dir Lob geſun⸗
gen, o du Menſch ge⸗ bohrner Held, mit dem Herzen und der Zungen,
ſtI daß du biſt auf dieſe Welt
mir zu gut ins Fleiſch ge⸗ kommen, und aus lauter Freundlichkeit, o du Sohn der Ewigkeit! Fleiſch und Blut haſt angenommen, und mein Bruder worden biſt: Sey willkommen und gegruͤßt. g
2. Sey gegruͤßet! Dir U heut ein Lob⸗Ge⸗ ſang mit Recht; weil du ja ſo hoch geehret unſer menſchliches Geſchlecht, daß du ſolches anvermaͤhlet haſt der goͤttlichen Natur, unſre, die ſo niedrig nur, unſre Menſchheit auser⸗ waͤhlet und geſetzt auf Gottes Thron, in der mittelnden Perſon.
3. Die in Adam gantz verderbet, und geſchwaͤrtzt durch Suͤnde war, ſo von ihm uns angeerbet, wird jetzt wieder weiß und klar, klar und rein in dir; Von
wegen


