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wahre Reu uͤber die Suͤnde wirce.
erfahren der Gothiſche Koͤnig Dleterich von Bern/ wie er den Roͤmi⸗
ſchen Burgermeiſter Symmachum, neben ſeinem Tochter⸗Mann den
Boethium unſchuldig umbringen laſſen: Dañ da jhm ein groſſer Fiſch
kopff neben andern Speiſen zur Mahlzeit auffgeſetzet/ hat er vermeinet Zeil. Ma- er ſehe deß entleibten Symmachi Haupt/ ſo jhm alles Ungluͤck drohete/ nual part. hat ſich darauff ins negſte Gemach begeben/ und iſt inerhalb dreyen Ta⸗ 5.z.
gen von Traurigkeit und Gewiſſens⸗Angſt geſtorben: Dieſes ſollen wir fleiſſig bedencken zu dem Ende/ daß wir uns nicht allein fuͤr vorſetz⸗ lichen Suͤnden ſo das Gewiſſen ſehr verletzen/ huͤten ſondern auch wann es uns unſere Suͤnde vorhaͤlt/ ciro, citò, bald/ bald uns zu Gott bekeh⸗ ren: Hiob vergleichet das boͤſe Gewiſſen den Pfeilen/ ſo in den Menſchen ſtecken/ und groſſen unleidlichen Schmertzen verurſachen; und ſpricht:
Dia Pfeile deß Allmaͤchtigen ſtecken in mir/ derſelben Grim̃ ſauffet auß
meinen Geiſt/ und die Schrecknis Gottes ſind auff mich gerichtet.
Hiob. 6. v.4. Alſo ſpricht auch David: Deine Pfeile ſtecken in mir/ und deine Handdruͤcket mich. Pſ.38. v.z. Wann ein Pfeil in deß Menſchen
Leib geſchoſſen/ von einer Hand noch tieffer eingedrucket wird/ das gibt 8 unaußſprechlichen Schmertzen: Alſowann unſer boͤſes Gewiſſen nicht allein auffwachet/ ſondern von der zornigen Hand Gottes geſchaͤrffet
und tieff in unſer Hertz gedrucket wird/ ſolches bringet unbegreifflichen
Schmertzen: Meine Suͤnde iſt immer fuͤr mir/ klaget David. Pſal. Fi. v. 5. Mit welchen Worten er das boͤſe Gewiſſen einem hoͤſen Weibe ver⸗ gleichet/ von welchem es heiſſet wie Martialis ſagt/ 5 Nec poſſum tecum vivere, nec ſine te. O du meines Lebens Verdruß/
Mitt dir ich leben muß. Es kan aber ein frommer Mann/ eines boͤſen Weibs ja noch durch den Todt loß werden Aber dieſe boͤſe Beſtie/(wie jener Cardinaldas boͤſe Gewiſſen recht tauffete) folget auch in die Hoͤlle hinein/ da dieſer boͤſer Wurm bey den Verdampten nimmer ſtirbet. Eſa. 66. v. 24. Es war ei⸗ ne erſchreckliche Suͤndenſtraffe/ daß dem Antiocho Maden und Wuͤr⸗ mein ſeinem verfluchten Leibewuchſen. 2. Macc.9. v.). Und daß Hero⸗ des Agrippa von den Wuͤrmen gefreſſen ward. Act. 12. v. 23. Aber das iſt im geringſten nicht zu ſchaͤtzen/ gegen den Gewiſſens Wurm/ ſo mit jhnen zur Hoͤllen gefahren: In Ethiopia Paben vormahls Valke
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