Teil eines Werkes 
[1] (1661)
Entstehung
Seite
589
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welches iſt die Verzweiffelung. 585 Vnd dieſelbe kein Ende hat. Thren. 3 v. 22. Vnd er ſich uͤber alles er⸗ barmet. Sap. 11. v. 24. Weilen ſeine Barmhertzigkeit ſo groß iſt/ als er ſelber iſt. Sir. 2. v. 22. Vnd wo deßwegen die Suͤnde maͤchtig worden/ da iſt ſeine Gnade viel maͤchtiger. Rom. 5. v. 20. Weilen er alles unter den Vnglauben beſchloſſen/ auff daß er ſich aller erbarme. Rom. Ir. v. 32. Vnd wer in dieſem Gott und ſeinem Wort nicht glaͤubet/ der ma⸗ chet jhn zum Luͤgener. 1. Joh. 5. verſ. 10. Das heiſſet dann Suͤnde mit Suͤnden uͤberhaͤuffen/ und dem Teuffel mehr/ als Gott glaͤuben. 2. rremiſſibilitatem: Daß ſie nicht koͤnnen vergeben wer⸗ den: Ob zwar die Suͤnde in den heiligen Geiſt ewiglich keine Verge⸗ bung hat/ ſondern ein ſolcher deß ewigen Gerichts ſchuldig iſt. Marc. 3. v. 29. So machet doch ſolches/ die beharꝛliche Verleug⸗Verfolg⸗und Laͤſterung/ neben der nbußfertigkeit/ ſo bey ſolcher Suͤnde gefunden wird/ derhalben auch von derſelben bey eines ſolchen Suͤnders Leben/ davon nicht wol von uns Menſchen kan geurtheilet werden: Aber mit allen andern Suͤnden iſts viel ein anders: Da vergibt(allen ernſtlich Bußfertigen) Gott alle jhre Suͤnde. Pſal. 103. verſ. 3. Wann ſie ſchon Blut⸗roth ſeyn/ ſollen ſie doch Schnee⸗weiß werden. Eſa. J. verſ. 18. In Chriſto erlangen Vergebung der Suͤnden alle die an ihn glaͤuben. Aet. 10. v. 43. Es iſt ein Reichthum der Gnade Gottes. Eph. 1. v. 7. Es ha⸗ ben aber alle Unbußfertige ein klaren Spiegel allhie an Cain/ was auff die beharꝛliche UInbußfertigkeit erfolge/ nemlich/ die erſchreckliche Ver⸗ zweiffelung. Wie jener Polniſche vom Adel/ mit Schindung ſeiner Bauren ohne einige Furcht G Ottes immer fortgefahren/ und endlich toͤdlich kranck worden/ deßwegen von den Geiſtlichen zu wahrer Buſſe ermahnet/ hat er geſagt/ er ſey mit Leib und Seel verdampt/ und ha⸗ be ſich keiner Gnade zu Gott zu verſehen/ und ſey ſchon der Gewalt deß Teuffels von Gott uͤbergeben/ und haben die Anweſende nicht allein grauſame Schlaͤge gehoͤret/ ſondern auch blutruͤnſtige Striemen an jhm geſehen/ worauff er mit jaͤmmerlichem zittern und zagen endlich ge⸗ ſtorben. Daß ſeyn die Fruͤchte der beharꝛlichen Vnbußfertigkeit; Der barmhertzige Gott gebe uns die Gnade deß heiligen Geiſtes/ daß wir wahrer Buſſe Befoderung und Erfoderung/ auch derſelben Beſchrei⸗ bung und Wirckung moͤgen wol und hertzlich in acht nehmen/ und alle derſelben Verhinderung auß dem Wege raͤumen/ um Jeſu Chriſti wil⸗ len/ Amen/ Anen. d 4 8 ie⸗

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