Teil eines Werkes 
[1] (1661)
Entstehung
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4 Von wahrer Buſſe

tragen Beliebung an der Suͤnde. Odeß groſſen O deß elenden Verder⸗ bens um dieſer unſer Beſchaffenheit willen/ iſ Gott ferne von den gottlo⸗ ſe Prov. 15. v. 29. Dieſe/ dieſe unſere Suͤnde ſcheiden uns und unſern Gott

erlaſſen/ Jer.2 · v.. Verlaſſen Gott und halten ſein Geſetze nicht/ Jer. 16. v. 1. O deß elenden Zuſtandes Gott haben/ iſi das hoͤchſie/ ja alles gut haben/ Gott verlaſſen iſt das aller hoͤchſte/ ja alles gut verlaſſen. Laſſet uns/ o meine Geliebten/ dieſes fleifſig erwegen/ und das Suͤnden⸗Kraͤut⸗ lein dabey recht erkennen lernen/ denn dadurch werden wir bewogen/ das Mittel wahrer Buſſe an die Hand zunehmen/ dadurch wir zur Freund⸗ ſchafft/ ja Kindſchafft deß allerhoͤchſten Gottes gelangen. II. Ex noſtra ad Deum appropinquatione: Auß unſer Zuna⸗ hung zu Gott: Die leidige Suͤnde ſcheidet uns nicht allein von Gott an ihrer Seiten/ wegen ihres unleidlichen Stanckes und Haͤßligkeit/ ſondern wir wenden uns auch vermittels der ſelben von Gott: Wir ver⸗ laſſen den HErꝛn/ laͤſtern den Heiligen in Iſrael/ und weichen zuruͤck Eſa. 1. v. 4. Wir kehren zuruͤck von unſerm Gott/ Eſa. 59.v. 13. Wir vergeſſen Gottes/ und werffen ihn hinter unſern Ruͤcken. Ezech. 23. v.z5. O der erſchrecklichen Wuͤrckung der Suͤnden gleich wie wir nun durch die Suͤnde uns von Gott wenden und von ihm weichen; Alſo nahen wit 7 uns durch wahre Buſſe zu Gott: Dieſes nahen geſchicht durch Erkaͤnt⸗ nuͤß und Bekaͤntnuͤß unſer Suͤnden/ und wahre Reu und Leid uͤber dieſel⸗ * ben/ und hertzliche Begierde der Gnaden Goltes/ und Vergebung un⸗

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O 05₰ 5ivonemnander Eſ.9. v. z. Weilen wir dadurch Gott die lebendige Quelle 2,5, l9

, A., r Suͤnden um Chriſti willen: Da nahen wir uns und kommen zu e f*.

2 5 Chriſtoals muͤhſelige und beladene Menſchen/ Malth. 11. v. 28. Der nimpt alle unſer Suͤnden⸗Schuld auff ſich/ verſuͤhnet uns dardurch mit ſeinem Himmliſchen Vatter/ und gieht alſo Macht Gottes Kinder zu werden/ allen die an ſeinen Nahmen glaͤuben/ Joh.1. v. 12. ja er waſ cher uns von Suͤnden mit ſeinem Blut/ und machet uns zu Koͤnigen und Prieſtern fuͤr Gott und ſeinem Vater. Apoc. 1. v.. leq. Oder groſſen Chronol. erꝛligkeit o der unverdienten Gnadles ware eine wunderbare Veraͤnde⸗ adann rungdaß Matthias Hunniades auß ſeinem Gefaͤngnuͤß zu Wiendaer Chr.1457. Rur deß Todeserwartete/ wird gen Prag gefuͤhret/ und zum Boͤhmi⸗ Schultz. ſchen Koͤnig gekroͤnet: Aber dieſe Veraͤnderung iſt viel wunderbarer/ da Chron. ad wir auß Gottes Feinden/ vermintels wahrer Buſſe/ zu ſeinen Gnaden⸗ ord,ann. Kindern

Calviſ.