Teil eines Werkes 
1 (1817) A-K
Entstehung
Seite
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ve 432 Kir sie tragbaren Boden, und an den Gebir- gen Holz ud gutes Wasser, das dage- zen in. den schlechten Gegenden bitter und salzig ist. Den unwirthbarsten Theil nimmt die Wüste Bitpak ein, Zum Ackerbau taugt die ganze Steppe nicht, wohl aber dient sie Hirtenvölkern zum Aufenthalte, da ihre Heerden hier strich- weise gesunde und feite Weide finden und eine ungestörte Sicherheit genie- fsen. Diese Hirtenvölker sind die Kir- giskaisaken, doch ıreiben sich auch in einem Theile Aralen, Truehmenen und Mongolen umher. Kirgiskaisaken, ein grofses Volk Ta- tarischer Abstammung, Die mittlere

und kleinere Orda dieses, die ungeheu--

re Steppe zwischen'T'hibet,. Siberien u. der Kaspischen See bewohnenden Stam- mes erkennt zwar die Russische Ober- hoheit an, giebt aber weder, Steuer, noch befolgt seine Gesetze. Die grolse Orda, der Zahl nach die kleinere und nur 30,000 Krieger zählend, besteht aus verschiedenen Stämmen und hat ei- nen eigenen Khan, der unter Schine- sischem Schutze steht. Die 70 bis 50,000 unter Russischem Schutze stehenden Kibitken gehorchen ebenfalls selbst ge- wählten, aber vom Russischen Kaiser bestätigten Khanen, und sind in Adel und Volk oder in weilse und schwarze Knochen abgetheilt. Sie leben nach den Vorschriiten des Korans, nomadisi- ren unter Jurten und nähren sich mei- ' stens von Räubereien, jedoch jetzt we- niger, wie vordem. Kirid, Kriti, Kandia, Osm. Insel im Mittelländischen Meere, zwischen 410 16° bis 440 18° L. und 3409 zo bis 35, 48 n. Br. Flächeninhalt: 197 QM.. b che: bergig, von O. nach W. streicht ‚ein hoher Gebirgsrücken, dessen höch- ster Gipfel, der Psiloritti oder Ida, fast das ganze Jahr hindurch mit Schnee be- deckt ist, im W. sieht man die Berge von Sfachia und von Gydonia. Boden: in den Thälern üppig fruchtber, die Anhöhen und Berge sind mit aromati- schen Pflanzen und dem schönsten Laubholze bedeckt. Gewässer: Stomio, Arkandi, Zugnro, Grosiro, eigentlich nur Waldbäche. Klima: milde, im Sommer äulserst heils mit Regen, aber starkem Thau, der Winter ohne Schnee und eıne blolse Regenzeit: Erdbeben häufig. Produkte: Korn, Mais, Wein, edle Früchte, Oliven, Sesam, Hibiscus esculentus, Diptam, Laudan, Baumwolle, Holz, Rindvieh, Schaate, Ziegen, Bienen, Sei- denwürmer, Fische, einige Mineralien. Nahrungszweige: Ackerbau und Vieh- zucht, aber äulserst schläfrig unter dem steten Drucke der Osm. Gebieter, die hier nichts zügelt. Die Insel verödet immer mehr. Volksmenge: nach Oli- vier doch noch 240,000, wor. 120,000 Grie-

chen und Sfachioten, der Restiaber Os-.

manen und Abadiotten seyn mögen. Erstere beide bekennen sich zur_ grie- chischen Religion, letztere zum 1slamı. Eintheilung: in 3 Sandschake, Kirid, Kanäa und RBetimo; der Sandschakbeg ‚von Kirid ist Pascha von 3 Rolfsschwei- fen und den beiden andern Paschas, die nur 2 Rofsschweife vor sich her tragen lassen dürfen, in militärischer Hinsicht vorgesetzs.

, Kandia, Osm. Hauptstadt der gleichn. Insel und eines Sandsch., der der erste der Insel ist. Sie hat zwar

starke Festungswerke, aber diese sind

erflä-

wenigem.

Melonen,

Kir

vernachlässigt, und die grofse Stadt so

verödet, dafs Olivier hier nur 10,000 Os- manen, 2,000 Griechen und etwa 60 Jun- den antraf} nach andern Nachrichten

hat sie überhaupt 3,000 E., aber ı4 Mos. 'keen, 2 Be und ı armen. K., ı Ka.

puzinerkl., ı Synag. und ist der Sitz ei- nes griech. Erzbischofs Verschlämmter Haven, der kaum noch 8 bis ı0 Kauffah- rer fassen kann.. Merkwürdige Belage- rung von 1645 1659. Etwa ılo M. ım S: VO. sieht man die Trümmer des. be- Een BRIER

Kirilow,(Br. 590 42° L. 460 14°) Russ, Kreisstadt a ee eines en ya Gouv: Nowogorod, mit 2,165 E,, worun. ter viele Heiligenanaler.

Kiri- Ula, Schin. St., die. auf den Charten in die Mandschurei versetzt wird.

Kirkagassi, Osman. Stadt im Anad. Sandsch. Sarukhan, mit grolsen Baum- wollenplantagen.

Kirkby, Britt... Mfl. am Lune, im Londdale der Engl. Sh. Westmoreland, mit Wollweberei. .. Kirkby Steven, Britt. Mfl. am Eden, in der Engl. Sh. Westmoreland, mit

-Strumpfweberei.

Kirkham, Britt. Mfl. in der Engl. Sh. Lancaster, mit ı Segeltuchmf.

. Kirkhilissa, Osm. St. und Hauptort eines KRumel. Sandsch., gen Gegend, mit vielen Moskeen,- dern, ı grolsen Han und 16,000 E,, wor. viele Juden, die ein gebrochenes Deutsch reden.

Kirkkaldy, Britt. Stadt am Frith of Forth. in der Skot:. Sh. Fife, schlecht gebauet, mit 1,600 E.E. Haven und- stenhandel, Schiffbau, Weberei von ge- würfelter Leinewand und Betttüchern. Geburtsort des Kameralisten Ad. Smith

1790.| 7 Kirkudbright, Britt. Stewartry in Skotland, zw 120 50° bis 4096. L. u. 540 50° bis 550 20° n. Br., im N. an Ayr und Dunifries, im O. und S. an das Irische Meer oder den Selway Frith, im S. W. an Wigtoun gränzend und 40,20 QM. grofs, Ein unfruchtbares ödes Land voller Gebirge und kleiner Seen, von Vorbergen der Cheviot Hills durchzo- en und vom Dee und Orr bewässert. Jie Nahrungszweige der 33,68} E. beste- hen in Viehzucht mit einem Stapel von 47,911 Stück RBindvieh und 300,000 Schaa- fen; der Ackerbau liefert wenig mehr, als Kartoffeln und Hafer, und die Ge- werbe sind unbedeutend._ Der Ertrag desGrundes und Bodens wird auf 900,000 Gulden geschätzt, Ausgeführt werden: Rindvieh ı0,000 Stück, Schweine, Pfer- de, Schaafe u. Lämmer, Wolle, Häute, Kelp und Schuhe.

Kirkudbright, Britt. Hauptstadt der gleichn. Skot. Stewartry, am.Dee, mit 1500 1,| Selway Frith. Kelpbrennerei,

Kirkwal,:(Br. 580 57° 15" L. 149 45° Briti. Hauptst. der ers A auf der Orkneyinsel Mainland am Mee- re, mit 2,000 Einw. und einem sichern Haven.

Kirlibaba, Oester. Dorf an der Bi- striz&, in dem Gal. Kr. Czernovicz, mit ı Bleibergwerke, welches: 66 Arb. be- schäftigt und jährl. 800 Mark Silber, 600 Zentner Blei und 200 Zentner Glätte liefert.

Kirn, Kyrn, Preufs. St. an der Nahe und dem Hahnenbache, in dem Nieder-

in einer steini-.

und einem sichern Haven am.

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