Teil eines Werkes 
1 (1817) A-K
Entstehung
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409
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ist und eine Volksmenge von 136,206- fen in 3 St. und 3,455 Höfen enthält, auptst. ist Kalmar. R Kalmar,(Br. 560 go 18 L. 330 53° 41°") Schwed. feste Hptst. des gleichn. Läns, auf einerInsel im Sunde, die durch eine Brücke ınit dem festen Lande zu- sammenhängt.. Sie hat eine ovale Ge. stalt, ist regelmälsig gebauet, und zählt ı schöne Kathedr, ı Rathhaus, ı Gym- zasium, ı Druckerei und 3.058 E. Sitz eines Bischofs und Landhöfdings. Ha- ven, der nach und nach versandet; Schifffahrt mit 49 Fahrzeugen; Schiftfs- werfte; Handel, 1/, M.-von der St. das alte Schlofls, jetzt ein Gefängnils, vor- mals der Sitz der Schwedischen Könige. Kalmarsche Union 1397.

Kalmina, Afrik.'Negerstadt oder D. in der Proy. Ardra des Reichs Dahome auf der Skilavenküste, mit 15,00 E.,:.die

ewöhnläiche Residenz des Königs von Jahome.

Kalmyken, Asiat. Volk im Russischen und Schinesischen Asien, schmuzig und unreinlich, dabei äufserst sinnlich, be- trüglich und diebisch, das Bildung, Re- ligion und Lebensart mit den-Mongo- len gemein hat,-Es theilt sich in vier Stämme: Koschot, Derbet, Tsoußar und Torgot, wovon die Koschoten, 1Tsonga- ren und Torgoten unter Schinesischer Oberhoheit in der Schinesischen Mon- golei mit ihren grolsen Viehheerden u. Jürten umbherziehen..'Der 2te Stamm, die Derbeten, mit welchem sich nach der grofsen Flucht von 1770 einige zu- rückgebliebene Reste der andern drei Stämme amalgamirt haben, wohnt an der Wolga, ın den Russ: Gouv Astra- chan,$Saratow, Simbirsk und Orenburg, Dieser Stamm hat eine völlige Kosaken- verfassung und ‚zahlt keine Steuern, sondern leistet Kriegesdienste., Jeder seiner Aimacks hat einen Saissen zum Vorsteher undı inehrere Aimacken ma- chen einen Noyon aus, die sämmtlich unter einem Taischa als erstem Anfüh-

rer und einem Regierungsgerichte ste-

hen. In Astrachan zählen die Kalmyken 8,229 Kibitken; auch haben sich viele

anit den Donischen Kosaken vereinigt...

Die Stawropolschen Kalmyken, 2,869*Ri- bitken, bilden seit ıßo2 ein eignes Re- ‚giment, und<oo Kalmyken bei Astra- chan und 2 kleine Woloste im Ören- burgschen sind Mohamedaner geworden. Kalmykei, Kalmükei, das Land der Kalmyken im mittilern Asien, zwischen 5 bis ano n.Br., zur Schinesischen Mon- golei gehörige und im W. miö der Rirgı- sensteppe, im S. W. an die kleine Bu- charei gränzend und dürch das Gebirge Bogdo von der eigentlichen Mongolei geschieden. In diesen Gränzen um- alst sie die ganze Soongarei, das Land Hamel, die Gebiete. der Ölöthen und Kokonor, ein eigentiiches Steppenland,

das von Asiatischen Hochgebirgen nm-

schlossen unä von mancherlei Flüssen Hier giebt es grolse Seen, worunter der Koökanor einer der grölsten ist, u. hier nomadisiren die ver- schiedenartigsten Stämme der Kalmy- ken; allein uarauf beschränkt sıch auch unsere: ganze Kenntnifs eines Landes, aus welchem die grölsten Weltstürmer der Geschichte hervorgegangen sind. Kalnick, Oester,'Bergschl. in der

Kroat. Gesp. Kreutz, merkwürdig wegen seiner Stalaktitenhöhle.

Kalocsa, Kolocsa, Kolotscehä,(Br. 460 32° L. 360:39° 55°) Oester, Erzbischöfl. St.

n und 1079 Bäche,

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unweit der Donau, in der Ung. Gesp, Pesth, mit einer Kathedr., ı Piaristen- kollegium, ı Seminär und 4,016 E."Sitz eines SEES es in der Donau

Kaloz,(Br, 460 567.44 Ta. 360 9% 40 Oester. Mfl. an Kot Sumpfe ne in der Ung. Gesp, Stuhlweilsenburg, mit ı kath. und r ref. K.

Kalpy,(Br. 269 10° L. 97922*) Britt. St. am Jumna, in der Prov. Agra der Präs. Kalkutta, welche mit ihrem Distrikte 1806 an die Britten abgetreten ist. In der Nähe sind Diamantengruben. Zuk- kerrsffinerie.

Kalsching, Oester. Mil. in dem Böhm. Kreise Budweis, mit 135 H., zur türstl. Schwarzenbergschen Herrschaft Krumau gehöriz,

Kalsö, Dän. Eiland, zu der Gruppe der Färöer gehörig."

Kaltenbronn, Bad. Spitze des Schwarz- watdes. im B. A. Gernsbach, 2,456 Fuls über dem Rheine.;

Kaltenbrunn, Baier. Mfl. in dem Obermainlandg. Neustadt, mit 679 E,

Kaltennordheim, Weimar. Mfl. an der Fulda und Sitz eines A, von 5,114 E. ın der Prov. Eisenach. Der Mfl. hatr altes Schk., die Meerlinse, 197 H. und 1,158 E., worunter viele Barchent- und Wollenzeuchweber,'Messerschmiede u. Gärber. X.

Kaltensundheim, Weimar Mfl. an der Fulda, in dem Eisenachschen Amte Ostheim, mit ıı2 H. u. 717 E. Barchent- weberei,

Kaltura, Britt: Fort auf der Iusel Seilan, an einem Arme des Mulıiwaddy, wit einer Vorst., deren Einw. einige Mf£f. unterhalten, bes. Arrak- und Rim- brennereien.- Hier fangen die Zimmt- gärten an. 4

Kaluga, Buss. Gouv. zw. 539 28* bis 550 32° 6. L. und gı0 bis 549 30° n. Br., ink U. an Moskwa und Tula, im S.an Tula und Orel, im W. an Smolensk und im N. an Smolensk und Moskwa gränzend, Areal: 39519,QM. Oberfläche: eben. Boden: jehmig,= strichweise mit

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Schwarzerde vermischt, mittelmäfsig fruchtbar. Gewässer: ı9 Flüsse, wor.

die Oka, Upa und Schisdra;- 11 kleine Klima: milde u. gesund. Produkte: Getraide, Hanf, Flachs, Hülsenfrüchte, Gemülse, Obst, Holz, die gewöhnlichen Hausthiere, Fi- sche, Bienen, Eisew, Sandstein, Moos- torf. Nahrungszweige: Ackerbau, Vieh- zucht, Hoızkultur und einige Fabriken: 1802 wurden produzirt an Winterkorn 589,631, an Sommerkorn 927,615 Tschetw, die Pr. mulste aber noch 729,451 Tschetw. zu. kaufen. Grölsere Fabriken waren 45 vorhanden; der Kapitaifond der Kauf- leute r11,300,000, der Steuern 3.561,000 Ru- bel. Eihuwohner: 880,000 Imdıivid.,(1796 852,629Y blofs Grolsrussen griechischer Religion, in 12 St., 12 Stoboden, 2,784 I», 1,358 adlichen Höfen und 441 Müh- len, Eintheilungin ıı Kreise:, Peremyschl, Koselsk, Shisdra, Maloi- Jaroslawez, Borowsk, Lichwin, Mescht- schow;k, Mosaisk, Mjadyn und Tarusa.

Kaluga,(Br..549 3° L. 539 45°). Russ. Hauptst. des gleichn. Gonvund Kr, an der Oka; grols, aber schlecht gebauet und gepflastert, mit 25 K., ı Kloster, ı Hauptschule, r Findelhaus, 3.827 H. und 17,058 E.:5 Mnf. in Segeltuch mit 1,490 Arb.(6,000 Stück), 12 Spianereien, II Malzdarren. 2 Zuckersiedereieil( 2,000 Zntr.;, ı Papiertapetenfabr., ı Baum- wollenmf.,, ı Landtuchmnf., ı2 Gärbe-