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urceh starke Festungen gedeckt wird: er Ganges durchschneidet das Land in einer sülöstlichen Richtung; der Brumaputer und ardere frofse Strö- me, die eine vortheilhaite Wasserver- bindung befördern, tributär. Der Gan- zes ist für Bengalen das, was der Nil Für Aegypten: durch seine periodischen Austretungen theiit er dem Boden eine "aufserordentliche Fruchtbarkeit_- mit. Das Klima ist äulserst milde: in den Gebirgsgegenden, wo sich der Schnee zeigt, wird es im Winter zıemlich kalt, ‘und in der Ebene erreicht die. Hitze zuweileri einen hohen Grad, doch nie in dem Maalse, wie in den Provinzen Indiens, die innerhalb des Wendekrei- ses liegen. Der Kegen fehlt allein im Dezember und Januar. Produkte sind vorzüglich Reils, Waizen, Wein, Oel- kräuter, als Senf, Sesam, Christpaimen, u.s.w., Zucker, Indigo, Baumwolle, Opium, mancherlei Obstarten, Gummi-
Jack, Teakholz, Bambusrohr, Rind- vieh, Schaafe, Wildpret, Haubwild, bes. Tiger, Elephanten, Geflügel, Fi-
sche, Birnen, Seidenwürmer, Salz, Sal- peter, Boraw n. Diamanten. Die Volks- :menge besteht aus Hinduern, wreiche 9/4, derseiben ausmachen, dann aus Mongolen, Tuppos, Schinesen und an- dern Asiaten, Britten, Franzosen, Ne- gern und Malaien. Etwes der ıote Theil derselben verehrt den Islam, die mei- sten Hindus aber folgen dem Bramini- schen Kult, Die hauptsächlichsten Nah- rungszweige sind Ackerbau; welcher nit vielem Fleifse getrieben wird: Reils ist das gewöhnlichste und allgemeinste Nahrungsmittel und sein Anbau über das ganze Lanä verbreitet. Der Planta- genbau gekt vorzüglich auf: Zucker, YFabak, Seide, Baumwolle, Indigo und Opium, die die Stapelwäaren des Lan- des ausmachen. Man hält grolse Heer- den von Vieh, besonders von Rindvieh, Buckel- und Bisamochsen, Schaafen, Bezoarziegen und Elephanten, Der Kunstleils ist sehr lebhaft, undin ei- nigen Zweigen selbst vollkommener, als der Europäische. Dahin gehören be- sonders Bauniwollenweberei und Färbe- yei. Dabei kennt der Hindu keine Art von Maschine. Der Kandel ist ganz in den Händen der Östindischen Gesell- schaft: blofs an Baumwolle werden jährlich 50,000, an Seide 10,000 Zntr. nach Grolsbrittanien ausgeführt.— Kalkutta ist die erste und wichtigste Präsident-
schaft der Gesellschaft, an deren Spitze.
der Generalgouverneur von Ostindien seht, Neben ihm bestehen der höchste Rath, der erste Justizhoöf, und ein Ad- miralitätsgericht als obere Landesbe- hörden. /‘ Der Hindu hat seine beson- dern Gerichte. Die Britten haben an die Ufer des Ganges Europäische Kul- tur und. Wissenschaften verpflanzt: Das Kollegium im Fort William und die Asiatische Sozietät sind die vor- nehmsten literar. Anstalten.- Die Kriegs-
‚macht, welchsa die Präsidentenschaft‘
hält, besteht aus 8 Reg. Seapoys Kava- lerie, ı Burop. Reg. Inlanterie, 50 Reg: Seapoys Infanterie, ı Reg. Artillerie, ı Korps von Ingenieuren, zusammen ge- gen 50,000 Mann; die Einkünfte belieien sich 1809 auf 88.348,122, die Ausgaben auf 91,090,3:6 Gulden.
‚ Kalkutta,(Br._220 33’ L. 1060 5°) Britt. Hauptstadt der Präs. Kalkutta’und der Prov. Bengalen, an einem Arme des Ganges, dem Hugli, auf welchem Ste-
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ihm sind
Kal
schiffe bis an ihre Kaien gelangen kön- nen. Sie besteht ı) aus dem Fort Wil liam, 2) der eigentlichen Stadt, welche sich wieder in die Stadt der Europäer
‚and der Schwarzen unterscheidet, und
3) aus den weitläuftigen Vorstädten, u, enthält in diesen T’heilen 8,760 H., wo. von 4,300 vom Britten, 640 von Arme. niern, 2,650 von Portugiesen-und andern Christen, 56,460 von Hindus, 14,700 von Mohamedanern und so von Schinesen bewohnt werden,. Die Volksmenge be- läuft sich auf 7 bis 800,000 Einw. Die Europäische Stadt ist gut und regel- mälsıg gebaut, der Gouvernementspa- las$ unü die Strafse längs der BEsplana- de, so wie das sogenannte Gärden Reach prächtig, dagegen besteht die schwarze Stadt und die Vorstädte Mmeistensvaus Bambushütten, nnd: sıiud wie die-übrj- gen Indischen Städte gebauet, Kaikut- ta ist der Sitz des Generalgouverneurs von Indien, der höchsten Gerichte; der Asiatischen Sozietät, des Kollegiuns u, eines Bischofs; sie hat ı Münze, I ro» [ses Hospital, ı reichen‘ botanischen Garten, wichtigen Schiffbau, Manufak- turen und Fabriken aller Art, besonders inCallieos, Musselin, gedruckter Lei- newand und Teppichen, und führt ei- nen äulserst ausgebreiteten Handel, befördert durch eine vortheilhafte Lage zur Schifffahrt, durch die dasige Bank und ı5 verschiedene Assekuranzgesell- schaften. ı8ı1 wurde die Einiuhr auf 2,265-549; die Ansfuhr auf 6,592,759 Pfund Steri. berechnet,
Kallascholan, Osm. Distrikt in dem Pasch. Bagdad, der einen eigenen Kjur- denfürsten zum Oberhaupte hat.
Kallenberg, Sächs. Si. in der Schön- burg. Herrschaft Lichtenstein, dicht ne- ben dieser Stadt, mit ı82 H. und 1,200 E. Grofse Branntweinbrennerei; Weberei und Strumpfwirkerei.
Kallier, Kaliler, Conleries, Asiatisches Volk, welches mit den Hinduern eınes Stammesist, in Dekan und der Süd- spitze von Hindostan zu Hause ist, und unter Polygarenftürsten steht. Hohe, unkultivirte Menschen, die zum Theil von Räubereien sich nähren.
Kallies, Preulfs. St. ım Pommern. Regbz. Köslin, mit ı luth. K., 254 H. und 1,6073 E. Tuchweberei mit 98 Stühlen (5,647 Stück).
k@llinger, Britt. Distrikt in der Pr, Allahabad der Präs. Kalkutta, im N. an den Jumna und im W. an Bundelkund gränzend, welchen die Mahratten 1803 den Britten überlässen haben.|
Kallinger,'ı Br. 24° 58° L. 1030.59°) Britt. Stadt und Hauptfestung in dem gleichn. Distr. der”Prov. Allahabad.
Kallinowen, Preuls. Mfl. in dem Ost- preuls. Rbz. Gumbinnen, mit ı luth. K,, 38 H. und 30 E.
Kallmünz, Baier. MA. an der Naab,
wo dieser Fl. die Vils aufnimmt, im Regenlandg. Burglengenfeld, mit 2 Schi. und 903 E., die gute Violinsaiten verfer- tıgen und Brauereien unterhalten. Ho. pienbau,| ,(Br. 559 20° 54° I. 28046° ı8°°) Dän. Seest. im Stifte Seeland, mit ı2 Gassen, ı K., 2 Dän.’Schulen, 278 H, und 1,400 B. Branntweinhrennerei; Ba- ven; Schifffahrt; Handel nach Norwe- gen. Gewdhni. Ueberfahrt nach Aar- huus in Jütland, Kalmar, Schwed. Län, welches den östlichen Theil von Smäland und die
‚Insel Öland begreift, 14476 QM. grols
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