Teil eines Werkes 
1 (1817) A-K
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walde und. Vogelsberge durchzogen,

Die vornehmsten Flüsse sind in Star- kenburg der Rhein und Main, in der Rheinprovinz der Khein, in Öberhessen die Lahn, Nidda, Ohm, Schwalm und Itter. Trotz der gebirgigen-Beschaifen- heit, ist derBoden doch meistens frucht- bar und das Klima gesund, Hauptpro- dukte sind: Getraide, Spelz, Hülsen- früchte, Kartoffeln, Gemüfse, Raps, Fiachs, Tabak, Obst, Wein.am Rhein und Main, Holz, die gewöhnl. Hausthie- re, Wild, Geflügel, Fische, Bienen, Ei- sen, Kupfer, Blei, etwas Silber. u. Salz, doch letzteres bei weitem nicht zuläng- lich, wenn schon der Ertrag der Kreu- zenacher Saline Hessen überlassen ist.

"Die Volksmenge beträgt 788,000 Indiv.,

der Mehrzahl nach Lutheraner, wozu sich auch das regierende Haus bekennt, dann Katholiken, Reformirte, Juden und Mennoniten, aber mit wenigen Aus- nahmen, sämmtlich Dentsche Die Nahrungszweige beruhen auf Ackerbau, Viehzucht, etwas Bergbau und einigen: Fabrikzweigen; besonders Leineweberei, Wollenweberei, Gärbereien und Eisen- fabrikation; doch ist das Land mehr produzirend, als fabrizirend, und was es ausführt, besteht meistens in Natüur- rodukten,_ Die Lage am Rhein und Main würde zum Verschleilse derselben äufserst vortheilhaftseyn, indels wird sie bis jetzt nicht so benutzt, als sie soilte, und es steht zu erwarten, ob Mainz sich in Zuknnft zu einem bedeutenden Han- delsplatze erheben wird. Die Künste u. Wissenschaften finden manucherlei Auf- munterung; Gielsen ist die Landesuni- versität; zu Mainz besteht ı Rechtsschu- le, und Gymnasien finden sich zu Gie- Ssen, Darmstadt, Mainz, Wornis etc. Der Grofsherzog ist souverän; die Land- stände sind noch nicht wieder herge- stellt, ob solches gleich versprochen ist. Das Recht der ärstgeburt ist seit 1626 eingeführt, die Grofsjährigkeit auf das 18. Jahr festgesetzt. Mit Hessenkassel Kurhessen bestehen noch einige Gerechtsame. Der

itel ist: Grofsherzog von Hessen; der Hausorden heifst. der Ludwigsorden u. ist zur Belohnung(des Verdienstes ge- stiftet. Die höchsten Behörden des Lan- des sind: das Staatsministerium, die Ge- neralkasse, das Oberbaukotilegium, Ober- forstkollegium und Überpostexpedition, so wie das Öberappeilationsgericlit zu Darmstadt. Jede Provinz hat ihre Re- gierung, Hofgericht, Hoikammer, Rir- chen- und Schulrath und Kommission für die Souveränetätslande; jede ist ın Aemier eingetheilt. Die Staatseinkünfte mögen gegen 31/2 Mill. Gulden, das Mi- litär zwischen dv bis 7,000 Maın(ohne Landwehr) betragen. Die Länder wer- den in unmittelbare u. mittelbare ein- getheilt: zu letztren gehören die Stan- desherrschaften der Fürsten und Grafen von Isenburg, der Fürsten von Löwen- stein- Wertheim, der Grafen von Erbach, Leiningen- Westerburg und Stolberg, der Burgzrafen von Kirchberg,, der Für-

sten und Grafen Solms, der Freiherrn von Riedesei und der Graien von Schlitz.

Hessen-Homburg, Deutsches Fürsten- thum, welches der Landgraf von Hes- sen-Homburg als Deutscher souveräner Fürst mit völliger Unabhängigkeit be- sitzt, defsfalls aber noch keine Stelle in der Bundesversammlung u. keine Stim- me im Plenum erhalten hat. Die Län-

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der des Landgrafen bestehen ı) aus der Herrschaft Homburg, 1, M.mit 6,826 Einw.(s. Homburg), 2) aus der Herrsch. Meisenheim jenseits des Rheins, 3,75 QM... mit 10,136 Einw.(s, Meisenheim) und 73) aus den im Preufs, belegenen nittelbaren Aemtern Winningen, Oebis- felde und Hötensleben. Diese sämmtii- chen Gebietstheile mögen mit der Ap- panage, die Darmstadt zahlt, etwa 189,000 Gulden abwerfen. Die Residenz ist llomburg vor der Höhe, FHessenkasseil, s. Kurhessen.

fHessenstein, Kurhess. Gericht, Schl. und Dorf, in der Prov. Oberhessen, aus 43 HM. und 282 E., wovon die natürlichen Kinder des Kurfürst Wilhelm I. von der Frau von Schlotheim den gräfl. Titel führen.

Hettingen, Hohenzoll. Sigm. Mf. u, Schl. an der Lauchert, mit 570 Einw.,, welcher eine Hohenzoll. Standesherr- schaft ausmacht.

Hettstedt, Preuls. St. an der Wipper in dem Sächs, Rgbz. Merseburg, mit ı luth. K., 505 H. und 2,727 Eıhw. Bergbau auf Kupfer und Silber; Kupferhütte; Branntweinbrennerei; Wollenhandel. 4

Hetzeldorf, Eizel, Atzel, Oester. D. zwischen Gebirgen im Siebenb, Stuhle Mediasch, welches 3 Jahrmärkte hält.

Hetzendorf, Oester. k. k. Lustschlofs bei Wien im Niederöster. V, U. W. W.

Heubach, Würt. St. am Ursprunge d. Rems, in d. L. V. Fils nu. Rems,©. A. Gemünd, mit 1,070 E:. in der Nähe die Ruinen der Burg Rosenstein.

Heuberg, Würt, hoher Berg beiRott- weil, mit vielen Erdfätlen.

Heukelam,(Br. 519 52° 18'* L. 220 44° 28°) Nied. St. im Lande Arkel, der Prov. Holland südl. Theils, mit 477 E.

Heuscheuer, Preufs. Kuppe des Gla- tzergebirgs, in dem Schles. Rgbz. Rei- chenbach;, unter 3500 28° 25 Bri,' etwa 2,900 Fuls über dem Meere.

Heusden,(Br. 510 44° 4 L. 229 48° 10°) Nied.$t. und starke Festung unweit der Maas, in der Prov. Noräbraband, mit 600 H. und 1,636 E.

Heufsenstamm, Hess. Mfl. und Schl. in dem Ysenburgschen, welches als eine Herrschaft dem Grafen Schönborn. ge- hört. Er

Heverle,:Nied. D.,. und Herr- schaft der Herzoge von Aremberg, mit 1,050 E., in der Prov. Südbraband:

Henes-Szolnok, Oester. Gesp. indem Une. Kr. diesseits der Theils, 120,70QM. grols, von dem Matra_ durchsetzt und vonder Lheils bewässert, reich an Wein, Woaizen, Tabak und Alaun, Die Volks- yıeuge beläuft sich auf 109,105 meistens Magyaren, doch giebt es auch viele Zi- geuner. Man zählt ı bischöfl. St., 14 M£l., 171 D. und 105 Prädien,. Obergespan ist der Erzbischof von Erlau;. Kongrega- tionsort Erlau. en

Heves,(Br. 479: 36° 8° L. 370 58 6°) Oester. Mfl. in dergleichn, Ung. Gesp., init ı Schl. u. ı Gestüte. a

Heviz, Hevvitz, Marmbrunn, Oester, Dorf am Ait, in der Siebenb. Gespan: Weilsenburg, mit ı reform. K. und 2 merkwürdigen Quellen: dem warmen und Goldbrunnen.

Hexham, Britt, St. am Fyne,..ın der

Engl. Sh, Northumberland, mit 732 H. und 4,370 E. Oekonom. Gesellsch,; Gär-