Teil eines Werkes 
1 (1817) A-K
Entstehung
Seite
345
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- Melmershousen, Kurhess. St. an der Diemel und Sitz eines Gerichts, von 252 H. und 1,367 Einw., in der Prov. Nie- derhessen; ummauert, mit 3 Thoren, ı K., 163 H. und 887 Eınw., worunter 95 Gewerbe treibende und einige Juden.

Helmond,(Br 510 29° 4" L. 230 19°23°) Nied. St. an der Aa, in der Prov. Nord- braband, wit ı Kastelle, 373 H. u. 2,489 E. Zeuchwebereien; starker Handel mit Leinewand.

Helmsley, Britt. Mfl. am Rye, dem Nordriding der Engl. Sh, York. .. Helmstedt, Braunschw. Kreisgericht im Schöningenschen Distrikte, gr QM. grols, ‚mit r St., 3: D., 9 einzelnen- fen, 1,612 H. und 12,174 E

Helmstedt,(Br. 52% 13° 45° L. 280 ar) ‚Braunschw. St. und Sitz eines Kreisger. unter dem Eize, ummauert und mit ei- nem zu Alleen eingerichteten Walle umgeben, mit 4 Thoren, 2 Vorst., 5 öf- fentl. Plätzen, 2K., 3 Hosp., 659 H. u. 5,260 E. Das Julium oder die Gebäude der vormaligen Universität; das Jung- frauenkloster Marienberg; die grolse Domäne Ludgeri, aus einem vorm. rei- chen kathol. Kloster entstanden, mitı

in

kath. K.; ı Pädagogium; ı Waisenh.; v

Flanellmf.; ı Liqueurfbr.; ı Essigbraue- rei; 2 Cichorien-, ı Pieifenfabr.; Han- del. ı Windmühlen,. Unweit der Stadt im Marienberger Forst der Helmstedter Gesundbrunnen mit.geschmackvolien Anlagen, und auf dem Korneliusberge die Lubbensteine. Geburtsort des Poly- histors Herm. Conring+ 1681. Helsingborg,(Br. 56° 2 55° L. 300 23° 2) Schwed, St. am Sund, der bier eine aibe Meile breit ist, in Malmohuslän. 'Sie besieht nur aus 2 Stralsen und hat 1,955 E. Erziehungsanstalt für Frauen- zimmer. ı Eisengielserei, die bes. Oefen lietert; ı Töpferei, ı I'hransiederei; ı neuerdings angelegter Haven, ÜUeber- fahrt nach Dänemark.

Helsingfors,.-(Br.. 600 5° L..440 40) Russ. St. an der M. der Wanna in den Finischen Busen, mit 3,142 Einw. Tiefer, sicherer Haven; Schifffahrt mit 15 Schiffen von 1,4372 Last; Holzausfuhr,; Ziegeleien; Ta- baksbau,

Heisingland, Schwed. Landsch,, die zu Geflehorgslän gehört, 2156.QM. grofs ist und 52,000 E: enthält, die so viel Korn, Flachs und Kartoffeln bauen, als sie zur Nothdurft brauchen, eine starke Viehzucht und Bergbau auf Ei- sen(jährlich 55,074 Zntr.) unterhalten und wohlhabend sind. Das Land wird von dem Ljusna durchströmt und hat Gebirge und mehrere Seen, worunter der Hariela und grolse See. Im Gan- zen ist es aber lange so wild und rauh nicht, als Herjedalen.

Heisingör,(Br. 560 2° 17° L. 300 17°47°°)

Dän. St.. an der schmalsten Stelle ‚des Sundes, in dem Stifte Seeland, A. Fre-

deriksborg; ummatert, Mit dem festen

Schl. Kronborg, wo der Sundzoll erlegt

werden muls, 2K:, ı Land- und ı See» hosp., 64% H. und 7,000 E. Zoilkammer, 2 Zuckersiedereien, Branntweinbrenne- reien, Haven und Rheede; Handel, mit 30 Kaufhäusern; Schifffahrt; Geburtsort des Geschichtforschers Joh. Isaak Pon- tanus+ 1640. 7 ee

Helston, Britt. St. am Low, in der Engl. Sh. Cornwall, mit breiten u. gut bebaueten Stralsen und 3,009 E.: Oekon. Gesellsch,)

im Gouv. Finland,

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‚Heltau, Nagy- Disznod, Oester. Dorf am Zoodbache, im Siebenb. Sachsen- stuhle Herrmannstadt. Woilenweberei, jährlich 2,000 Stück, Obstbau, besonders Kirschen und Batulienäpfel.

"Helverien, die Schweiz, der Bund der Fidgenossen, Europäischer Köderalstaat zwischen 23° 24° bis89 10° ö. L. und 469 12° bis 490 42° n.Br., im N. an den Deut- schen Staatenbund, im O. au Oester- reich, im 5. an Oesterreich, Sardinien und deg Genfersee,- im W. au Frank- reich gränzend, 870,65 N he grofs. Eın Land, wo die Natur selbst mit sich im Widerspruche steht, wo die grölsten Schrecknisse mit den höchsten An- nehmlichkeiten, das eisige Klima unter den Erdpolen mit dem brennenden un- ter dem Erdgürtel, Grönlands Unfrucht- barkeit mit den lachenden Reizen ei- nes Tempe abwechseln, ein Land, wo der Mensch nicht minder kontrastirty als die ihn umgebende Natur, die rohe Einfalt des ersten Menschenalters im einsamen Hirtenthale mit der erkfin- stelten Verfeinerung des Helvetischen. Städters! Die Oberfläche ist ganz mit Gebirgen bedeckt: Hier schürzt Euro- pas Hauptgebirge, die Alpen, seluen Knoten, und verbreitet sich von hier- aus in mehrern Zweigen hin bis an die

‚Pyrenäen, dort bis an den kalkan. Von

Basel.bis Fryburg erh«ben si:h die Ber- ge nicht über 3,600 Fufs,. in dem sünli- chen Theil dagegen erreichen sie eine Höhe von 13,000 Fuls und geben eıner Menge von Flüssen das Daseyn, wohin besonders der Rhein, der Rhone, der Inn und Aar gehören. Die Gipfel sind mit beständigem Eise und Schnee be- deckt und stehen als ungeheuere Glet- scher da: zwischen denselben. breiten sich viele, nicht unbeträchtliche Seen aus; der Genfer-. Vierwaldstädter-, Neuenburger , Wallenstädter-, Zür- cher-,\ Bieler-, Brienzer-, Zuger-, Murtenersee, dann an der Deutschen Gränze der Bodensee. Der Boden in den Thälern ist schwer, und zum Taeil ganz fruchtbar, besonders an der Aar; in den gebirgigen Gegenden indels oft so dünn mit magerer Erde bedeckt, dals man wenig oder gar keinen Ackerbau treiben kann. Das Klima ist höchst ver- schieden: in den eigentlichen Aipenge-

enden kalt, rauh und so unfreundlich, Ach der Aelpler höchstens 8 Wochen lang auf den Alpen wohnen kann, in den südlichen Thälern herrscht durch- gängig das heilse Italienische, in dem nördlichen Theile Deutsches Klima, doch aber der vielen Berge, Seen und Moräste wegen höchst abwechselnd. Die Volksmenge beträgt, nach den neuern Ausrundungen, 1,713.8o Köpfe, der Hauptmasse nach Deutsche, deren Sprache jedoch in 20 verschiedenen Dia- lekten gesprochen wird. Die Kantone Waadt u, Fryburg haben Französische, der Kanton Teessino Italienische Bewoh- ner, und in einigen Thälern von Bünd- ten wird Romanisch gesprochen._ Die Religion ist theils katholisch, theils re- formirt, doch giebt es auch viele Lu- theraner, die F, au in keinem eınzıgen Kanton. die herrschende Kirche ausma- chen, und einige Juden, Hauptnah- rungszweig ist die Viehzucht, besondere die Hornviehzucht, die an den Alpen in Sennwirthschaften getrieben wırd, und die berühmten Schweizerkäsve, But- ter, Talg, Häute zur Ausfuhr liefert; die Schaafzucht ist bei weitem sy be-