ä E “ ® ı i ’
j “ Ä
328 ‚Hab
ı Tuch-, ı Leder- und ı Wollenzeuch- fabr. u. 33 Tuchweber. ı Wachsbleiche, ı Steinschlieiferei. Gefecht von 174%. Habern, Oester. Mfl. von ı60 H. und Schl.„in dem Böhm. Kr. Grzaslau. "" Habesch, Afrikan. grolse Landschaft anf der Ostseite dieses Erdiheils,' zwi- schen 350 bis 50 ö. L. und 0° bis 150 zo‘ n. Br., im N. an Nubien, im O.an das Rothe Meer, im$S. und W..an die innern Länder Afrika’s gränzend. Areal: 22,000 QM. Oberfläche: zum Theil, bes. in Tigre und Amhara, gebirgig, zum Theil eben. Gebirge; die Habeschini- schen Alpen,, die sıch hier zu einer be- trächtlichen Höhe erheben und mei- stens den Namen Amba führen. Ge- wässer: der Nil, der hier seinen Ür- sprung nimmt, der Tacazze und Mareb, der Yasso; der Havasch; der’Anazo. Der See Tzana. Klima: in den Thälern und Niederungen'selr heifs, auf der Hochebene gemälsigt, auf den Gebirgen sogar rauh, Die Afrikanische Schweiz. Vom Mai bis Septbr. dauert die Regen- zeit, Produkte: Getraide, auch Hirse und Tef, Gemüfse, Flachs, Südfrüchte, Wein, Zuckerrohr, Kaffee, Baumwolle, Sennesblätter, Bambusrohr, Eben- und Sandelholz, Rindvieh ohne und mit ün- geheuern grolsen Hörnern, Pferde, Ra- meele, schwarzhaarige Schaafe, Ziegen, viele wilde T'hiere, auch die Giraffe, Fische, Bienen, Seidenwürmer, Gold- sand, Eisen, Silber, Steinsalz und an- dere Mineralien. Volksmenge: wohl nicht unter 4 Millioren, da das Hand in seinen gebirgigen‘ Theilen ziemlich bevölkert ıst.° Die Einwohner sind theils Agazianen; wahrscheinlich von Arabischer Abstammung, mit den Gheez- und Amharischen Sprachen, und die an- sässigen Bewohner des Landes, theils Agows ung Gallas, theils-Shangallas u. andere Negerstämme, theils Araber und Juden. Die Agazianen bekennen sich sämmtlich zur Jakobitischen Religion und haben einen Oberpriester, Abunah, der unter dem Koptischen Patriarchen in Aegypten steht; die Araber sind Mo- hamedaner, die Gallas, Shangallas und mehrere andere Stämme Fetischanbeter oder ganz ohne Religion. Nährungs- zweige: bei den Agazianen Ackerbau, Viehzucht, selbst eıniger Kunstileils, die übrigen Nationen sind meistens Hirtenvölker. Ausfuhr; Gold, Sklaven, Elfenbein, Korn, Gewürze, Affen, Papa- aien, Häute, Leder, Tuch, Honig und Wachs. Die Hauptausfuhr geschiehet über Massowah und Suakem, Städte, die in den Händen der Araber sind.$taats- verfassung: Habesck stand vormals un- ter. einem einzigen Monarchen, dem Ne- gus, der ganz unumschränkt herrschte, aber seit einigen Jahrzehnten haben die Gallas grofse Provinzen von dem Rei- che abgerissen,»und eigene Staaten ge- bildet; auch hat sich der Ras oder Vi- zekönig. von Tigre der Oberherrschaft des Negus entzogen, der jetzt zu. Gon- dar uäter der Gewalt des Guxo verlas- sen und ohne Einfluls und Macht lebt. Dock scheinen noch‘sowohl der Ras, als der Guxo, dem Namen nach ihn für ihren Oberherrn anzuerkennen. Ein- theilung: in 4 von einander verschie- dene Theile: ı) das Reich Tigre unter der Oberherrschaft des Ras, welcher
zu Antala residirt, gegen 30,00oo Mann
in das Feld steilen kann und über das anze mittlere Habesch herrscht; 2) das eich Amhara unter Oberherrschaft des
Had
}
Guxo, eines Galla, der den westlichen Theil des Landes inne hat. In dem Umfange seines Staats liegt die Stadt Gondar, der See Tzana und die Quellen
des Nils. 3) das Reich des Murd-Azx
mai, ebenfalls eines Galla, welcher die beiden südlichen Provinzen Efat and Schoa beherrscht und zu Ankobar!esi- dirt. 4) Die Küste Habesch, im-O. am Kothen Meere von Arkiko bis Bıb el Mandeb reichend, ein dürrer und was- seriöser Landstrich, welchen hohe Ber- ge vom übrigen Habesch trennen, Die Küstenplätze sind, wie Massowat und Arkiko, in der Gewalt der Araber Das
‚Innere bewohnen eine Menge wilder ‚VWölkerschaften, worunter dıe Assubo-
Galla, die Dobaneger, die Allas:Galla und an der Küste die Stämme der Dum- hoela, Hazorta’und Russamo, di, wie die übrigen Stämme in diesen segen- den, meistens zu den Danokils gthören, (s. Salt’s Reise nach Abyssinien, übers. von Rühs, Weimar ı$ı5.) Habichtsinseln, der veraltete Name
‘der Acoren.
Habichtswald, Kurhess. Begrücken
in. der Provinz Niederhessen, im W.
von Kassel, stark bewaldet undreich an Steinkohlen, Fast in der Mite steht der Winterkasten und.der Herkules, Anlagen, die zu dem Lustschl. Wil- heimshöhe gehören.
Habsal,(Br. 580 53° 45% L.. 41018‘) Russ. Kreisst. an einem Meerbusen, im Gouv. Ehstland, mit ıK-.,< Schulen, 148 H. u. 591 Deutschen E. Eaven; ge- ringer Seehandel, jährlich klariren 6 bis 8 Schiffe ein.
Habsburg, Helv. ruinirt:s Bergschl., im Kanionf Aargau, auf ener Anhöhe am rechten Ufer der Aar, in dessen Trümmern noch ein Hochwächter wohnt. Stammort des Er:;hauses Oester- reich. Am Fufse desselb:n jenseits der Aar das Habsburger‘oder Schinznacher Bad mit guten Anstalter, jährlich von 100 bis 200 Familien besucht.
Habsheim, Franz. Mfl. von 136 H. u. 1,416 E., im Dep. Oberrhein, Bez. Alt- Kirch.
Habsthal, Hohenzell. Siegmar. Schl., vormals ı Kloster, worin eıne Privat- schule für bürgerliche Mädchen errich- tet ist.
Hachenburg, Nassau. Stadt auf dem Westerwalde und Sitz eines A. mit 1,300 Einw.
, Britt, Mfl. in der Iri- schen County Carlow.
Hackensack, Nordamer,.Hptort der Newjersey County Bergen, mit 1,916 E. Akademie,
Hackney, Britt. Mfl. in der Engl. Sh. Middlesex, mit oo H. u. 4,000 E. Meh- rerlei Febriken.
Haucsfeld, Zsomboly,(Br. 450 45’ 30° L. 380 23° 37°”) Oester. Mil. in der Uns. Gesp. Torontal.
Hadamar, Nassau. St. und Amtssitz an der Elz, auf dem Westerwalde, mit ı Schl, u. 1,500 E., vormals Hauptstadt eines eigenen Fürstenthums, welches 1815 von Preulsen an Nassau abgetreten ist, Vortrefliche Viehzucht.
Haddingtoun, Britt. Shire in Skot- land, zwischen 140 37° bis 1530 20° ö.L. u. e 44° bis 560 4‘ nördl. Br., im N. an das
euische Meer, im O. und S. an Ber- wiek, im W. an Edinburgh gränzend, 13:96 QM: grols, mit 31,164 E. Die kleine
. Shire ist gut angebauet, hält 9,720 Stück
Fee mr+) Ben


