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wehrfabrik, Gold- und Silberdräahtzie- herei; Wachsbleichen,, Handel mit Messen. Grodziesko, Russ. St. Woiw. Masovien, 428 Einw,
in der Poln.
Oester. Mfll. im inner-
Grödming, öster. Kr. Judenburg, unweit der Ens, mit ı00 H.
Gröden, Gardena, Oester. Thal am Grödnerfl. im Tyrol, Kr, Bozzen. Es wird von etwa 3,500 Menschen bewohnt, die ein Italienisch- Deutsches Patois re- den, und sich theils von Spitzenklöppe- lei(jährlich für 25,200 Gulden) und Bil- derschnitzelei aus dem Holze der Zirbel- nufskiefer(jährl. 54,000 Gulden), theils von der Viehzucht und Hausixhändel nähren.
Grömitz, Dän. Mfl. an der Ostsee, in der Landsch. Wagrien des Grolsherz. Holstein, mit 134 A. und goo E. Schifi- fahrt.
Gröneberg, Han. A. in der Prov, Os- nabrück, mit 19,845 E.
Grönenbach, Baier. Mfl. und Sitz ei- nes Landger. von 53/4, QM. und 11,492 E. im Illerkr.; er hat 1,300 Eınw. u. ı Kat- tunmf. Ä Bi
Gröningeen, Australinsel unter 100 10° s. Br. ,„ die Roggeveen gesehen, aber nicht untersucht hat. Sie soll eine be- trächtliche Gröfse haben, ist aber seit- dem nicht weiter besucht.
Gröningen, Nied. Prov. zwischen 230 31. bis 240. 46° 6. L. und 520 45° bis,550 28° n. Br.,im N. an das Deutsche Meer, im O, an Ostfriesland und Meppen, im. an Drenthe und im W. an Friesland gränzend. Areal: 36,73 QM., Volksmen- ge: 135,642 E., in 3 St., 2 Mfl. und& D., meistens Reformirte mit 7 Klassen und 171 Pfarren, dann Anabaptisten mit 27, Katholiken mit 10, Lutheraner mit 3 u. Kollegianten mit 2 Gemeinden, Ober- fläche:. eben, äufserst niedrig u. durch starke Dämme gegen die Fluten des Meers geschützt, übrigens durchaus von Kanälen durchschnitten. Boden: gröls- tentheils Marsch mit weitläuftigen Mo- rästen und Sümpfen, strichweise Sand und Haide Gewässer: die Flüsse Fivel, Hunse, Westwolderaa und Lauwerz; der Dollart und Lauwerzer Busen; das Schild- u. Zuidlaarkermeer. Produkte: Hindvieh, Pferde, Schaafe, etwas Korn, Rapssaamen, Torf, Kunstfleifs: Leine- weberei, Töpferei, Wollweberei, Zie- gelbrennerei. Sonstige Nahrungszweige sind Schifffahrt, Fischerei und Handel. Staaisabgaben: 1,300,009 Gulden. Ein- theılung: in 3 Distrikte, Gröningen mit 53,135, Appingadam mit 40,741 und Win- schoten mit 41,743 E.:
Gröningen,(Br. 53010° L.24Pı1°) Nied. Hauptstadt der Prov. Gröningen, an der Hunse und Fivel. Sie ist mit tiefen Graben, hohen Wällen und ı7 Bollwer- ken umgeben, gut gebauet, zählt 8Tho- re, 8 Brücken, 3 grofse Plätze, worunter der Sreemarkt der grölseste, ı2 K., 6,000 H. und 96,044 EB. Sitz des, Gouverneurs und der Dikasterien; Handelsgericht; Taub- und Stummeninstitnt. Universi- tät mit 5 Fakultäten und ı9 Prof.; lat. Schule; Gesellsch. pro excolendo jure patriae; physik. chemische(Gesellsch.; Akademie der Zeichnen-, Bau- und Schifffahrtskunst. Fabrik von Schreib- federn; Leinen- u. Wollenzeuchwebe- vei. Geburtsort des Kritikers Tıb. Hem- sterhuis+ 1766, des Orientalisten Alb.
init ı kath. K. und’
. ewige Nacht,
‚nicht durchzudringen.
rö
315
Schultens+ 1980, des Philos. Joh. Wes-
sel+ 1489, des Literators Agricola(Hus- mann)+ 1485‘und des berüchtigten Ba- ron von Ripperda. Gröningen,(Br. 51036'3°° L.28051° 33"). Preuls. St. an der Bode, in dem Sächs.
\gbz. Magdeburg; mit 1 Schl., 2K., I Hosp., 369 H. und 2,222 E.'| Garuspinne-
rei, Flachsban.
Gröningen, s. Markgröningen.
‚Grönland, eine zu Amerika gehörige, zwischen 60 bis 80° n. Br. belegene, in ihrem südlichen Theile nicht sehr brei- te und in.das Kap Farewell auslanfende Halbinsel.: Sie ist gegen 20,000 QM: grols, und wird in Ost- und Westgrön- land eingetheilt. Jene längs dem Skan- dinavischen Meere belegen, war im Mit- telalter. angebatuet und bewohnt, und zählte in seinen beiden Haupttheilen 2 Ki, ı6K. und 300 D., ‚ist.aber jetzt we- gen der vielen Bisfelder und Eismassen,
die dasselbe beständig umgeben, ganz unzugänglich und daher völlig'unbe-
kannt geworden. Dieses, oder West-
grönland, liegt theils an der Davis- strafse, theils an der Bafflinsbai, und isE
den,Europäern wegen des Wallhsch- u. Robbenfangs wichtig, welshalb auch
die Dänen daselbst Niederlassungen ge-
‚gründet habeu.— Ein hohes felsiges
Land, welches sich gleich zunächst des
Meers in unzugängliche, Klippen, er-
hebt; tief eindringende Buehten zer-
schneiden, die Küste und'nngeheuere: Gletscher bedecken das Innere, wohin
sich auch noch nie ein Europäer wagie.
Das Klima ist zwar rauh, doch aber bis
64% noch erträglich, jenseits aber völlig
erstarrend: vom August bis Mar belegt
sich das Meer mit Eise, u. oft schmilzt
im Juni der Schnee noch nıcht. Vom
30. Nov. bis ı2. Januar herrscht eine
blofs durch die Gestirne
ind häufigen Nordlichter erhellt. Der’ Sommer ist angenehm, vergeht indels
zu schnell, und die Vegetation vermag Aufser krüppli-
chen Weiden und Birken, vielartigen
Moosen und mehrern antiskorbutischen
Pflanzen bietet das Gewächsreich wenig
mehr als einige Beeren, überhaupt nur
73 Pflanzenarten dar. Das Mineralreich
hat zwar Steinkohlen, Eisen, Amianth,
aber seine Schätze können aus Holz-
mangel nicht benuizt werden. Das
Thierreich zählt 13 Arten von Landvö-
geln und besitzt von Quadrupeden Bä- ren, Füchse, Haasen, Rennthiere,, Bi-
ber, Hunde, vorzüglich aber ist es das Meer, welches hier Menschen ein küm- merliches Daseyn gewährt; es wimmelt von Fischen, der-Strand von Phoken.
Die Ureinwohner sind Eskimo’s, ein schwaches Polarvolk, das längs der Kü-
ste in Höhlen und Hütten wohnt, und von Fischerei und RKobbenfange lebt.
Ein Theil von ihnen hat durch-die Be-
mühungen der Missionarien, ‚besonders. der Mährischen Brüder, deren 4 unter ihnen leben, das Christenthum ange-
nommen, die übrigen sind noch Fetisch-
anbeter,— Dänemark rechnet Grön-
lands Westküste zu seinen Besitzungen,
und hat das Land unter 2 Inspektorate,
das nördliche und südliche, vertheilt,
welche zusammen ı906 ı7 Pflanzörter
mit 6,046 REinw. enthielten. Julianshaab
ist darunter die wichtigste. Aulser den
Pflanzörtern mögen etwa 10,000 Einge-
borne wild umherstreifen:
Grönsund, Dän. Meerenge zw. den
Inseln Falster und Möna.


