Teil eines Werkes 
1 (1817) A-K
Entstehung
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stenthum hat seine eigene Landschaft, die aus Herren, Rittern und Städten besteht; an Regierungsbehörden aber ı Landesregierung, ı Oberkonsistorium, Kammer- und ı Oberstenerkoilegium. Das Schulwesen befindet sich in muster- haftem Zustände; das Land hat aber kei ne eigene Universität und nur ı Gym- nasium zu Gotha. ‚Es wird in ut Aemter Tenneberg, Reinhardsbrunnen, Geor- genthal, Schwarzwald, Kranichfeld, Ich- tershausen, Gotha, Tonna, Volkenrode, Römhild und in 32 Gerichteabgetheilt. Gotha,(Br. 500 57° 4° 1. 289 22*,38°°) Goth. Hauptstadt des gleichnamigen Fürstenihums und: eines A., mit 3,150 H. und 18,690 Eınw. Sie liegt an derLrine, 1,240 Fuls über.dem Meere, ist offen, aber mit schönen Promenaden umgeben, und bildet einlängliches unregelmäfsi- ges Viereck, auf dessen höchstem Punk- te das herzozl. Residenzschl. Frieden- stein steht. Man theilt sie in den östli- chen und westlichen Theil! Beide ent- halten 4 Thore, z Plätze,'ı6 Hauptgas- sen,.+ herzogl. Kesidenzschi., 7 K.,: Hosp., ı Krankenh,, 1, Armenh.,. ı Ar- beitsh., ı Fräuleinstift, 1,340 H., mit nächtl, Beleuchtung, wovon zı4 in den Vorst, stehen, und 11,600 E..(1803 11,327 mit dem Militär). Herzogl. Residenz; Sitz der höchsten Behörden u. der Lan- desdikasterien; Gymnasium mit 4 Rlas- sen und einer Bibliothek von s,000 Bän- den; Bürgerschule; ‚Mädchenschule; Schullehrerseminar; Freischule: Grofse herzogl. Bibliothek mit 60,000 Bänden;

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erzogl. Handbibliothek mit 20.000 Bän- h gl. Handb bliothe} t ‚ooo B den; Münzkabinet; Kunst- und Natu-

ralienkabinet; physikalisches Kabinet; Arcaiv..ı Musselin- und Katinnmanuf., welche go Menschen beschäftigt; ı Por- zelanfabr.; Gärbereien; Tuch- u. Fries-, auch Leineweberei.. Man macht Lei- nen- und Wollengarn, wollenes Band, Kammlotte, Schuhe, bunte Papiere, In- strumente, Bildhanuerarbeiten und treibt lebhaften Handel. 4 Buchhandlungen; ı Buchdruckerei; 5 Leseinstitute; 17 Buchbinder. Verlagsortdes Anzeigers der Deutschen, der Nationalzeitung, des Go- thaer Hoialmanachs. Bei der Stadt das Lustschl.,Friedrichsthal mit dem Oran- geriegarten, und im der Seeberg mit der Sternwarte.: Geburtsort des Dichters F., W. Goiter+ 1797.®

Gotschee, Oester.$t. im Tllyr. Kr. Neustädtl mit dem Schl. Auersberg, 450 FA. und 1,600, E, Leineweberei;"Töpfe- rei; Verfertigung hölzerner Waaren.

Goischdorf, Sächs. D. in der Prov. Oberlausitz, mit 28 H. und ıoo E. Vor- mals war hier eine Mineralgnelle in Rufe, die aber jetzt blols unter dem Namen des guten Brunnens bekannt u. nicht benutzt wird.

Gotschewerer,: Öester. Volksstamm von Deutscher Abkunft, im lLilyr Kr, Neustädil, auf einem Raume von 8OM. um die Stadt Gotschee her selshaft.Sie reden ein altes Deutsch, haben eine be- sondere[racht und 8Sitten, und hausiren mit ihren trockenen Früchten, Schleif- steinen, Stroh- und Holzwaaren durc ganz Oesterreich bis Rulsland hin.

Gottalengo, Oester. Mil. an. einem Kanale, in der Mail. Dlgz. Brescia, mit

2,500 Einw,

Gottesberg, Preufs. St. an einem ab- hängigen Berge, in dem Schles. Rebz, Reichenbach, mit ı kath., ı luth. K., 249 H. und 2,071 Einw. Strumpfweberei

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(10,544 Paar), Handschuhmacherei(50,580 aar), Leineweberei(24,808 Schöck). Goltesgab, Oest. Bergst. im höchsten rauhesten Gebirge des Böhm. Kr. Einbo- gen, mit 130 H. und 1,521 Einw. Eisen- ‚und Zinngruben; Torfstich; Spitzen- klöppelei. _Golteshausbund, einer der 3 Bunde des Helvet, Kant. Bündten, 60,50 QM., zmıt 27,900 Einw., in ıı Hochgerichte ab- getheilt.| $, Gotthard,(Br. 460 56° 40 L. 330 59°.33°') Oester. Mfl. an der Raab, in der ng. Gesp. Eisenburg. Weinbau; be- suchte Jahrmärkte. Schlacht zwischen den Oesterreichern und Türken 166. $. Gofthard, Helvet. Berg zwischen den Kant. Uri und Tessino, unter 269 6% Br. und 4650 27 1L., über welchen eine befahrne Heerstraßse führt. Seine höch- steSpitze, Pettina, milst 3.385, der höch- ste Funkt der Stralse, 6,357 Fufs über dem Meere. Anmdemselbeu findet man 30 Seen, 8 Gletscher und die Quellen des Rheins, Rhone, Tessin u. der Reufs. ı Die Teufelsbrücke, das Urnerloch.

Gottland auch: FFisbylän, Schwed. Län, welches blols aus der Insel Gott- land mit den umher belegenen kleinen Eilanden besteht, 36,06 QM. gröfs ist, un. eine Volksmenge von 22,988 Einw., ın ı St. u. 1,099 Höfen falst,; ein einfa- cher gutmüthiger Menschenschlag, der mit. der groflsen Welt ganz unbekannt ist, keiten ansässigen Adel hat und wohlhabend ist. Die Insel istan den Küsten bergig, im Innern flach, mit ei- nigen kleinen Flüssen; wie derGothum, und mehreren Seen. Der Boden bringt Korn und schmackhafte Rüben hervor, hat gute Weiden und Holzwüchs und von Mineralien besonders Kalk, Sand- und Mühlsteine. Die Wolle von den ‚hiesigen Schaafen ist berühmt, An den Küsten fängt man Seehunde und See- vögel, auch Eidergänse, und das Meer liefert eines erstaunliche Menge Dor- sche und Strömlinge. Hauptstadt ist Wisby,

Gottleube, Sächs. St. in dem Meifsn, A. Pirna an der Strafse nach Prag, mit 93 H. und 409 E.

Goftlieben, Helv, Mfl. am Ausflusse des Rheins in den Untersee, im Kanton Thurzau,

Gotto, Japan. Eiland eines Fürstenthums.

Gotto, Afrik. Negerreich im S. von Tombuktu, ganz unbekannt.

Gottorp,:Dän. Schl. auf einer Insel des Fl, Schley, im Herzogth. Schleswig, dicht bei der Stadt Schleswig; vormals Residenz der Herzoge von Schleswig- Holstein, jetzt Sitz des kön, Statihalters und der höchsten Dikasterien der bei- den Herzogthünmer,

Gottow, Preuls. Dorf im Brandenb.' Rbz. Potsdam, mit'r K., 26 H. und ı85 R. Grolse Eisenhütte mit ı Hochofen, 2 Stab- und ı Zainhammer.

‚G@otisau, Augie Dei, Bad. Domäne in dem Pfinz- und Enzkr., Stadtamt Dur- lach, nur Ya Meile von Karlsruhe, wo- hin eine Pappelallee führt. Eshatı Schl., vormals eine berühmte Benedik- tinerabtei, und eine beträchtliche Deko-

mit dem Titel

nomie mit einer Spanischen Schäferei.

Gutisgab, Baier, Hüttenort in dem Main. Landgericht Kemnarh, ‚mit ı Hochofen, zu dem Bergwerksreviere des

gehörig.

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