Teil eines Werkes 
1 (1817) A-K
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281
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Galan, Franz. Stadt am Baize, mit 908 Einw., im Dep. Oberpyrenäen, Bez, "Larbes. Galantha, Oester. Mfl. in der Ung. Gesp. Presburg, mit.2 Kastellen der Esterliazys, mehrern Bdelhöfen, ı kath., ı griech, unirt. K, und 2,300 E., worun- ter viele Zigeunery die als Musiker ım Lande umherziehen, ‚Bereitung von

Kürbisöl. Galashiels, Britt. D. in der Skot Sh. Roxburgh, mit 1,000 BE. Wollenzeuch- weberei unter dem Namen Galashiels Greys. alatz,: Osm. St. an der Donau, im

Moldau. Bez. Kohurlu, mit 5,000 Einw. Haven am Strome; beträchtlicher Han- del, besonders mit Wein, Wachs, Ho- nig, Häuten, Pflaumen, Vieh, Pfeifen- röhren, Schiffswerfte.

Galesong, Asiat. kleine Provinz auf der Südküste von CGelebes, dessen Ma- laischeBew. für die befsten Seeleute der Insel gelten.

"Galgar, s. Inguschen.

Galibjer, Galiben, Nmer, Völkersch. im Franz. Guyana his zum Orinoko; sie ist zahlreich, lebt unter sich verträg- lich, aber mit den Europäern in steter Feindschaft, wie sie denn Sich noch völlig unabhängig zu erhalten gewulst hat.

Galicia, Span. Provinz zwischen 80 26 15° bis 100 52° 6. L. u. zw, 400 56° bis 130 46°»4o'' n. Br., im N. und W. an den Ozean, im. an Asturias, Leon u. Val- ladolid, im S..an Portugal gränzend, Areal: 78940 QM. Oberfläche; ‚bergig, mit weiten'ihälern und einigen. Ebe- nen. Boden: meistens stein!g und ma-

ger, strichweise gut und fruchtbar.- Ge-

birge: das Cantabrische Gebirge, wel- ches hier in dem Vorgb. Ortegal u. Fi- nisterre unter das Meer taucht, Gewäs- ser: der Mi stenflüsse, die bei ihren M. Rias' bilden, überhaupt 44 Fl. Klima: an den Küsten gemälsigt, auf den Bergen rauh u. kalt, die Luftim Ganzen feucht und nebe- licht, doch. gesund. Produkte: Korn, treflicher Flachs, Kastanien, Wein, Holz, die gewöhnlichen Hausthiere, Seefische, Bienen, einige unbenutzte Metalle; kein Oel u, kein. Salz. Volks- menge 1707: 1,142.630, nach Antillon aber 1,400,000 Iud., worünter 15.699 Geistliche und 13,78ı Hidalgos in 7 Ciudäd,., 77 Mıl- las, 3,425 D., 5,658 Pueblos und. 33083 it 99Kl. und 3 milden Stif- tungen. Nahrungszweige:! ein ileifsiger Ackerbau, der doch nicht zureichendes Korn liefert(überhaupt 3,691,250 Fane-

as ar allerlei RKoörnfrüchten)) starker einbau(2,961,2350 Arroben), Viehzucht

mit 18230 Pferden, 17,090 Mauleseln, 12,050 Eseln, 88,667 Rindvieh, 764,509 Schaafe, 73,011 Ziegen u. 142,256 Schiveir By Bienenzucht(‚Honig 707, Wachs 347% Zutr,), Fischerei und Leinewebe- rei(Sr5ß0 00 Varas Leinewand, 200,000

Dutzend Strümpfe); Auswanderung\in fremde Provinzen: jährlich ziehen mehr als 170,000 Galizier dahin._ Aus-

fuhr: Rindvieh, Fische, Leinewand, lei- nene Bänder und Strümpfe, Häute, Le- der, gesalzenes Fleisch, Schinken, Wür- ste, Käse, Pferde, Maulesel, Kastanien, Nüsse, etwas Wein, Seife und Holz- waaren. Ausfuhr 1794: 283,1ri, Einfuhr 992,718 Gulden, die Bılanz mithin gegen die Provinz.:.%Gali-

eia gehört zur Krone von Castilla, hat aber sein eignes Provinzialrecht, seinen

‚reift hier die Minho, Sil u, viele kleine-

"KRübsaamen,

Gal 281

Generalkapitän, eine königl. Audienz zu Coruna, und steht unter den Diöze- sen von Santjago, Lugo, Mondonedo, Orense und Tuy. Statt den Rentas pro-

vinciales zahlt es eine Landsteuer von 211,766 Gulden. Eintheilung: in 7 Pr vinzen.

Galiläisches Meer, s. Bahr el Taba-

‚ryak:

Gelipoli,(Br. 400 25° 33 1.440 17° 15°) Osm.,Stadt und Hauptort einer Rumel, Sandsch,, den man als Stellvertreter des Kapudan Pascha ansieht, weichem zugleich dessen übrige Uferstädte und Inseln untergeordnet sind. Die Stadt liegt an der nach ihr benannten Meer- enge(dem Hellespont), ist-offen,. hat aber ı festes Kastell auf einer Anhöhe, 2 Haven und 17,000 E.,' worunter 10,000 Osnanen, 3,500. Griechen und 3,500- den. Griech, Bischof, Einige Gewerbe und Handel.

. Galiisch,(Br. 590 11°. 1. 600 22°) Russ. Kreisstadt am Galizkischen See, in dem Gouv. Köstroma, mit 400 H. u. 3,200 E. ı Leinewandmf.mit. 50 Gesellen.

. Galizien, Oester: Königreich, zw. 360 20° bis 449 35° ö. L. und 470 50* bis 500 45° n, Br., im N: und®. von Rulfsland, im S.. von der Moldau, im S. von Sie- benbirgen und Ungarn, im W. von dem Oester. Schlesien begränzt, 1,518; 37 QM, grols) Eine unabsehbare, von dern Kar- pathen, stufenweise abfallende Flache, über welche hie und da ein bewaldeter Hügel oder ein Flufsufer hervorrapt; der Boden sehr verschieden, im Ganzen produktiv; Gebirge: blofs die Karpathen mit einigen Vorbergen; die vornehm- sten Flüsse: die Weichsel, der Dniestr, Dunajez, San und Wisioka. Kein Ka- nal, kein Binnensee, aber viele Teiche; das Klima gemälsigt und ge-und,doch Traube»icht mehr im Grofsen. Produkte sind: Getraide aller Art(34,801,500 Metzen), Hülsenfrüchte, Flachs, etwas Obst, Holz, 238,790 Pferde, 340,168 Ochsen, 622,151-

; 445,308 Schaafe, Schweine,. Ziegen, Wild, auch Bären und Wölfe, Feder- vieh, Bienen, ız Mark Gold, 1,055 Mark Silber, 785 Zentner Kupfer, 1,553 Zentner

Blei, 180,000 Zentner Eisen, 1 Million stück Torf; ı%, Mill. Flintensteine, 1,923,844 Salz. Der Ackerbau

steht äuf, einer niedrigen Stufe, auch die Viehzucht wird in allen ihren Zwei- ten vernachlässigt; demungeachtetführt

"Galizien an Stapelwaaren Korn, leben-

Butter, Honig und Flintensteine und seine| aus: Der Kunstlleifs hat sich in heuern Zeiten gehoben, doch werden kaum die nöthigsten Be- düirfnisse des Lebens verfertigt, und au- {ser etwas Leiınewand,. Zabak, Holz- waaren und Eisen- und Kupfergeschirr dürfte wohl Galizien nichts an das Aus- land abgeben können. Die Zahl seiner Einwohner belief sich 1815 auf 3,755,454 Ind., wor. etwa 1,850,e0oo Polen, 1,400,000 Rufsniäken, 200,000 Wlachen, 190,000 Ju- den, 72,000 Deutsche, 5,500 Armenier, 2,000 Zigeuner und 550 Griechen. Die Mehr- heit bekennt sich zur kathol. u. griech. unirten Religion, mit 2 Erz- w. 2 Bischö- fen,. 70 kath, und ı4 griech. Kl., 1,066 kath. und 2,800 griech. Pfarren, ı Uni- versität, ı Lyzeum, ı Normal-, 18 Kreis- und 2,624 Trivialschulen;' doch findet man auch 215,000 Grieclien, 190,000Juden, 14,500 Lutheraner, 8,800 Philipponen, 6,100 Reformirte und 800 Mennoniten

des Vieh, Pferde, Wachs, Salz, übrigen Metalle

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