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Franken Deutschen Ursprungs.
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Streit’s Charte von Frankreich. Nürn- berg ıg16, bei Campe)... Frankreich,$. Mauritius, Britt. In- selim Indischen Ozeane, zwischen 740 67°.bis 750 25° 6. L. und 190 59° bis 200 31°
s. Br., 55,50 QM, grofs. Ein unregel- mälsiges, mit Bergen angefülltes Oval
mit tief eingeschnittenen, gut bewässer- ten Thälern,, die unter dem mildesten Klima alle Tropengewächse, edle Früch- te, vieles Nutzholz, Kampfer u. elasti- sches Harz hervorbringen, aber die Eu- ropäischen Gerealien reichen so wenig, als die-Hausthiere zu, und an Salz ist eänzlicher Mangel Dagegen findet man Eisen und schöre Korallen. Der höch- ste Berg, der sich erhebt, ist der Pie- terbock, 2,520 Fuls_ über‘ das Meer, Die Zahl der Einwohner mag gegen- wärtig.. auf 70,000 Indiv. steigen(nach Grant für 1799 10,000 Weilse und 55,000 Sklaven); sie sind meistens Franzosen, Katholiken und unter ıo Kirchspiele vertheilt.° Die Ausfuhr bestand 1709 in 200,000 Zntr. Zucker, 6,000 Zntr. Kaffee, 3,000 Zntr. Indigo, 5,000 Zuntr. Baumwol- le und 200 Zntr. Gewürznelken; die Einfuhr in Reils, Rindfleisch und Salz, welches Madagaskar, und Mehl, Korn und Fabrikaten, welche Europa liefert. Die Einw. leben im Wohlstande, sind aber ein träges bigottes Volk. An der Spitze der Verwaliung steht ein Gou- werneur: die Einkünfte betragen 600,000, die Ausgaben ı Mill. Gulden.
Doch ist die Insel wegen ihrer Lage u,,
ihres vortreflichen Havens für Grols- brittanien äufserst wichtig. Sie ist in ı2 Quartiere eingetheilt und Port Louis Uer Hauptort.
Frankstadt, Oester.-St. im Mähr. Kr. Prerau, mit 523 H. und 2,707 E,
Franyova, Oester. Mil. in der Ung. Gesp. Torontal, mit ı griech. K., von Raizen bewohnt.
Franzburg, Preufs. Stadt und Schl. mit 528 E., in dem Pommer. Kbz. Stral- sund,
Franzenbrunnen, ÜOester. Gesund- brunnen unweit Eger, im Böhm. Kreise Einbogen, eins.der besuchtesten Bäder der Monarchie, mit geschmackvollen Anlagen, 1816 mit einer Frequenz von mehr als 1,200 auswärtigen Gästen.
Franzenskanal, Oester. Ranal in der Ung. Gesp. Bacs, welcher die Donau mit der Theifls verbindet._ Er ist 14 M. lang, ıo Klafter breit und 6 Fuls tief. Jährlich befahren ihn mehr als 1,000 Fahrzeuge, wovon einige 6 bis 7,000 Zntr. laden. r
Franzosen, der erste Völkerstamm Frankreichs, über 26 Mill. an_ der Zahl; ein Gemisch von Franken,. Galliern u. Römern, doch der Hauptmasse nach als Der ei- gentliche Franzose ist mehr mittlerer als langer Statur, mehr hager als fett, doch im Ganzen gut gebauet, der Kör- per fest, dauerhaft und für jede Art von Anstrengung und Uebung geschaf- fen. Seine ‚Physiognomie ist einneh- mend,' wie ‚seine Haltung; das Auge feurig; die Farbe der Haut in den nörd- lichen Provinzen weifs, in den südli- chen geht sie in das Gelbbraune des Spaniers und Italieners über, und das
aar wird schwärzer und struppiger., Das weibliche Geschlecht, mehr brünet als blond, ist im. Ganzen nicht schön, aber hübsch und interessant, auch ge- bildeter und liebenswürdiger, als unter keinem Volke der Erde.— Der Charak-
‚zornig als rachsüchtig:
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ter der Franzosen spricht Leben und Feuer aus: das sanguinisch- cholerische Temperament ist bei weitem das über- wiegende bei ihm; seine Tugenden, seine Laster entspringen grölstentheils aus den warmen Regungen eines Bluts, das im immer wilden Schwunge durch seine Adern rollt. Der Franzose ist jo- vial, munter, im hohen Grade Enthu-. siast, dabei aber auch leichtsinnig, un- geduldig, von dem ‚ersten Eindrucke sogleich hingerissen und äulserst ver- änderlich; was er heute vergöttert, ist morgen ihm gleichgültig. and übermor- gen vergessen. Nur seine immer rege Lhätigkeit und sein Hang zum Vergnü- gen begleiten ihn von der Wiege bis zum Grabe und werden mit jedem Mor- gen neu: aufihn palstin dieser Bedeu- tung, was Plato von den Hellenen sag- te: der Franzose altert nie! Seine. her- vorstechenden Eigenschaften sind viele Guimüthigkeit, eine bis zur Verwegen- heit gehende Tapferkeit und ein grän- zenloser Ehrgeiz, der ihn zu den kühn- sten Unternehmungen verleitet, beson-. ders:wo, er,sich bemerkt glaubt. Dabei besitzt er die glücklichsten Geistesan- lagen, Scharfsinn und Witz, aber sel- ten Beharrlichkeit und wenig eigentli- chen Erfindungsgeist, wohi aber die Gabe, jede fremde Erfindung sich anzu- eignen, und ihr die Form zu geben, wıe denn die meisten unter. seiner Be- handlung gewonnen haben. Seine rölsten Fehler bestehen in Eitelkeit, uhmredigkeit und weitgetriebenem Egoism: wenige Völker sınd bei so vieler Umsicht so ungerecht gegen das, was nicht ihnen angehört, wenige ver- stehen es aber auch so, ihre Vorzüge in das glänzendste Licht zu setzen und ih- re Thaten selbst zu panegyrisiren. Der Franzose ist. höflich und geschmei- dig, wo er gehorcht; stolz, wo er gebie- tet, aber selten wird er den Anstand u, die Artigkeit vergessen, die sein Erb- theil sind. Dem Vergnügen und allen sinnlichen Freuden bis zur Ausschwei- fung ergeben, kennt er keinen Geiz, ‚aber er ist habsüchtig, um verschwen- den zu können: nicht Sklave seines Worts, aber auch nicht aus Bosheit oder ‚aus Grundsätzen wortbrüchig: mehr mehr grolsmü- thig und mitleidig als grausam, doch in der ersten Aufwallung leicht in diefs Extrem übergehend. Sein Geschmack hängt mehr an dem Hübschen u. Nied- lichen, als an dem Schönen und Erha- benen, überhaupt sieht er aufmerksa- mer auf das Aeufsere, als auf den in- nern Gehalt, und nirgends hat das Kleid einen höhern Werih. Der Franzose ist der Mann für die Gesellschaft:‘er lebt nur, um sich zu vergnügen, und Putz, Aufwand, Musik, Tanz und Schauspiel gehen ihm über Alles: er erträgt Hun- ger und Durst, um diesen Götzen hul- digen zu können. Dem schönen Ge- schlechte zollt er eine unbedingte Ver- ehrung: die Chevalerie\entständ an der Seine und noch ruht ihr Geist zum Theil auf den späten Nachkommen.— Diese kinsssariraen Charakterzüge be- zeichnen nur schwach eine Nation, die durch die hohe Kultur ihres Geistes u. die Ausbildung ihrer Sitten längst zu den grölsten Völkern der neuern Zeit gehörte, und schon seit den Zeiten der Kreuzzüge durch ihre Sprache, Moden und Thorheiten den Ton des gesell-
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schaftlichen Lebens in Europa stimmte.


