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anf z20. Die Zahl der Stadtbewohner be: läuft sich auf®8, der Ackerbauern auf 8Uo, der Tagelöhner auf z%/,,: der Win- zer auf 2%,, des Gewerbstandes auf dem Lande auf ıl),, der kleinen Gutsbesitzer und Kentiers auf dem Lande. auf 1l/;, u. des Adels, Klerus, der Siaatsbedienten,
Land- und Seesoldaten aufz Millionen:
Individuen. Frankreich ist ein schönes Land: eine wellenförmige, von mälsigen Hü- eln durchsetzte, Ebene, an deren hei- Een südlichen Enden sich zu beiden Seiten die Alpen und Pyrenäen erhe- ben,;und erstere ihre Vorberge, den Ju- xa, Wasgau, Ardennen, Auvergnerberge und Lozere ziemlich tief in das Land verbreiten. DerBoden ist zwar sehr ver- schieden, doch im Ganzen produktiv u. für den Anbau aller Gewächse der ge- mälsigten Zone geschickt. Man rech- net von der 116,163,100 M. betragenden Oberfläche 26,090,000 auf Klei, 27,410,000 auf Haiden und Lehden, 12,930,009 auf Kreide, 3,850,000 auf Kies, 17,410,000 auf Stein, 25,100,000 auf Berg- und 7,000,000 Arp. auf Sandboden. Die Bewässerung ist vortreflich: dem Ozeane fallen an Hauptströmen die Loire,-Äsaronne und
Adour, dem Kanale die Seine u.Somme,.
dem ‚Deutschen Meere der Rhein und dem Mittelländischen Meere der Rhone zu. Grolse Binnenseen giebt es nicht. Unter den Kanälen verbinden den Ozean mit dem Mlüttelm®eere der Kanal von Languedoc und der Zentralkanal, den Ozean mit dem Kanäle die Kanäle von Briare und von Orleans, den Kanal mit dem Mittelmeere der Kanal von Bour- gosne und den Kanal mit dem Deut- schen Meere der Kanal von 8. Qnintin. Mineralwasser sind zahlreich vorhan- den. Das Klima ist gemälsigt und ge- sund, wenn schon nach Maalsgabe der Breite und Seehöhe sehr verschieden. Die Produkte sind äufserst mannichfal- tig, und aulser edlen Metallen meistens in Menge und hoher Güte vorhanden. Frankreich gehört zwar unter die formirtesten Reiche der Erde, doch ist seine Oberfläche nicht überall so be- nutzt, als sie seyn könnte. Man rechnet
für Frankreich 116,163,100 Arpens. Davon.
kommen auf das Ackerland 62,360,000,; auf das Gartenland 2,0r8,550, auf das ‚Weinland 4,764,900, auf die natürl. und künstl, Wiesen 11,696,900, auf Waldung 13,776,950, und auf Wohnplätze, Strafsen, Ksewässer, Felsen, überhaupt auf unkul- tivirtes Land 21,505,740 Arpens,. Der Werth der kultivirten Oberfläche dürfte auf 11,945,847,500 Gulden Kapital anzu- schlagen seyn, welches ‚der Nation ein
reines Einkommen von 358,375,41411/,Gul-
den an Zinsen oder von 710,750,813 Gul- den bei eigner Benutzung tragen kann.— Aber nicht alle Zweige der hervorbrin- genden Industrie werden mit Vorliebe behandelt.- Der Weinbau ist aulseror- dentlich ausgebreitet: man gewinbt jährlich 24,274,700 Oxhofte, und hat 19:2 für 28,593,158 Gulden Wein, Kranntwein und Ligueur ausgeführt.-Der Ackerbau dagegen reicht nıcht zu, wenn. er schon in den nördlichen Provinzen den Haupt- gegenstand der Kultur ausmacht: man erzeugt an Waizen und Roggen ın Mit- teljahiren etwa 72,800,009, braucht aber 73,500,000 Settiers. So stark der Flachs-, Hanf- und Rübsaarienbau auch ist, so
reicht er doch für das Bedürfnils nicht zu, und für Tabak mulfsten bisher an- sehnliche Summen ausgegeben werden;
‘schiedene Fabriken
"nach Bonvallet Desbrosses
Fra 267
doch zieht man jetzt gegen 300,000 Zent- Die Viehzucht ist, mit Ausnahm# der Schäfereien, vernachlässigt: man- kann jetzt etwa 1,200,000 Pferde, 540,000 Esel und Maulesel, 6 Millionen Stück Rind- vieh, 25 Mili. Schaafe, 870,000 Ziegen u. 4 Mill. Schweine im KReiıche rechnen. Die Federviehzucht ist aufserordentlich stark. An schmackhaftem Übste und Gemüfsen hat Frankreich einen Ueber- flufs, und selbst edie Früchte im seinen Südprovinzen: die Kastanie dient häufig als Brodsurrogat. Die Olivenkultur war vormals stärker und hat durch strenge Winter bedeutend: gelitten: sonst’ge- wann man ı Million Zentner Olivenöl, jetzt kaum I/ davon; dagegen hat sich die Kultur der Oelpflanzen_ im nördli- chen Frankreich vergrölsert. Die Sei- denärnte dürfte jährlich 25,009 Zentner apbwerfen, und das Bedürfnils bei wei- tem nicht befriedigen. Unbedeutend ist im Ganzen die Bienenzucht, erhebli- cher die Fischerei, obgleich letztere ge- zer sonst sehr verloren hat. Die Forste haben während der Revolution aulser- ordentlich gelitten, der Bergbau hat sich dagegen aufgenommen, und wenn Frankreich schon für den Augenblick
ner selbst. Safran hat man Zur Ausfuhr.
keine edlen Metalle,-aunlser einiges Silber. ausbringt, so produzirt es doch an Blei
25,200, an Kupfer 2,000, an Eisen u, Stahl 4,000,009, an Steinkohien 19,402,000, an Vi- triol 40,000, an Alaun 30,009, an‘Salz 5,000,000, an Wismuth u. Braunstein 2,700 Zutr., zusammen 29,944;610 Gulden werth und 943,758 Arbeiter beschäftigend.
Der Kunstfleifs steht auf einer hohen Stufe, Der Franzos& schickt sich bes- ser zum Handwerker und Fabrikanten, als zum Ackerbauer. Die vorzüglichsten Manufakturen bestehen in Leinewand und Hanf, in Wolle, in Seide, in Baum- wolle, in Leder und Pelzwaaren, in Hü- ten, Papier, Galanteriewaaren,“Uhren, Eisen und Fisenwaaren, in Glase, Fa- janze und Porzelan. 1$1o rechnete man in dem damaligen Frankreich 79,383 ver- mit 1,485:445 Arb., und eine Fabrikation von 439,259,170 Gul- den. Der Handel Frankreichs. ist lange so ausgebreitet nıcht mehr, als er vor dem Jahre 1789 war, wo. es noch Antheil andem Welthandel nahm, und alle sei- ne Kolonien besafs. Der innere Handel ist freilich noch. immer lebhaft genug; beträgt. der innere Handelsfond 5b,244,036,492; das zir- kulirende baare Geld 9:18,789,814 Gulden, welches beides jedoch selbst für 1789 zu hoch angeschlagen.seyn..dürite. Die Ausfuhr machte ı787.den Werth von
201,4005569, 1812 dagegen von. 142,223,220 Gulden aus: 1787 wurden für 226,891,788
und 1812 für 129;969,010 Gulden Waaren eingeführt, doch war im letztren Jahre Frankreich um ein volles Drittheil grö- [ser.. 1801 klarirten in Frankreichs ila- ven 39,557 Fahrzeuge mit 1,075211 Ton- nen eın u 41,416 Fahrzeuge mit 1,132,683 Tonnen aus. Am meisten verkehrt e mit Holland, Nordamerika, der Ostsee, Spanien, Italien, Deutschland, der Le- vante und Helvetien, hatte aber bisher dem Anschein nach die Bilanz gegen sich.: Frankreich hat blofs geprägtes Geld. Seit 1803 ist der Dezimalfufs eingeführt, und- der: in Hunderttheile eingetheilte Franke die Münzeinheit, wornäch im ganzen Reiche Buch-, und Rechnung


