Teil eines Werkes 
1 (1817) A-K
Entstehung
Seite
257
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wohlbebauten Gassen, Bädern, 20 Mos- keen, Karawanserais und Haven Unter den 30,000 Einw. sindwohlhabende Grie- chen, deren geistl. Oberhaupt ein Erz- bischof ist. Mf. in Tuch, jährlich 15,000 St., wozu 50,000 Okas Wolle verbraucht werden. Türkisch Rothfärbereien. Star- ker Reilsban, der dem Schatze an Abga- ben allein 4 Mill. Asper(62,000 Gulden) einträgt.

$S. Filippo,(Br. 100 15°) Span. St. am Yaranı, in der Caracas. Prov, Caracas; regelmälsig gebauet, mit breiten Stra- Ssen, ı K. und 6,800 E., die Kakao, Indi- &o und Kaffee bauen.

5. Filippo dArgiro, Siz, St. im$iz. Val di Noto, auf dem Gipfel eines ke- gelförmigen, isolirt stehenden Felsen rung mit 1. Schl., 1,986 H. und 8,500

inw.

Filipponen, keine Nation, sondern nur eine Religionssekte der Griechen, die 10,000 Köpfe stark in der Bukowina lebt und mit den Altgläubigen der Kir- che einerlei zu seyn scheint. Sie sind ruhige friedliche Bürger.

Filippowo,(Br. 540. 9° 55° L. 4009 17° 5°°) Russ. St. in der Poln. Woiw. Augusto- wo, mit ı K., 120 H. und 795 E., wor, 144. Juden.

Filoti, Osm. Mfl. am Meere, in der Bumel. Sandsch. Janina, zu Ali Paschas Besitzungen gehörig, mit ı Haven; Hauptort der Filoten, eines kleinen un- abhängigen Volks, das aus 6 bis 8,000 Menschen besteht.

Fils, Würt. Fl., welcher beiBlachin- gen dem Neckar zufällt

Fils, Würt. Landvoigtei, s. Rems- Fils.

Final:, Sard. St. nahe am Meere, in dem Herzogthume Genua; ummauert n. aus 2 Theilen bestehend, wovon der ei- ne auf dem Berge, der andere la Mari- a di Finale an dem Meerhbusen liegt, und einen guten Haven hat. Beide ha- ben gegen 7,000 E. nd unterhalten et- was Handel: Die Gegend ist-reich an Oliven, Obst und edlen Früchten, bes. Pomi di Cani. Er

Finale di Modena, Moden, Stadt in dem Fürstenth. Modena, am Panaro;

etwas befestigt,

Findhorn, Britt. D. am gleichn. Fl. in der Skot. Sh. Elgin, mit beträchtl. Läachsfange. a

Finen, eine grofse Nation, die sich über den grölsten Theil des Nordens in vielen Zweigen verbreitet, u. jetzt, mit Ausnahme einiger wenigen Lappen in Norw., Rufsland ganz angehöreti. Ihre. Zahl mag auf etwa 2,380,000 Köpfe stei-

en, die sich in die Stämme der eigent- Ehen Finen, Ehsten, Liven, Lappen, Permier, Syrjänen, Wogulen, Tschu- waschen, Tscheremissen, Wotjäken, Mordwinen, Obische Ostjäken u. Tept- jären abtheilen. Die eigentlichen Fi- nen, Suoma Lainen, leben in 2 Stäm- men,.Finen und Ischoren, in den G. Finland, Petersburg, Olonez und Twer, gegen 1,300,000 Köpfe, die ihre National-

sprache reden und bis auf wenige Grie-..

chische Proselyten Lutheraner sind. Der Fine,unterscheidet- sich durch klei- nere Statur, gelblichere Gesichtsfarbe u. braungelbe Haare von dem Slawen; er ist im höchsten Grade ehrlich und

gastfrei, aber auch sehr phlegmatisch, zum'Lheil arm und mit fester Beharr- lichkeit den Gebräuchen- und Sitten sei- nex Vorfahren treu. Er baueti mit Flei-

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fse seinen, undankbaren Boden und wohnt in einzelnen Hemmaten.

Fingalshöhle, Britt Basaithöhle auf der Hebriden- Insel Staffa, zur Skot, Sh. Argyle gehörig. Sie wird durch die're- gelmälsigsten Basaltsäulen gebildet, ist 300 F. lang, 150 hoch und ro breit, und auf dem Boden ven dem Meere bedeckt. Sie gilt für eine der gröfsten Natur- merkwürdigkeiten des Brittisch. Reichs,

Finham,_. Franz. St. unweit der Ga- ronne, im Dp. Obergaronne, Bz. Caste£ Sarrasin; 248 H., 1,379 E. Es

Finischer Meerbusen, Busen der Ost- see, der von den Gouv. Finland, Peters- burg und Ehstland umgeben ist. An den Küsten von Finland sieht man eine Menge Skären oder Felsenklippen, die das Anlanden äufserst erschweren. fFinisterre, Franz.Dep. im: nordwest- lichen Frankreich, eigentlich eine Halb- insel im äufsersten Westen. zwischen 120 21° bis 140 9° ö. L. und 470 48° bis 490 46° n. Br, im N. von dem Kanale, im S..und W.. von dem Ozeane umgeben, und nur ostwärts an die Dp. Nordküste und Morbihan stolsend, 131,40 QM. grofs und von 452985 Indiv., meistens kathol. Breyzards, bewohnt. Das Land ist vol-

der Hügel, kleiner Ebenen und Haiden, die Küste zerrissen, der Boden zum Theil sandig und morastig, und nur zum kleinern Theile ergiebig. Die Berge oder Hügel, zu 2 Ketten, Aree und den schwarzen Bergen, gehörig, er- heben sich nicht bis zu 1,000 Fufs; die Gewässer bestehen aus den Küstenflüs- sen Aulne, Hierre u.s. w und vielen Teichen; das Klima ist gesund, aber -feucht. Der Ackerbau steht auf einer niedern Stufe und liefert den Bedarf nicht. Flachs, Hanf und Viehzucht ma- chen den Reichthum des Landes aus: man rechnet 61,348 Pferde,. 174:544 Rind- vieh, 26,919 Schaafe und 55,500 Schweine. Die Bienenzucht liefert 3:000° Zntr. Ho- nig u, 710 Zntr. Wachs. Die Seefische- rei war vormals erheblicher: 1801 fingen 2,853 Fischer nur noch 8,750 Zntr. Fi- sche und 2,326 Zntr. Oel. Die Provinz hat die ergiebigsten Blei: und Silber- minen Frankreichs, die jährlich 12,000 Zntr. Blei und 3,480 Mark Silber ausben- ten: dann 5,600 Weberstühle mit einer Prod. von 18,009 Stück Leinewand und 48,000 St. Hanfleinen, 30 Papiermühlen, 150 Segeltuchmacher und ıs kleine Ta- baksfabr. Die Ausfuhr besteht in Fi- schen, Wachs, Honig, Blei, Taig, Vieh, Fonrage, Tabak, Pferden u, s. w. Finis» terre wählt 6 Deputirte zur Kam- mer, gehört zur 13. Militärdivision, zur 5. Forstkonservation, zur Diözese von Quimper, und unter den königl. Ga- rıchtshof von Rennes: es: zerfällt in BRENNER-45 Kantone und 287 Gemein- en,

Finkenstein, Preufs. D. am gleichu. See, in dem Westpreufs. Rgbz. Danzig, mit ı prächtigen Schl. und Garten, 47. H. und 300 E. Bierbrauerei.

Finkenwerder, Han. Eiland auf der Elbe u. d, Fürst. Lauenburg gegenüber, wovon ein Theil nach Hamburg gehört. Es. hat ‚nur ı Pfd. gl. N. mit H. und 479 E:, und zieht vieles Gemülse.

ı Finland, Suomi, Russ. Gouv. zw. 370 20° bis 499 zo ö. L. und 60 bis 660 n. Br., im N. an(die Lappmarken, im 0. an Archangelsk, Olonez und den Ladoga- see, im$, an Petersburg und den Fini« schen, und im W. anden Bothnischen Busen gränzend. A© 426,35 QM-