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gewartet werden. Die Hauptbeschäfti- zungen der Europäer beruhen auf Acker- bau, Viehzucht, Obstkultur, Wein-, Oel- und Seidenbau, Holzkultur, Fische- rei und Bergbau. Dabei kann sich kei- Yer der übrigen Erdtbeile weder ın Mannichfaltigkeit, noch in der Güte seiner Kunstprodukte Europa gleich- stellen, wenn schon. in Asien einige Ge- genstände{; arbeitet sind. Europa verarbeitet nicht allein seine eigenen Stoffe, sondern auch die schätzbarsten der fremden Erdtheile. Besonders aber herrscht. der regste Kunstlleils in Grofsbrittanien, den Nie- derlanden, Deutschland, Frankreich u. Telvetien, wenn auch schon andre Län- der Antheil an. einzelnen Zweigen der Manufaktur nehmen. Der Handel theilt sich in innern und äulfsern!.der innere Handel ist fastin allen Provinzen gleich lebhaft, und wird durch gute Landstra- [sen(mit Ausnahme der Türkei), durch Wasserstralsen und Kanäle, durch das Postwesen, durch das Bank- und Asse- kuranzwesen, durch Messen und Jahr- wmärkte befördert. Der auswärtige Han- del'zerfällt wieder in Land- und See- handel, letztren treiben blols diejenigen Nationen, welche Seeküsten haben; aber manche derselben haben blols Kü- stenverkehr, und lässen sich ihre Be- dürfnisse von andern seefahrenden Na- tionen zuführen’ Andre dagegen trei- ben den Handel aktiv, kaufen die Waa- ren an den Quellen ein, und führen sie ausiihren Häven an. den Ort der Bestim-
mung. Dahin, gehören die Britten, Nie- derländer, Franzosen,. Schweden, Dä-
nen, Hanseaten, Venetianer, hagusaner, : Hydrioten und Fapenburger.„Die erste dieser seefahrenden Nationen Ist gegen- wärtig die Brittische: sie ist es, die den
ganzen Welthandel in den: Händen. halt.— Zum vorzüglichsten Tauschmit-
tel dient in allen Europäischen Staaten geprägtes Geld, in sehr vielen auch Pa- piergeld, welches letztre seinen einge- bildeten Werth blofs auf den Staaiskre- dit. gründet. Der Münzfuls ist in allen Ländern, wie das Verhältnils zwischen Gold und Silber, und der Maalse und Gewichte äufserst verschieden. > Europa ist jetzt der Hauptsitz der Wissenschaften und Künste auf der Erde. Wie der Europäer in Hinsicht sei- ner physischen Kräfte und seiner sittli- chen Ausbildung über, alle Erdenbürger hervorragt, so geht er ihnen auch in der Geisteskultur vor. Es giebt, wenn man die Asiäatischen Osmanen ausneh- men will, kein selbstständiges Volk in Europa, welches nicht mitmehrerm oder minderm Eifer und Glücke dem Genius der Wissenschaften und Künste huldig- te, jedoch sind es vorzüglich die Völker von Germanischer oder Römischer Ab- stammung ‚die ihm Tempel und Altäre geweiht haben. Die Anstalten, welche den Europäer jin das Heiligthum der Wissenschaften und Künste einführen, sind zwar in allen Staaten zahlreich vorhanden, aber von sehr ungeleichem Werthe, Universitäten zählt Europa 8.
Die Europäischen Staaten sind ent- weder
ı) monarchische, nämlich a) 3 Kaji- serthümer: das Oesterreichische, Bussi- sche und Osmanische; b) ız selbststän- dige Königr., Grolsbrittanien, Frank- teich, Spanien, Portugal, Sartlinien, Sizilien, Baiern, Sachsen,* Hanover, . Würtemberg, Dänemark und Schweden;
von jeher ausgezeichnet be-
‚Bodens nicht ernähren können,
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c\ 8 Grolsherzogthümer, als Toskana, Baden, Kurhessen, Hessen,-Weimar. Meklenburg- Schwerin, Meklenburp. Strelitz und Oldenburg; d)ıa2 Herzog- thümer,: als Modena, Parma, Lucca (sotha, Meiningen, Hildburghausen, Ko. burg, Braunschweig, Nassau, Dessau, Bernburg, Köthen; e) ır Fürstenthümer als Hechingen, Sigmaringen, Liechten. stein, Sondershausen, Rudolstadt, Reuls älterer Linie, Reufs jüngerer Linie Waldeck, Lippe, Schaumburg-Lippe, wozu auch Hessen-Homburg zu rechnen seyn dürfte, mithin überhaupt 46 und mit der T'heokratie, dem Kirchenstaate, 47 monarchische Staaten. 2) KRepublikanische Staaten. Dahin gehört a) die Schweizer- Eidgenossen- schaft, aus 22 verbündeten Staaten, wor- unter 21 Demokratien und Aristokratien und ı monarchischer Staat; b) der Joni- sche Freistaat; c) die Republik S. Ma- rino;:d) die Republik Krakau;-e) die freien Städte Frankfurt; f) Lübeck; g) Bremen und h) Hamburg. Alle diese Staat€En unterhalten ge- genwärtig eine Landmacht von. 1,900,000 Kriegern; eine Seemacht von 4% Linief- schiffen, 38 Funfzigkanonenschiffen,, 384 Fregatten und. 2,463 Segeln überhaupt, mit 60,759 Kanonen und 282,400 Seesolda- ten und Matrosen. Die Einkünfte aller derselben mögen auf 1,268,243.000 Gulden steigen(G. Hassels vollständiges Hand- buch der neuesien Erdbeschreibung und Statist, Berlin, 1816.— Ritters Europa in 3 Theilen.—"Weilands Charte von
Europa. Weimar, 1817.—: Lapie Carte de l’Europe. Paris, 1814).& Euskirchen, Preufs. St. an der Eriit,
im Kleve-Bergschen Kbz. Köln, H. und 1,254 Einw. fensiedereien.
S. Eustaz, Nied. Eiland ın Westin- dien, unter 3140 38° 6. L. und 170 29‘ n. Br, zwischen S. Kitts und Saba, nur ein blofiser Felsen,. der sich in Form einer Pyramide aus dem Meere erhebt, kaum ı QM, grofßs ist und gegen 20.00 Einw. zählt, die Mais, Zuckerrohr, Baumwol- le und andere Westindische ‚Stapelwaa- ren bauen, Doch würden sie sich bei der natürlichen Unfruchtbarkeit.des wenn ihnen nicht eine andere Quelle flösse, diels ist der Schleich- un: Zwischen- handel, zu dessen Betreibung kein Fleck auf der Erde besser gelegen ist. Die gleichnamige Stadt wird durch ein star- kes Fort vertheidigt und hat einen gu- ten Haven.
Eutin, das Fürstenthum(s. Lübeck).
mit 300 Tuchweberei; Sei-
Eutin,(Br. 54° 8°. L. 280 364). Oldenb. Hauptst. des Fürst. Lübeck an einem
fischreichen See, mit ı Schl.,, 2 K., ı lat. Schule, 1 Armenanstalt und Industrie-
"schule, ı Hosp., 269 H., mit Stralsenbe-
leuchtung, und 2,34r E.. Sitz, der Lan deskollegien; Badanstalt; Park. Bier- brauerei; Krämerei; Frachtfuhr;. Roll- fuhren.
Kvaur,.(Br. 460 ı5’ L. 200. 10°) Franz. St. auf einer Anhöhe mit 1moH. und Kirchsp. von 2,08r E., im Dp. Crenuse, Bez. Aubusson, Warme Bäder..Röm. Alterthümer.
Evenburg, Han. Herrlichkeit in dem Ostfries. A. Leer, mit 2 D., ı8 H. und 1,099. Einw., dem von Wedel zuge- hörig.
Everbecg, Nied. D., mit 3,485 B., ın der Prov. hennegan.
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