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(doch mit Einschlusse Skotlands und Arelands). 1804 klarirten in die Häven der 3 Brittischen Reiche 22,758 Schiffe mit 2,783,623 Tonnen'und 148,574 Seeleu- ten ein, und 21,848 Schiffe mit 2,720;217 Tonnen und 183,547 Seeleuten aus. 1813 betrug die Ausfuhr nach den Zollre- gistern(mithin um Il); zu nieärig) 38,830,866, die Einfuhr 219,169,116 Gulden. Den Brittischen Handel bejiördern die 871 Banken, die zusammen einen Fohd von 366,300,0C0 Gulden nachgewiesen ha-
en, dıe verschiedenen-Assekuranzen, die Handelsveriräge, Handelsgesell- schaften, besonders die Ostindische, die Handelsgesetze u. s. w.
Die Englische Literatur zeichnet sich weniger durch Umfang, als durch hohe Originalität aus. Der Geist der 'Britten hat gerade nicht alle Fächer des anenschlichen Wissens zu umfassen ge- sucht: er bewegt sich überhaupt lieber im Ernsten und Kräftigen, als im An- muthigen und, Schönen, und selbst in den Werken seiner Dichter spricht sich «dieser Anklang aus. Allein das goldene Meitalter seiner Literatur ist auch für den Engländer dahin, und die Gegen- wart arın an klassischen Schriftstellern. : Die gelehrten Schulen entsprechen im Ganzen den Forderungen nicht, die man sich von ihnen macht; die Ausbil- dung der Jugend auf Schulen und Uni- versitäten ist äulserst zweckwidrig und einseitig, so ımusterhaft auch für phy- sische Erziehung gesorgt ist. Universi- täten hat England 2, zu Oxford u. GCam- bridge, beide sind blofs für Episkopalen zınd auf Fakultätswissenschaften gar nicht eingerichtet. Die Vorbereitungs- schulen sind sämmt!l. blolse Pensionsin- stitute, n, der Staat bekümmert sich um die Bildung seiner jungen Bürger gar nicht. Gelehrte Gesellschaften giebt es sehr viele, und auch eine Menge Hülfs- anstalten für gesellschaftliche Bildung. England macht den vornehmsten Stein in der Brittischen Krone aus. Seine Staatsverfassung und Staatsform ist bereits in dem Artikel: Brittisches
eich, auseinandergesetzt. in Hin- sicht der innern Verwaltung ist das Reich in 4e Shiren eingetheilt, deren jeder r\,ord Lieutenant vorsteht.‘ Die höhera Justizgerichte sind für England die cöourt# of common Pleas, of Kings Bench, of Exchequer und of Chancery; die niedern Gerichte theilen sich ın geistliche und weltliche, letztere eni- weder in königliche oder in städtische und adliche. Geringe Sachen machen die Friedensrichter ab. England hat seine Jury, und das strenge Recht, der
Buchstabe des Gesetzes, deminirt über-
all.«Die Polizeipflege wird von den -#riedensrichtern, welchen die Gonsta- bles und Coroners zugegeben sind, ge- handhabt.|||; In England ist die Episkopalkirche die herrschende, doch: werden alle übri- gen Religionen geduldet, und blofs der katholische Kultus ist durch das Gesetz sehr beschränkt. Die Episkopalkirche zählt in England 2 Erz- und 20 Bischöfe. ‘ Die 4o Shiren Englands sind: 3), Middlesex, 2) Essex, 3) Sussex, 4) Nor- folk, sı,Kent, 6) Surry, 7) Süffolk, 8) Hamt, 9) Berk, 10) Wilt,.ı2) Dorset, .ı2) Devon, 13) Cornwall, 14) 50omersett, 315) Gleucester, i6) Monmouth, 17) Here- ford, 18) Worcester, 19) Warwik, 220Ox- ford, 2ı) Bukingham, 22 Hartford,>27) Cambridge, 34) Ruxztingdon, 35) Bedford,
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ben gegenwärtig über
Eng
°6) Northamton, 27) Leicester, 28) Rut- land, 29) Lincoln, 30) Nottingham, 31) Derby, 32) Stafford, 33) Shrop, 34) Che- ster, 35) Lancaster, 36) York, 37) Dur- ham, 38) Westmoreland, 39) GCumber. land und 40) Northumberland. t Hassels Handbuch der Erdb. und Stat. Th. 1.— Arrowsmiths Map ofEngland 1816.) Engländer, dieNachkommen der al- ten Angein und Sachsen, deren Deut- sches Blut jedoch mit Ureinwohnern, Normännern, änen, Franzosen und Kaledoniern sich vermischt hat: sie le. den grölsern Theil von England, über die Skotischen Niederlande und Orkneys verbreitet u. dürften in allen Brittischen Reichen gegen, 11,572,000 Ind. ausmachen. Ein schöner kräftiger Menschenschlag, des- sen Charakter sich durch mancherlei individuelle Eigenschaften auszeichnet: Der Engländer hat viel Grolses, aber nichts Liebenswürdiges, sein Ernst und seine Kälte stofsen zurück, wo sein Geist und seine Freimüthigkeit anzie- hen, Der Engländer ist gewils in ei- nem hohen Grade grofsmüthig und frei- gebig, aber auch eben so selbstsüchtigu. gelägierig; er ist stolz auf die Grölse seiner Nätion, wie auf seine Freiheit, aber er erhebt auch beide über Alles, verachtet, was nicht Altengland änge- hört, und begeht im Gefühle seiner Selbstständigkeit und Unabhängigkeit nicht selten die grölstan Ausschweifun- gen und lächerlichsten Bizarrerien. In sein Leben greifen übexall religiöse oder politische Meinungen ein. Muth und Unerschrockenheit gesteht ihm selbst jeder Feind zu, mit dem er sich maals: er kennt keine Todesfurcht und ist. ein eben so braver Soldat als$ee- mann... Sein Verstand ist erhaben und durchdringend; sein DUrtheil treffend, und wenige Nationen raffiniren glück- licher: Gastfreundschaft und Gesellig- keit sind ihm fremd, er ist nicht der Mann für die Welt und lebt einzig für sein Haus und für seine Familie. Un- mälsiskeit im Genusse, besonders im
‘Trunke, gehört zu seinen vornehmsten
Fehlern: nirgends giebt es so viele leichtsinnige Verschwender, leiden- schaftliche Spieler und Schuldner, als in England, National sind noch immer die Spiele und Leibesübungen der Eng- länder: ihr Baxen, ihre Hahnenkämpfte, ihre Wetirennen. Die Sprache ist eine Tochter der Plattdeutschen, mit vielen lateinischen u. Brittischen Idiotismen vermischt.
Englesqueville, Franz. Mfl. am Mee- re, im DR. Niederseine, Bz. Dieppe, 1:7 31.,20 BE,
"English Harbour, Britt. Haven auf der Westindischen Insel Antigua, von
grolsen Bergen eingeschlossen: und stark befestigt, mit Arsenal u. Schiffs- weriten.
Engsö, Schwed. Insel im Mälar des Läns Westeräs, mit 500 Einw. und ı Schl. des Grafer Piper. Hier werden die kleinen Fuhrwerke, Snöpöker, ge- macht.
Enguinegate, Guinegast, Franz. D. zwischen$S. Omer. und Hesdin, im Dep. Pas de Calais, Bez. S.:Omer, mit rıgo E. Bataille d’Eperons 1513.
Enguera,(Br. 39° 5‘ L. 160 3°) Span. Villa in. der Prov. Valencia mit 4,000 E. Tuchweberei, welche gegen 3,000 Weber und Spinner beschäftigt.|


