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an 60 Mill. zählen, die sich vorzüglich in folgende Stämnie unterscheiden:
a) eigentliche Deutsche in dem Deut- schen Staatenbunde, in Helvetien, in Ungarn, Siebenbirgen und Galizien, in Preufsen und Posen, in Frankreich,, in Rufsland, in den Niederlanden, im Brit- tischen Reiche und in Spanien, zusam- men etwa 30,700,000 Köpfe. ‚Ihre Sprache zerfällt in 2 Hauptdialekte, den- hoch- und plattdeutschen, die beide wieder ın den verschiedeuen Ländern und Pro-
vinzen, wo Deütsche leben, sehr ab-
weichend ausgesprochen werden. ,‚Die „Organisation des Deutschen hält, wie „‚die Z’emperatur seines Klima, das Mit- „tel zwischen harter Gefühllosigkeit „und weichlicher Empfindung, Der „Deutsche verzehrt mehr, als seine süd- „iichen und westlichen Nachbarn, ist „aber auch neben dem Engländer eine „der kraftvollsten Nationen von Buro- „pa, und soll zugleich nach den Russen „unter allen Bewohnern dieses Erd- „theils am längsten leben. Seine Den- „kungsart ist voll Ernst und mit kalter „Bedachtsamkeit verbunden. Ein alter „Ruhm des Deutschen ist Treue und „gerader Sinn, verbunden mit dem reiz- „barsten Gefühle für Ehre, und dieses „ARuhms ist sein Charakter, alles An- „‚strichs von fremden Sitten unerachtet, „auch jetzt noch werth. In seiner Ra- „‚che geht er frei zu Werke, ohne Heim- „,tücke, Menterei und Meuchelmord, „und wird er von Andern übertroffen „an Arglist, so übertrifit er hingegen „Alles an Tapferkeit. Er ist arbeitsam „und in seinen Unternehmungen"be-
„häarrlich. Die Talente seines Geistes
„und die Tiefe seiner Forschungen be- „urkundet die Geschichte der Erfindun- „gen und Literatur. Vorzüglich zeich- „net er sich aus durch unbegränzte a A ae mit welcher er sich um „alles bekümmert, was Gegenstand.des
‚„»VWVissens ist, ‚besonders um das Aus-
„!ändische. Wie er mittelst. seiner „Kunde fast aller Sprachen vonEuropa, „‚die er lernt, unter allen Europäern „das Ausland am befsten kennt, so ist „er auch offener für alles fremde Gute „und gerechter in seinem Urtheile dar- „über, als irgend eine andere Nation „in Europa.- Indem er äber zu wenig ‚vom Nationalstolze anderer Nationen „hat und sich oft zu sehr um das. be- „kümmert, was draulsen ist, wird er „nicht selten unachtsam und unge- „recht gegen das Einheimische; schätzt „’an dem Ausländer zu viel, an sich zu „wenig, und ahmt nach, ohne daran zu
;„‚denken, dafs sein Volk an Geist, Zahl
„und Ruhm überhaupt, als an Geburts- „würde seiner Edien eins der ersten „und achtungswürdigsten des Erdballs ‚sey!’”(Grellmann’s Staatskunde von Deutschland, I. 30.)
b) in Holländer und Wallonen, c)in Engländer, d) in Dänen, e) in Normän- ner, f) in Schweden, g) in Gotschewe- rer, h) in Vandalen undi)in die Be- wohner der Sette Communi.
Deutsch Eilau, Ilawe,(Br,£50 een PR
370 12‘ 32°) Preuls. St. am Gnäserichsee
' und Eilenafl., in der Pr. Westpreufsen,
Rgbz. Marienwerder, mit ı K., 160 H. u. 1,516 E. Tuchmacherei, Hutmacherei, Gärbereien.
Deutschendorf, Poprad, ODest. Sechs- zehust. in der Zıps, unweit der Poprad, mit ı kath., ı luth. K. und 1,175 E., wor.
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800 Luth. und 285 Rath. HYeineweberei, Branntweinbrennerei, ı Päpiermühle._
Deutscher Orden. Dieser Orden war zu Ende des ı2. Jahrhunderts in Palä- stina unter dem Namen des Ritteror- dens der Jungfrau Maria oder der Brü- der des Deutschen Hauses U.1L. F, zu Jerusalem entstanden, und wandte sich nach seiner Vertreibung aus dem Örient nach Deutschland, wo er viele Güter erwarb und vom ı3. bis 16 Jahrhunderte sich Preuflsen, Livland, Kurland und Semgallen unterwarf. Die Besitzungen aulserhalb Deutschland giengen in der Folge verloren, und der Orden behielt blofs das, was er innerhalb der Grän- zen des Reichs besals, das noch immer ein anselinliches Fürstenthum bildete, und aufser dem Meisterthume Mergent- heim, wo der Hoch- und Deutschmei- ster seinen Sitz hatte, in rıBalleien: El- sals und Burgund, Oesterreich, Koblenz, Ftsch, Franken, Hessen, Altenbiesen, Westphalen, Thüringen, Lothringen u, Sachsen, eingetheilt war. Bei der Fran- zösischen Revolution und durch die Abtretung des linken Rheinufers ver- lor der Orden seine sämmtlichen Güter jenseits dem Rheine— go QM. mit 100,000 E. und 395,604 Guld. Einkünften,
‘und behielt blo[s das Meisterthum Mer-
gentheim— 1512 QM, mit 45,000 E. und 7 mittelbare Balleien mit 31 Kommen- den. Allein auch von diesen gieng 1809 das Meisterthum Mergentheim bei dem unglücklichen Oesterreichischen Kriege verloren, u. der Orden wurde in Deutsch- land ganz aufgehoben, dauerte auch nur in den Oesterreichischen Staaten, wo ein Erzherzog das Hochmeisterthumı be«- kleidete, fort. Bei der Wiederherstellung von Deutschland blieb auch der Urden unterdrückt, und er existirt daher blols noch ın Oesterreich, wo die Balleien Oesterreich und an der Etsch, und eini- &e Herrschaften in Mähren und Schle- sien, seine Dotation ausmachen. Das Hoch.- und Deutschmeisterthum verlei- het nunmehr der Kaiser von Oesterreich an einen Prinzen des Hauses.
Deuischhaus, Husowa, Oester. Mfl. im Gebirge des Mähr. Kr. Olmütz, mit 215 H. und 1,290 BR.
Deutschkrone, Walcz, Preufs. St. am Radunsee, in der Prov. Westpreulsen, Bebz. Bromberg, mit 2 kath. K., 310. H.. und 2,3770E. Gymnasium. Tuchweberei mit‘ ıgy Stühlen. Muränenfang:\
Deutschland, ein grolses, ın der Mit-
‚te von Europa zwischen 23 bis 2706. L.
und 45 bis 550 Br. belegenes Reich, wel- ches gegenwärtig einen Föderativstaaf von.ı7. unabhängigen, Mitgliedern aus- macht, und ein Areal von ı1,,10 QM. umfalst, welches 29,015,100 Menschen be- wohnen.| Deutschland gränzt im N. an das Deuische Meer, an die Eider und an das Baltische Meer, im Osten an Preu- (sen, Posen, Polen, Galizien, Ungarn u. Kroatien, im$S. an das Adrjatische Meer, Lombhadei- Venedig und Helvetien, im W, an Frankreich und die Niederlande. In diesen Gränzen ist jedoch Schlesien und ganz Iliyrien einbegrifien. In sel-. ner südlichen. Hälfte hat es sehr viele und grofse Gebirge; im nördl. Theile verlieren sich Berge und Anhöhen im- mer mehr in Ebenen, und gegen die Küstent des Deutschen und Baltischen Meers wird es so niedrig, dals kostbare Deiche und. Dämme es gegen die Fiu- then des Meeres schützen müssen. Da-
nn BEENDEN REISEN.


