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thiere(380,000 Pferde, 1,484,000 Stück Hornvieh), Wild, doch sehr verdünnt, Strandvögel, Fische, besonders Seefische, Austern und Muscheln, Bausteine, Salz bei Oldesloe«sonst aus Tang u.$.' w.).
bhne Island, HKäroer und die Kolonien beläuft sich Dänemarks Volksmenge auf 1,565,135. Ind.,. wovon.das Gros aus Dä- nen, der Rest aus Deutschen und Frie- sen. besteht: letztere beide bewohnen vorzüglich die drei Herzogthümer, aber die Deutsche Sprache ist neben der Dä- nischen auch ‚über ganz Dänemark ver- breitet. Die lutherische Religion ist herrschend unter 7 Bischöfen und 2 Ge- »eralsup-rintendenten, doch. werden
‚ alle übrige Religionen geduldet: im ei-
gentl. Danemark sind 17,063, in Schles- wie und Holstein z17 Geistliche.‘ Dä-
nemark ist im Ganzen ein produziren-
der Staat; Manufakt. und Fabriken be- stehen nur in Kıöbenhaven, Altona und einigen andern Städten. Seine Lage be- rechtigt es zu einem. ausgebreiteten Handel: wirklich war dieser auch ziem- lich lebhaft, und beschäftigte 19802 ohne Norwegen 1,378 Schiffe mit 64,489 Last und 8,808 Seelenten, hat aber seitdem durch den Krieg aulserordentlich gelit- ten, wie denn das unglückliche Land dadurch und durch seine drückende Schuldeniast ungeheuer zurückgekom- ın-n ist. Dänemark wird‘von einem Könige beherrscht, dem das Gesetz eine völlige Uneingeschränktheit verleihet: nur hat sich derselbe in Hinsicht von Holstein und Lauenburg dem Deutschen Bunde angeschlossen, und besitzt darin die ı0. Stelle, und im Plenum 3: Stim- men. Die Thronfolge ist in männlicher und weiblicher Linie erblich: der prä- sumptive Tihronfolger heilst Kronprinz, die übrigen Kinder Prinzen und Prin- zessinnen von Dänemark. Der Titel des Monarchen ist: König von Däne- mark, der Wenden und Gothen, Grofs- herzog von Holstein, Herzog zu Schles- wig, Lauenburg, Stormarn und Ditmar- schen, wie auch zu Oldenburg; das Wap- en besteht aus 4 Quartieren mit einem Mittel- und Herzschilde;; beide letztre enthalten die Familienwappen, die Quadrate die\Vappen von Dänemark, Schleswig, Jütland, Lauenburg u. s, w. Der Kitterorden sind 3: der Elephan- ten-, Dannebross- und Unionsorden. Die höchsten Zentralbehörden sind. der Staatsrath ‚mit den daron abhängenden Kollegsien: die Dänische und Deutsche Kanzlei, das auswärtige Departement, das Finarzkollegium und Rentkammer. Für das Kriegswesen sorgt das, Genera- litäts- und Kommissarıatskollegium, für die Marine das Admiralitätskolle- ium. Die oberste Instanz ın Justizsa- chen ist das höchste Gericht in Däne- mark. Das ganze Land ist in 7 Stifts- ämter eingetheilt, Schleswig, Holstein und Lauenburg stehen unter einem ge- meinschaftlichen Statthalter, und Island ‚bildet ein eignes Stiftsamt. Die Staats- einkünfte betragen höchstens ıı bis 12
Millionen Gulden; die Ausgabe steht
mit der Binnahme pari, doch hat«er unglückliche Kriegszustand von’ 18906 bis 1814 das Land in eine unabsehbare Schul-
denlast gestürzt; es zirkuliren 35 ver-
schiedene Arten Papiergeld, die gegen 15» Millionen Gulden Nennwerth häben, äber im äulsersten Milskredite stehen.
Die auswärtige Staatsschuld würde sonst°
nicht beträchtlich seyn. Die Landmacht ist bis auf 38,819 Mann herabgesetzt; die
Dah 189
Seemacht besteht nur noch aus 3 Linien- sehiffen, 4Fregatten und 3Briggs(Fred- rik lhaarups udförlich Vejledring til det Danske Monarkies Statistik. Kiöbenh, 2 Deelen 1812. 1813. 8. Charte von Däne- mark unter Direkt. derK. A. der Wiss.z
‚bis jetzt ıg Bl.)
Dänen, Europ. Völkerschaft, welche die Dänischen Inseln der Ostsee,:- land, einen kleinen Theil von Schies- wig bewohnt, und sich auch ın Norwe- gen u. s. w, verbreitet hat, höchstens 1,250,000 Köpfe; ım Ganzen ein«g- matischer Menschenschlag von Deut- scher Abstammung, der viele natürliche
Anlagen besitzt und einen guteu See-
mann und Soidaten abgiebt: gesunde Fassungskraft, Empfindung und ruhige Beurtheilung darf.man ıhm nicht abspre- chen, aber er ist zu sorglos, zu wenig
thätig, Und‘ besonders, was den grofsen
Haufen betrifft, zu wenig gebildet, In- defs sind seit dem Anfange des ı1$. Jahr- hunderts rasche Fortschritte zur höhe- ren Kultur geschehen, und Dänemark dürfte vielleicht in der Folge geeignet seyn, auch nach literarischer Selbststän- digkeit zu streben, da es bislıer grölsten- theils dem Muster der Deutschen ge- folgt und angeschlossen hat,|
Dänholm, Preufs. Eiland in dem Ka- nale zwischen Stralsund und der Insel Rügen, in dem Pommern. Bbz. Stral- sund. Es hat blofs eine Schanze,
Dafar,. Arab, St, auf der Küste der Provinz Hadramauth, mit einem Haven. Handel mit Weihrauch.
Daghestan, Russ. Prov., welche zwi-
‚schen Grusien,' dem Kaspischen Meere,
dem Koisu und dem.Schneegebirge Khbalabar liegt und südwärts mit Schir- wan gränzt. Diels an Wein, Bauniwol- le, Safran, Seide, Korn und Naphta rei- che Land wird theils von den Lesghiern bewohnt, theils steht es unter der Herr- schaft verschiedener, den Russen zinsba- rer, Khane und Fürsten. ed
Daghoe, Dagor, Russ. Insel in der Ostsee,«zwischen go bis 400 48° L. und z8@ 4“ bis 590 Br., zum Esthländ. Kr. Habsal het© eben, nuf zum Theile frucht- bar, aber gut bewaldet. 3 Kirchsp..vonr Esthen bewohnt, die Ackerbau, Vieh- zucht und Fischerei treiben. Bei Dag- herort steht ein Leuchtthurm.
Dahalaeg,, Arab. Eiland im rothen Meere, unter 570 36° L. und 150 44‘ Br. Es ist äufserst fruchtbar, und enthält ız D. mit fSleifsigen Arab. Bewohnern und 370 Zisternen, liefert auch eine Menge Schildkröten.
Dahlen, Preufs. Stadt in dem Nie» derrh. Rbz. Aachen, mit 2 kath. K., 609 4. und 3,645 E. Leinen- und Seiden- ee besond, Sammetband. Flachs-
au.
Dahlen, Sächs. St. im Meilsn. Amte Oschatz, mit'ı Schl., ı K., 256 H. und 1,300 Einw.(1801 1,264) Leinen- undBar- chentiweberei;'lorigräberei. Unbenutz- te Salzquelle.
Dahlenburg, Han.Mfl. in dem Lüne- burg A. Blekede, an der Netze, mitı K., 90 H. und 552 E, ‚Leineweberei.
Dahme, Preufs. St. anı gleichn. Fl, im Brandenb. Rbz. Potsdam; ummanert, mit'ı Schl., 2K., 2 Schulen,.ı Hosp:;, 385 H. und 2,890 E., worunter 432 Hand- werker: unter diesen 130 Tuchmacher (1,600 Stück‘, 60 Schuster, 30 Leineweber und ı8 Kürschner. Gemülsebau; ‚Korn-
und Wollhandel. Geburtserti des Orien-
talisten G. Genze+ 1687.


