Teil eines Werkes 
1 (1817) A-K
Entstehung
Seite
123
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Peers und 4

"aus Skotland und ıo0 aus Ireland.

Bri

ben, aber das- Ansehn des Gesetzes ist

rölser als das des Königs. Die gesetz- gebende Macht theilt er mit d. Nation, und diese hält die Kasse in Händen,. Die Person des Königs ist heilig, m. unverletzlich: seine Schritte sind kei- ner Untersuchung unterworfen, aber seine Minister der! Nation verantwort- lich, Ihm gehören alle Majestätsrechte bis auf die Gesetzgebung u. Bestenrung uneingeschränkt. Der Thron ist erblich indem Hause Braunschweig-Lüneburf, und geht auch auf die weibliche Nach- kommenschaft über, Der König wir mit dem 18. Jahre volljährig, und ‚als König in den 3 Hauptstädten des Reichs proklamirt, von dem Erzbischofe von Canterbury aber, in der Westminster- äbtei gekrönt. Seine Religion ist die anzlikanisch reformirte: seine Civilli- ste beträgt in England 1,030,000 Pf. oder 9,270,000 Guld.

Jeder Britte ist ein freier Mann, U. hat gleiche Rechte und Verbindlichkei- ten, doch unterscheiden Gesetze u. ur- alte Gewohnheit 2 Stände mit abwei- chenden Rechten: Adel, zu welchem auch der hohe Klerus gehört, und Ge- meine, wozu der niedere Adel gerech- net wird.=

Nation wird durch ein Parliament vertreten, welches die ge- setzgebende Macht und das Besteurungs- recht ausübt und aus 3 Theilen besteht:: dem Könige, dem Oberhause und Un- terhause. Jederdieser Theile hat ı Stim- me, und zur Gesetzgebung ist eine völ- lige Uebereinstimmung der 3 Stimmen erforderlich. Dieses Parliament, wenn man den König davon ausschliefst, be- schützt die Form der Regierung, ord- net Auflagen an und bewilligt dem- nige die zu den Staatsbedürfnissen be- nöthigte Geldhülfe.: im Unterhause kom- nen ausschliefslich alle Money- oder Geldbills zum Vortrage. Das Oberhaus besteht aus dem hohen Adel oder den Lords und Peers des.leichs, wozu 1815 8 Prinzen vom Geblüte, 282 Englische Irische Erz- und Bischöfe gehörten; im Unterhause erschienen 658 Deputirte des Brittischen Bürgerstandes, nämlich 513 aus England und ei Jie die Normannischen Inseln, Gibraltar und Helgoland haben so wenig als die Kolonien Aeprä- sentanten im Parliamente.

Die vollziehende Gewalt hältderMo- narch in Händen. Ihn unterstützen ein Staatsrath, das geheime Kabinet und Ministerium als höchste Staatsbehörden. Aufserdem besteht noch ein Rath für Handlung und Kolonien, ein Rath für die Indischen Angelegenheiten und das scheime Siegelkabinet. Die gerichtli- che Verfassung ist sanzunabhängig: die vornehmsten KReichsgrundgeseize sind die Great Charter von ı215, die Peti- tion of ‚Rights von 1628; of Rights von.ı689, dıe Habeas Corpus Acte, der Test und die Act of Settle- ment.

Der Titel des Monarchen ist König des vereinigten Reichs Grolsbrittannien und Ireland, auch König von Hanover, Beschützer des Glaubens, Herzog von Braunschweig-Lüneburg. Das-Wappen besteht aus ı Haupt- undı Herzschilde; jenes enthält in 4 Quartieren die Wap-

en von England, Skotland und Ire- and, dieses das Familienwappen. So- wohl England als Skotland haben hohe

Inseln Man, Malta, Gozo,

sehr ansehnlich,

Grofsbrittannien und!reland,

wollenmf. und Achatfabr.

die Declaräation

Bro 123

Kronbeamte,. wovon. die Würden bei einigen erblich sind. Der Hofstaat ist Der Ritterorden sind der Bath ,Di-

A: das blaue Hosenband, nur.der zweite

stel- und Patrikorden, ist ein Verdienstorden.

Die innere Eintheilung und Verwal- tung weicht in jedem der 3 Beiche, noch ehr aber in den verschiedenen, der Krone und der Ostindischen Kompagnie unterworfnen Nebenländern und Kolo- nien ab, obgleich sie sich mehr oder weniger der Norm der Erglischen nähert (A general View of the domestic and To- reigne possessions of the united King- doms of Great-Britain and Ireland by John Adolphus, London. 1814?«= Schorchs geogr. stat. Kunde von GroSs- prittannien u. Ireland.\Veim. 1810. 3. General- charte im geogr. Institut und von Man- nert..

Brive la Gaillarde,(Br. 450 15° L. 199 10. Franz. Hptst. eines Bz.von 28,30 oM. mit 95,517 Einw, an der Correze, WOX- über 2 Srücken führen. Gut gebanet mit 7 Kirchen, 9035 H. und 5,762 E, rt M£. in seidnen Taschentüchern, Gaze

und Siamoisen mit 400 Arb.; Etaminwe-

berei; 2 Wachsbleichen; Kupfer- und Kesselarbeiten. Geburtsort des berühzl- ten Kard. Dubois+ 1723: Briviesca,. Span. Villa am Oca in der Prov. Burgos mit 3 Pik., ı Kl., 2,500 Finw. Wein- und Obstbau. es ; Brivio, Oester. Mfl. an der Addain, der Mailänd. Dig. Bergamo, Brir, Franz. Mfl.an einem grofsen Walde im Dp. Manche, Bz Valosnes, 390 H., 2,599 E. Brixen,(Br. 460 40° L! 20° 17°) Oester. St. am Zusammenfil. der Rienz und Ei- sack im Tyrol. Kr. Brunecken. Sie hat ı Kathedr.,andre Kirchen, 5000 Ein- wohner, und ist der Sıtz eines Bisch:. Weinbau. Brirenstadt, s. Prichsenstalt. Broach, Barotsch,(Br. 210 40° L. 900 10') Britt. feste Stadt an dem Nerbudda in der Präs. Bombai mit wichtiger Baum- Haven; Han- dei. Persischer Kirchhof.| Brock,. Russ. Stadt am Poln. Woiw. Plock; ıK., Einwohner.| Brocken, nicht nur die höchste Spi- tze des Harzes, auch der höchste Berg des ganzen nördlichen Deutschlands un. ter 280 17° 1° ö. L. und zı0. 48° 11° n. Br., in der Preuls. Grafschaft Nernigerode belegen und zur Prov. Sachsen und zum Rbz. Magdeburg. gehörig. Er besteht aus Granite und wird durch die tiefen Thäler der Oker, Ilse und Bode von dem übrigen Gebirge getrennt. Seine Grundfläche von: 8. nach N. ist ı Meile lang, Wo M. breit, die Öberfläche hat I/q M. im Umfange, seine Höhe beträgt nach Villefosse 3,486, nach Lasius 3,439

Bug in der

Fufs. Auf seiner Spitze steht das Bro- ckenhaus.

Brockhagen, Preufs.D. in dem W est- phäl. Rbz.. Minden; 598 H., 2,187. Einw. Hanfbau;. Garnspinnerei; Wachholder- branntweinbrennerei. Ä

Brockhausen, Preufs. Dorf in dem Westphäl. Rbz. Arensberg mit einem al« ten und neuen Salzwerke.

Brod, Öester. Mil. mit 145 H. u. 1,185 E. in dem Illyr. Kr. Fiume.

Brod,(Br. 450 10° soft L. 350 42° 10°) Oester. Mfl. und Festung an der Save auf der Siavonischen Militärgränze; e@