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schende Kirche ist die lutherische, doch mit allgemeiner Toleranz. Ackerbau u. Viehzucht sind Hauptnahrungszwe.ge, aber auch der Kunstfleifs ist sehr erheb- lich, besonders blühend in der Haupt- stadt Berlin. Lebhafter Handel, beför- dert durch den Umschwung der Haupt-
stadt,‘durch die Frankfurter Messen, die schiffbaren Kanäle, gute Land
stralsen, die Bank u. s.w. Eintheilung: in 3 Regierungsbezirke Berlin, Potsdam und Frankfurt, d. Kreise zerfällt. Uebrigens machen Bran- denburg und Pommern zusammen eine eigne Militärprovinz aus.| Brändenburg,(Br. 540 32* 45° L. 500 64) Preufs. Stadt an der Havel In dem Brandenburg. Rbz. Potsdam, aus üer Alt- und Neustadt und dem zwischen beiden liegenden Venedig bestehend; ummauert, mıt 8 Thoren, ı Marktie mit einerRolandssäule, 6 K., wor. ı deutsch. und ı franz. ref., 7 Hosp, 1,484 H. und 1810 9,594 Ei, worunter ırı, Franzosen u. 112 Juden. Gymnasium; TIndüstrieschu- le, ME£. in Wolle mit 260 Stühlen und 1,339 Arb(Fabr. Werth 276,246 Rthir., in ledernen Handschuhen mit'29, in Leine- wand mit 233, in Baumwolle mit 35 Arb., Fischerei(Krebse), Schifffahrt. Vor der Altstadt liegt die Burg Brandenburg auf einer Havelınsel mit der Domkirche,
und die Kietz.
Brandenburg,(Br. 540 36‘ 2ı'° L. 370 66° ar’’ı Preulfs. Mfl. am frischen Haff in dem, Preufs. Rbz. Königsberg, nahr-
"haft mit ı Pfk., 126 H., 964 E.
Brandis, Sächs. St. ım, Leipzig, A, Grimma; mit 136 H. und 800 E. Zwirn- bleichen. 3
Brandsöe, Dän. Eiland zum Stift Fü- nen gehörig und von Fischern bewohnt.
Braneschty, Osm. Mil. in der Mol- dau.
Brankowan, Osm. Mil. und Bergschl. an der Aluta in der Walachei.
Bransk, Russ, St. an der Nurzec in der Prov. Bialystock; 2 Pfk., 1% H., 1,026 E.;
:Branthome, Franz. St. an. der Dronne im Dp.Dördogne, Bz. Perigueux, 171 H., 1.081 E., M£ ın Serge und Mützen; 2 Färbereien; Baumwollspinnerei. Nahe dabei eine sehenswerthe Stalaktiten- höhle.
Brara, Oester. D. an der Etsch in der Venet. Dig. Padua mit 2,000 E.
Brasilien, Port. Königreich zw. 3100 bis 3420 35° L. und 40 20° n. Br. bis 349.40‘ s:Br., imN.W. an dasHolländ, u. Franz, Guiana und Caracas, im N. OÖ. und Ö. an den Atlantischen Ozean, im S.an das Viz. Königr. la Plata, und im.W. an die Viz. Kön, Peru und Neugranada grän- zend. Es ist 99,720 QM. erols, wovon je- doch kaum 1,500 Q@. M. längs der Küste der Rest aber aus unge- heuren Waldungen- oder Wildnissen be- steht und von schwachen Indianerstäm-/ anen durchzogen wird. Ein sehr hoch gelegenes Land, in welchem sich Zwei Se der Andes verbreiten; das Innere, ein sich nur für
die durchbrechenden grofsen Wasser-
‘ massen öffnend, die Küsten sanft abfal- ; lend;» Beet „ter den Strömen sind der majestäfische
der Boden üppig fruchtbar. Un-
Marahon mit dem Negro, Yupara und
, derTocantin mit dem Uraguay, # der Franzesco und der Saran die mäch-. ‚ tigsten; N " Allerheiligenbai und Bai von St. Vin- "cent; die grölsern Landseen, der Amuen
die gröfsten Meerbusen, die
deren jeder wieder ın
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und Merun."Das Klima ist gemälsigt: die Hitze wird theils ‚durch die hohe Lage des Landes, theils durch Landwin- de und häufige Regen gemildert. Unter den vielen schätzbaren- Produkten ste- hen hervor: Korn, Mais, Reils, Maniok, Yams, Pataten, Bananas, die ausgesuch- testen Baumfrüchte, Wein, Kaffee, Ka- kao, Vanille, Zuckerrohr, Cravo, Pi- ment, Baumwolle, Kitto,Hanf, Jalappe, Ipecacuanha, China, Tabak, die schön- sten Farbe- u. Tischlerhölzer;, bes. Fer- nambuck, eine Mannichfaltigkeit von Thieren, Wallfische, Fische, Bienen, Seidenwürmer, Kochenille, fast alle Me- talle, besonders Gold und Eisen, die schönsten Diamanten und andere Ede}: steine, Salpeter, Schwefel, Natrum und - Baisalz. Seit der Entdeckung der Gold- minenr his ı8ıp sind 14,280 Zntr. Gold u, 2,100 Pf. Diamanten, beide 676 Mill. Gul- den am Werthe gewonnen, Die Volks- menge steigt jetzt auf 2,409,000 Ind.; 1792 fand man 2,184,273, Y, Portu- giesen oder deren Abkömmlinge, Ya Mu- latten und Neger und der Rest Urein- wohnrer von vielerlei Stämmen sind. Jährlich bedarf das Reich eines Nach- schusses von ı6 bis 20,000 Negern. Die Religion ist katholisch mit ı Erzbischofe, 8 Bischöfen und 20 Klöstern. Die Nah- rungszweige‘ beruhen auf Zucker-, Kaffee- und Tabaksbau, auf. Ackerbau,
Viehzucht, Bergbau und einigen Ge- werben. Die, Kultur des Landes«st
noch sehr vernachlässigt, und selbst der Bergbau wird ganz kunstlos betrieben. Der Portugiese und Mestize lebt in völ- liger Unthätigkeit, der BEingeborne ar- beitet blofs für die nothwendigsten Be- dürfnisse, und was seschieht ,„- geschieht durch Neger, Der Handel ist jetzt aller Fesseln entledigt: dieAusfuhrartikel sind äuflserst mannichfaltig, darunter Gold für ı9l/o Mill... Guld., Diamanten für 1,395,.00 Guld., Tabak 13.00oRolien, Zucker 220,000 Zintr., Brasilienholz 30,000 Zntr,, Ochseu- häute 20,000 Stück, dann Rum, Kaffee, Indigo, Reifs, Kakao u. s. w. 1903 be- trug die Gesammtäusfuhr ohne Goid u. Diamanten-ı8 Mill. Gulden. Die Ein-. fuhr ist dagegen auch ‚sehr beträchtlich. Brasilien ist seit ı8ı4 ein Königreich, das jetzt das Hauptland der Portugiesi- schen Monarchie bildet und der Siiz des Monarchen ist, um den sich die höch- sten‘Zentralbebörden zu Rio Janeiro versammelt haben. Die Monarchie ist unbeschränkt, keine Kortes binden den Regenten; der Thron erblich im Hause Braganza ı zwar in männl. u. weibl. Li- nie; derKönigübernimmtdie Regierung blofs.durch den Exaltacäo; er bekennt sich zur katholischen ‚Religion, führt den Titel: König von Portugal, Algarve, diesseits und‘ jenseits des Meers und von Brasilien, mit dem Prädikate:“ller- getreueste Majestät, und beherrscht au- [ser Brasilien, in Europa‘,das Reich Por- tugal, in Afrika die Gouv. Angola und Mozaınbique mit den ‚Inseln as Madei-. ras, Acores, Cabo Verdecund Guiness, und in Asien das Gouv, Goa mit Tımor und akao, zusammen mit- Brasilien 101,681,46 QM, mit 6,650,000 Bewohnern; die Gesammteinkünfte betragen gegen 55 Mill. Guld.; die Landmacht 56,000 Mann reen!läre Truppen, wovon 24,000 ın Bra- silien, und 83,6c0 Militzen, wovon 50,000 in Brasilien. ıSı5 bestand ‚die Marine aus ı2 Linienschitfen und ı4Fregatien.— Brasilien, welches übrigens eine Portu- gal gauz Ähnliche ade er und Ver


