54 Ass Assumpcion,(s.. Br. 250 16° 40° DL. 3190 68’ 56°) ‚Span. Hoptst. der Pr. Paraguay in dem Viz. Kön.. Plata. Sie liegt am Paraguay, hat ı Vorst., 7,088 E., wor, viele Eingeberne, 1 Bischof und Audienz und treibt lebhaften Handei. Assumption, Span. Ladronen-Insel unter 1639 15° L. u. 199 45° n. Br. 2,16 QM. grofs mit einem Vulkan und einer dürf- tigen Vegetation; auch unbewohnt.
A4stabat. O:m. Sti..am Aras im Pasch.’
Erzerum, Handel mit Wein und der Ronaswurzel: ti Astafort,'Estafort,. Franz. St., un- weit dem Gers im Dp. Lot- Garonne. Bz. Agen; 366 H. u. 2,555 B. dstara, Iran. Handelsort am rothen Meere in der Pr. Khilan.
Ästen, Nied. D. in der Pr. Nord- braband mit 2,281 E- ES
Aster Abad, Iran. St. in. der ‚Pr, Mazanderan am Kargan, welcher Bis hierher Schiffe trägt; 3,000 H., 15,000 E. Mf. in seidnen und wollnen Zsuchen; Handel}. In der Gegend wächst die Pflanze, woraus die Perser ihr schönes Roth ziehen.
Asti,(Br. 449 55°. L..250 46%) Sard. Hptst. einer gleichn. Prov.-in dem Fürst. Piemont, zw. d. Tanaro u. Borbio; um- mauert, gut gebant, mit ıalten Schl., ı Kathedr., ı Kollegiatk., 8 Pfk., 14 Klo- sterk., 2 Hosp., 21,225.E. Bischof,. Se- aninar, Gymnasium. M£f. in Seidenzeu- schen und Strümpfen. 2 Messen.(Gseburts-
“ort des Dicht. Vıtt, Alfieri+ 1893.
S. Astier, Franz. St. am Isle im Dp. Dordogne, Bz. Perigneux, mit 2,216 E. Inkrustirende Quelle,
Astorga, AÄsturica Jdugusta,(Br. 420 regte Bear 317 149) Span. Ciud, am foreilenreichen T’uerto in der Pr. Leon; verfaline Mauern und Schl., 8 Pik., 4 Kl, 9 Hosp., 2,000 E. Bischof.
Astrachan, Russ. Gouv. zw. 600 40° bis 690 40° 6. L. und 449 50° bis 51° 10‘ n. Br., im N. an Worenesh u. Saratow, im OÖ. an die Steppe der Kirgiskaisaken und das Kaspische Meer, im S. an Kau- kasien, im'W. an das Land der Doni- schen Kosaken und Woronesh gränzend. "Areal 3,1492 QM, Natürl, Beschaffenheit; eine weite Ebene,‘niedrig, mit grofsen morastigen und salzisgen-Landstrichen, und nur an den Ufern der Flüsse, der Kultur fähig; das Klima sehr warm, aber Hegen fehlt häufig. ewässer: das Kas- Beer Meer. Mehrere Landseen. Die 'lüsse Wolga, Ural, Sarpa. Steppen: die Astrachansche und Uralsche, Pro- dukte:. Obst, Melonen, Wein, Maul- beerbäume, wenig Getraide(1802 mit KRaukasien an Winterkorn 193,973, an sommerkorne 181,550 Tschetw.,, Garten- früchte, Süfsholz, Sodakräuter, die ge- wöhnlichen Hausthiere, auch Kameele und Schaafe mit Feitschwänzen, Wild, Geflügel, Fische(die Wolga u. Ural, die-fischreichsten: Flüsse der Erde, lie- fern jährlich 4,013,880 Weilsfische, Hau- sen, Störe und Sewrugen u. 160,000 See- hunde). Bienen, Seidenwürmer, Salz aus dem Astrachanschen See(ı Mill. Pud). Nahrungszweige: vorzüglich. Fischerei und‘Weinkultur. Einige Seiden-, Saf- fian-, Chagrin- und Seifefabr.,'Salpe-
tersiedereien. Ausfuhr: Fische, Hausen- blase, Kaviar, Weintrauben, Obst, Häute, Leder, Wolle, einige Fabrikate. Volksmenge: 362,0009,Russen, uralische Kosaken, Kalmücken, Tataren, Hindus, Chiwinsen. Armenier, Georgier, Persier, - Kirgisen. Eintheil. in 4 Kreise; Astrachan
Ast
Krasnojjarsk, Tschernojarsk, Jenota- jewsk.
Astrachan,(Br. 469 2r' 12°_L. 650 40° ß0’°) Auss, Hptst. des Gourv. un Kr.
Astrachan auf einer Insel in der Wolga ınit mehrern Vorst., ı Toatar. Festung, 4 griech. und ı kathol. Kl., 3 griech.. 2arm., ı kath, und ı luth. K. 19 Met. schets; 1 Seminar, mehrere Schulen: 3:813 H.;, ı Russ. Bazar mit 75,'ı Ar menischer mit 74 und ı Indischer mit Buden, 30,000 Eınw.(1783 18,023, ohnedie Fremden und 20,000 jährlich zur Fische- rei konımende Personen). Erzbischof: Admiralität; Mf. 175 an der Zahl, mei- stens von Armeniern betrieben u. zwar in Schleiern und Gürteln, seidnen und banmwollenen Zeuchen,_Leinewand, Saffıan, Chagrin, Juften. Fischerei. Werth der gefangenen Fische 4,216,300, reiner Gewinn 238,926 Rub.- fang, Fischcomptoir mit io Fischlagern; Gartenceultur; Weinbau; Seidencultur, Börse; Haven; Handel mit Persien und Indien; 1803 klarirten ı7 Schiffe ein und ı9 aus. 1807 betrug die Einfuhr 1,073,294, die Ausfuhr 473,078 Rub.
Astrachansche Tataren, Sie theilen sich‘in Stadt-, Dorf- und Zelttataren, Die erstern wohnen in der Stadt Astra- chan u. sind, wie die D.orftataren, in$ Dörfern um der Stadt, wahre Tatären: die Zelttataren aber gehören zu den No- gaern, sind Mohamedaner nnd Noma- den, ohne jedoch ihre: Kampirplätze gern zu ändern. Man rechnet sie zu 23,000 Kessel.
4stura, Päpstl. D. in dem Gebiete von Rom, am Meere mit ı festen Thur- me und kleinem Haven. Hier verlor Cicero sein Leben und hier geriethen der letztre Hohenstaufe Conradin und der letztere Babenberger Friedrich 1268 in Karls von Anjou Gefangenschaft.
Asturia, Span. Prov. am Ozeane, zw. 100 31° bis 130 ı2 ö. L, und 420 57° bis 430 a’ n. Br.; 183,04 QM. grols. Ein wildes Land mit-ungeheuren Gebirgen u. tıe- fen, doch gut angebauten und äulserst romantischen Thälern, durch die sich eine Menge Bergströme, wie der Navia, Nalon u. a. den Weg,zu dem nahen Meere bahnen. Das Cantabrische Gebir-
e heifst’ hier Sierra de Asturias. Das lima ist feucht, wolkig und im In- nern kühl, an der Küste milde, äber
nicht ganz gesund. Produkte sind vor- züglich Mais, woraus der Asturier sein Boronabrod bäckt, Kartoffein, Kasta- nien, Obst, O;seille, etwas Wein, feu- rige und ausdauernde Pferde; Hornvieh, Schaafe, Ziegen, Schweine, Fiufs- und Seefische, Bienen und einige Minera- lien. Der Einw. waren 1797 364,238, wor- unter 114,274 ädliche Mannspersonen, einstarker, arbeitsamer Menschenschlag, dessen Hauptfehler Ahnenstolz und Bi- goterie sind: ihre Berge sahen niedie Araber und von ihren Gipfeln stiegen die Befreier Spaniens herab. Ackerbau, Viehzucht,. Fischerei und einige Ge- werbe werden lebhaft betrieben 5 doch ernährt das Land seine Bewohner nicht, u. viele suchen ihr Bred in andern Pro- vinzen als Kutscher oder Bediente. As- turia führt den'itel eines Fürsten- thums, hat Gastilisches Recht und Ge- seize nnd einen eignen General- Capi- tän und Audiendia Real zu Oviedo; aber es ist frei von allen Provinzialsteuern und hat keinen Intendanten und Zölle.
Es wird in 60 Concejos eingetheilt.
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