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aus seinem warmen Blute oder aus sei- nersungekünstelten Bildung entsprin- gen. Der Religion nach, ist er entwe- der reiner'Mohamedaner oder Wahabit. Seine Sprache wird in mancherlei Dia- lekten geredet: das Alt- Arabische ist blofls noch: Schrift- u. heilige Sprache. Die Araber theilen sich entweder in an- gesessene oder Nomaden ab. Jene zer- fallen wieder in Hadhesi oder Stadtbe- wohner, in Fellahs oder Landbewohner und Bauern und in Mädi, die im Som- mer nomadisiren, im Winter aber in festen Wohnplätzen zubringen. Letztre, auch Beduinen; oder Bedavi(Kinder der Wüste) genannt, ziehen mitihren Heer- den in den Wüsten. umher, leben zum ‚Theil auch von RBänbereien und stehen Hordenweise unter Schechen u. Emiren, iede Familie aber wird von ihrem Ael- testen regiert. Arabischer Meerbusen, oder das Ro- the Meer, Asiat. Meerbusen, der sich zwischen'den Küsten von Arabistan u, Aegypten von der Stralse Bab el Man» deb bis nach Suez hinaufzieht. Arabisches Meer, ein Theil’des-In- dischen Oceans an der Küste von Ara- bistan. rS;) Arabistan, Asiatische Halbinsel zwi- schen xı bis-760.ö6. L. und ı2 bis 34° n. Br;, Be im N. an die Osm. Paschaliks Basdad und Damask,imO. an den Per- sischen, im'W. an den Arabischen Bu- sen stöfst und im:$S. von dem Arabi- sehen Meere begränzt wird. Der Flä- cheninhalt beträgt nach Templemann 55000, nach Arrowsmith’s Charte nur 47,040 QM. Die Halbinsel hat im N, hohe Gebirge, die ihre Zweige bis zum Indi- schen Oceane ausstrecken, dessenunge- achtet aber keinen einzigen Strom, son- dern bilofs unbedeutende Wadis oder ‚Steppen- und Rüstenflüsse, die im Som- mer ganz versiegen, und, viele durch die periodischen Regen gebildete Süm- pfe, überhaupt Wassermangel, Das Klima ist bei der grofsen Ausdehnung des Landes höchst verschieden: in. den Ebenen, die der glühende Samum und die trocknen Winde Irans turchstrei- chen, zum Ersticken heils, in der Nähe der Gebirge gemälsigt, und auf den Ge- birgen selbst kalt und rauh, sirichweise, besonders an den Küsten, nicht gesund. Der Boden zeigt da, wo er bewässert werden kann, eine ungemeine Frucht barkeit: wo diefs richt ist, verwandelt sich Alles in eine Wüste, in deren Oa- sen blofs der Beduine mit seinen Ka- meelen umherziehen und wilde Thiere Unterhalt finden: können.- Uebrigens liegen selbst, bessere Striche vernach- Jässigt und ohne Gultur._ Arabistan er- zeugt die edelsten Pferde, Kameele, Rindvieh, Schaafe, Ziegen, den besten
Kaffee, den man hat, Zucker, Reifs, Durra, Waizen, Südfrüchte, Wein, Balsam, Myrhen, Aloe, Weihrauch,
Narden, Zimmet, Kardamomen, Pfeffer, Gummi, Edelsteine, aber auch vıele reilsende und giftige Thiere. Die Euro-
äer hohlen daher vorzüglich Kaffee, Gewürze, Gummi und Pferde: der Handel befindet sich jetzt meistens'in den Händen der Britter, die.ıhn über Mocha x». Beitel Fahıh unterhalten: Die "Bewohner, etwa 10 bis ız Mill., sind d. gröfsern Masse nach Araber, doch woh- nen hier auch zerstreut Juden,-
nier, Hindus und einige Osmanen. Das
Land zerfällt in mehrere kleine Staaten unter verschiedenen Benennungen.. der
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: gien. verloren,
Ara
ausgebreiteiste ist der der Wahabiten, welcher sich fast über die Hälfte der Halbinsel erstrekt, welche in 5 grolse Abtheilungen Jemen, Oman, Lachsa, Nedsied und Hedshaz abgetheilt wer- den kann, man die sogenannten Wüsten von.Dshesira u. Irack zu'Ned- sied ziehen will.
Aracan, SJrakan,s. ÄArrakan.
Arad, Oester. Gespannschaft im Ung. Kr. jenseits der Theils; mit Zarand ver- einigt 108460 QM. grols, mit 184,547 Einw, grölsteniheils Wlachen, aber auch Un- ‘gern und Deutsche, Gebirge: Kladova; #4.:Marosch, Producte: Waizen, Wein, bes, der trefliche und aromatische Menesch, Maisund, Vieh, Bewohnungen: ı7 Mfl., ı74 D., 24 Prädien.:; 2. Congregationsort: Boros Jenö.
Aragoa, Span. Thal in dem. Gen, Cap. Caracas, Int. Caracas, vortreflich angebauet mit ı86 Plantagen, 1,630 H, und über 50,000 E.
Zragorn, Span. Fl. in Navarra. O, auf den Pyrenäen; M. bei Milaggo in den Ebro; L. ı9l/a M.; Nebenfl. Ezca, Arca.
Aragon, die Krone, Sie macht den zweiten Haupttheildes Königreichs Spa- nien aüs, und besteht aus den 4 Provin- zen, Aragon, Valencia, Cataluna und Mallorca, welche etwa 1,794,19 QM. mit 2,529,600 E. enthalten,:
Aragon, Span, Prov, mit dem Titel eines Königreichs zwischen 15° 45° bis 160.32° ö, L. u, 9400 17° bis 42° kı? n. Br,, 731,298 QM, grofs, und meistens gebirgig mit weitern und engern'Thälern uw. ei- ner Ebene, die von 420 10° Br, bis zum Ebro u, die Gebirge von Moncayo reicht, Dieses ist, wıe. die Sierra de.Molina u, de Albarraci‘als: ein Theil der Iberi- schen Bergkette, welche sich hier von den Pyrenäen, welche die Gränze der Prov, gegen Frankreich bedecken, los- macht, anzusehn. Gewässer sind der Ebro mit dem Gallego, Cinca, Xiloca, Almonacid u. Guadalope, der Turia mit dem Alhambra; der Kaisercanal mit dem Canale von Tauste; der z,400 Tagwerke srofse Sumpf Gallocante, Das Klima ist mehr kühl, als heifs; die Gebirge sind im Winter überall mit Schnee be- deckt, und in den Pyrenäenthälern ist
‚es g Monate lang kalt, Der Boden, wel-
cher bei. hinlänglicher Bewässerung fruchtbar genug ist, erzeugt Korn, Gar- ten- und Hülsenfrüchte, Flachs und Hanf von hoher Güte, etwas Safran u. Färberröthe, Wein, Oliven, Obst, Ca- stanien, Mandeln, Soda u, Holz; die Viehzucht ist ansehnlich; man rechnet allein 2,050,000 Schaafe; die Gebirge sind reich an Eisen, Kupfer, uecksilber, Blei, Kobalt, Steinkohlen, Gagat, Salz, Alaun, Salpeter, Die Volksmenge be- trug 1800 658,630.Ind, in ı2 Ciudaden, 239 Villas, 999 D. und 1,396 Kirchsp., mit ı71 Mönchs- 64 Nonnenklöstern und >23 milden Stiftungen, Ackerbau, Vieh- zucht und einige Gewerbe machen die Nahrungszweige aus: man unterhältz Eisenhammer, 3Glashütten,, Papier- u. 9 Pulvermühlen und führt an Waizen für 480,990, an Wolle für 445,750, an Oel tür 400,000, an Wein: für 300,000 Guld,, dann Safran, Seide, Tücher, Spitzen, seidne Strümpfe, Eisen, Stein-
«kohlen u, s, w. aus; doch soll die Bi-
lanz gegen die Provinz seyn. Sie hat zwar seit 1714 die meisten iher Privile- indefs ist ihr ihr Pro- vinzialrecht mit: einer eignen Audienz
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