Teil eines Werkes 
1 (1817) A-K
Entstehung
Seite
29
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aber ohne die Polarländer auf 675,560; Gräbern auf 742, 600 u. der Americ., Geo-

räph Morse auf ı4 Mill. Americ. QM. 651,162 geogr. QM.; nach unsern Be- rechnungen aber dürfte es mit den Po- larländern 753,000 QM, betragen. Andre Geographen berechnen das Ganze zu 1,064,000 QM.

Die Natur selbst theilt den Ameri- canischen Continent ing Hälften ab, die unter 80 nördl. Br. eine schmale Land- enge des Isthmus von Panama verbiın- det: in diesen Isthmus wirft sich ein Zweig des Südamericanischen Bergsystems, um den Zusammenhang beider Hälften gegen die Fluten des an- dringenden Meers zu sichern. Nord- america ist wellenförmig eben, hat aber doch mehrere ansehnliche Bergketten, die sich auf einigen Punkten sehr hoch erheben, mehrere grolse Ströme, wie den Lorenz u. Missisippi, ungeheure Binnenseen, wovon allein die 5 Kana- dischen eine Fläche von 2,990 QM. ein- nehmen und vorzüglich weite, tiefein-

reifende Meeresbuchten. Südamerica

ildet ein bei weitem höherliegendes Plateau, über welches sich in den An- den das höchste bekannte Bergsystem der Erde ausbreitet, und meerähnliche Ströme, wie den Marannon, la Plata u. Orinoco, durch die Hochebenen des Östens u. Nordens ausgiefst. Gerade derjenige Theil von Südamerica,- cher unter dem Aequator oder nahe dar- an liegt, hat die höchste Lage auf der Erde, und sein Klima ist daher bei weitem gemälsigter, als es unter an-

dern Umständen seyn mülste u. die sen- gende Westindische Hitze, kennt man so wenig in Quito u. Peru, als in Neu- spanien, ob man gleich alle Vortheile des Tropenhimmels genie[st, aber auch das Klima in der nördlichen Hälfte der neuen Welt stimmt durchaus nicht mit dem unter einer gleichen Breite. in der alten Welt überein. Ueberail erscheint die leblose Natur in einer kolossalern Majestät, wie in der alten Welt, aber die lebenden Formen bleiben zum Theil,

egen diese zurück. Doch muls die na- türliche Beschaffenheit eines Landes, weiches die Klimate aller Zonen, von der erstarrendsten Kälte des Eispols bis zur verzehrenden Hitze unter dem loth- rechten Strahle der Sonne in sich ver- einigt, so wie der Beichthum und die Mannichfaltigkeit seiner Producte un- endlich verschieden seyn.

Americas Bewohner, höchstens 31 Mill.(30,848,500), nach Morse' 35, nach Gräberg nur 24 u. nach Volney 20 Mill. bestehen theilsaus Ureinwohnern, theils aus Fremdlingen. Jene höchstens ı5 bis 16 Mill., die dessen ungeachtet gegen

Muttersprachen reden, gehören zu 3 Kansen des Menschengeschlechts. Die Eine machen die Einwohner des äu- fsersten Norden aus, die Grönländer,

Eskimos und alle Völkerstämme bis zum Lorenz hinab, wozu auch die Pescheräs des. Feuerlandes gehören;

schwache Volksstämme, die noch auf der niedrigsten Stufe der Cultur stehen und das unverkennbarste Gepräge des rauhen,'alle physische Kräfte_nieder- drückenden Himmelsstrichs, unter dem sie wohnen, tragen: Die zweite Rasse,die Indianer, sämmtlich braunroth oder mehr und weniger kupferfarbig, haben sich bis auf'die Peruanerund Mexicaner zwar auch aus ihrem anfänglichen wil- den Zustande noch nicht herausgewun-

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den, indels hat die Natur sie mit den. herrlichsten Anlagen ausgestattet. Die eingewanderten Fremdlinge sind theils Europäer von den verschiedensten Na- tionen, theils eingeschieppte Neger: jene überall herrschend,, diese als Scla- ven und in der tiefsten Erniedrigung,

Ami

die blofs in Hayti einen wahrscheinlic

nur periodischen Staat bilden. Die Eu- ropäer betragen sicher ıo Mill., wovon gegen 6 Mill. in dem Nordamericani- schen Freistaate leben, die Zahl der

Neger und Mulatten kann man auf 4-bis

4U/,g Mill. annehmen.

America zerfällt in 3 Hauptabthei- lungen ı1) Nordamerica, 2) Westindier und 3) Südamerica. Die Unterabthei- lungen siehe unter diesen Rubriken. (Ebelings Erdbeschr. von America. Ham- burg 1793 b. 1803. 6 B. 8 unvollendet; F. W. Streits Charte von America. Wei- mar 1810.)

Amerongen, Nied. Mfl, in der Prov. Utrecht mit 1,022 BR.

Amersfort, Nied. St. an. der Eem in der Prov. Utrecht, mit 2 K., 1,964 H. und 8,68 E. Mfl. in Tuch, Hüten, Dimitis und Bombasins; Wachsbleichen, Tabaks- und Buchwaizenbau. Stapel- platz für alle Güter; die auf der Achse aus Deutschland kommen. Geburtsort des bertihmten J. von Oldenbarneveld.

Amersham, Britt. St. in der Engl, Sh. Buckingham. M£. von baumwolie- nen Zeuchen und Leinewand, Spitzen- gewerbe. i

Amezitcha Inyak, Russ. Eiland in dem Meere von Kamtschatka, zu der Gruppe der Andreanowen gehörig.

Amfila, Gruppe von 13 Inseln an der Habesch. Küste des rothen Meers, flach, sandig und unbewohnt, doch nicht ohne Spuren von früherem An» bau.(Salt.)

Amhara, Afrik. Staat am Nil, wel- cher vormals eine Provinz von Habesch ausmachte, jetzt aber von den Edschow Gallas erobert und in einen besondern Staat umgeschaffen ist. Amhara be- greift gegenwärtig die Landschaften Bed- schemder, Menna, Belessen, Foggora, Dembea, Tscherkin, Kuara, Tschel- ga, Maitscha, Godscham und Damor. Sein Beherrscher heifst Guxo: er kann 209,000 Mann ins Feld stellen. Der bishe- rige König von Habesch wird von ihm zu Gondar in Verwährung gehalten. Salt.)|

Amherst, Nordam. Grafschaft des Staats Virginia mit 10,548 E-

.Amherst, Nordam. Stadt auf einem Hüzelim Staate Newhampshire, Grafsch. Hillsborough mit 3 Pfk., der Aurean- Academy und 1,554 E. Gerichtshof.

Amiens(Br. 59° 53° 43°° L. 190 57° 57°) Franz. Hptst. des Dp. Somme und eines Bez. von 305928 QM. mit 101,275 Einw. an der somme, 18%/, Meilen von Paris. Um- mauert mit 6'Lhoren, ı Citadelle, 135 K., 2 Hosp., 5,980 H. und 39,344 Einw. Sitz eines königl. Gerichtshofs, eines Präfecten Bischofs, Handelskammer, Handelsgerichts und der 26. Forstconser- vation. Ackerbau- Gesells., Societ& d&-

mulation; königl.: Collegium; Biblio- thek. Bedeutende Mf. in wollnen Zen- chen, in baumwollnem Damast und Ka- simir(130,000 Stück) in Leder und Seife; 30 Baumwollfärbereien;. Börse. Handel; Pätes dAmiens,- che häufig über den Canal gehen. Frie- den zwischen Frankreich und England 1802. Geburtsort des Mönchs Peter, wel.