90— O0—
len, S. 233.) und ſagt: viele Aerzte, auch vom er⸗ ſten Rang, haben ſich durch die Geruchloſigkeit dieſes Nraͤutleins verfuͤhren laſſen, ihm die Tugenden gerade⸗ zu abzuſprechen, welche die Alten ſo hoch angeprieſen, und die ich unzählige Mahle in der Waſſerſcheu, wo es mir niemahls fehlgeſchlagen hat, bewundert habe; ferner in der Melancholie ꝛc. Neuerdings iſt dieſe Anagallis wieder in Verbindung mit fluͤchtigem Lau⸗ genſalz ſehr empfohlen worden.
Chabert uͤber die tolle Hundswuth und de⸗
ren Heilung durch zweckmaͤßigen Gebrauch des Gauchheils. Fuͤr Teutſche bearbeitet und mit einer Vorrede verſehen von Sik. Herausgegeben von Ribbe. Brrlin und Stettin 1812. 8.
Moneta(war Leibarzt des letzten Koͤnigs von Po⸗ len) empfahl ſeine Methode als die einzig zuverlaͤßige.
Man ſoll auf die Wunde gleich friſche Erde, Tobak u.
dgl. legen, dann einige Tage mit warmem Biereſſig verbinden,(1 Quart, worin man ein halbes Pfund friſche Butker ſchmelzt). Iſt die Wunde am neunten Tag nicht geheilt; ſo ſoll man Unguentum de Ceruſa auflegen, und uͤber dieſes das Nuͤrnberger Pflaſter. Innerlich ſoll man dem Kranken taͤglich viermahl an⸗ derthalb Unzen Biereſſig mit etwas Butter eingeben,
dazwiſchen Limonade, Waſſer mit Wein, vegetabiliſche
Koſt, aber kein Fleiſch genießen laſſen. Dieſes Mittel empfahl er auch gegen den Schlangenbiß, und den Biß heftig erzuͤrnter Thiere, wogegen es ſehr gut ſeyn mag. Allein, daß es doch oft in der Wuth fehl ſchlage, ha⸗ ben andere Aerzte bemerkt, z. E.
D. Frank in der Salzburger mediciniſch⸗chi⸗ rurgiſchen Zeitung v. Jahr 1792. No. 94. S. 484.
D. Ried brachte aus China ein in dieſem Reich als ſehr wirkſam geprieſenes Mittel nach England zu⸗ ruͤck, wo er es bekannt machte: Moſchi gr. Xxvj. Cin- nabaris nativae et factitiae(Vermillon) dàâ gr. XXjv. Gleiche Wirkung ſchreibt man dem Pulvis alexiphar- macus ſinicus(Antilyfſicus, Tunkinenſis, Pulvis Moſchi compoſitus) zu: Moſhi gr. xvj. Camphorae


