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Der Hund, seine verschiedenen Zuchten und Varietäten, Geschichte seiner Verbreitung und Schicksale, Erziehung, Benutzung, Krankheiten und Feinde / von Friedrich Ludwig Walther
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Seine Nerven ſind ſehr empfindlich. Blaſende Inſtrumente, Glockenlaͤuten, das helle Licht des Voll⸗ mondes reitzen ihn ſo, daß er davonlaͤuft, ſich an eine Gaſſenecke hinſtellt, und jaͤmmerlich heult, worauf gleich die andern Hunde aus der Gaſſe herbei eilen, und mitheulen. Alles was ſchnell vorbei lauft oder faͤhrt, faͤllt er an. Sein Anbellen geſchieht aber nicht immer aus Muth, ſondern gar oft aus Furchtſamkeit, um andere dadurch zu ſchrecken, ſich ſelbſt ins Feuer zu ſetzen, und bisweilen auch, wie es ſcheint, zu einer angenehmen Bewegung,(um ſich zu expectoriren.)

Perſonen, die ſchlecht gekleidet ſind, widerlich rie⸗ chen, umherſehend und gleichſam ausforſchend ſich in die Haͤuſer ſchleichen, fallen ſie vor Andern an, Flie⸗ hende am erſten. Wer ſtehen bleibt; ſchreckt den Hund oft zuruͤck. Auch ſcheineu ſie Menſchen zu kennen, die Hunds⸗Patrone ſind. Fremden ſehen ſie immer nach, den Angen. Die Ausduͤnſtung mancher Leute

ſcheint ihnen zuwider zu ſeyn. Sie fallen ſie gleich an,

und wollen ſich nicht beſaͤnftigen laſſen. Nie vergißt er den, der ihm Wohlthaten erzeugt, beſchuͤtzt, geret⸗ tet, geheilt, aber auch den nicht, der ihm Unrecht ge⸗ than, der ihn gequaͤlt, geneckt hat. Sie koͤnnen ihr Alter auf 2o Jahre bringen. Dann werden ſie aber unreinlich. Ihr Gehoͤr nimmt ab, ihr Geruch verliehrt ſich. Um die Stirn und Augen werden ſie grau. Sie koͤnnen ſich nicht mehr gehoͤrig reinigen⸗ und belecken, und werden ſich ſelbſt zur Laſt.

Alle Arten von Hunden begatten ſich mit einander fruchtbar. Aber ſie begatten ſich auch mit andern Raſ⸗ ſen ihrer Gattung fruchtbar, als:

a) mit dem Wolf, Canis Lupus. v. Zimmermanns geographiſche Geſchichte des Menſchen, und der allgemein verbrei⸗ teten vierfuͤßigen Thiere. Leipzig 1778. Diana, eine angenehme und nutzliche Unter⸗

haltungsſchrift fuͤr Jaͤger und Liebhaber der Jagd. Leipzig 1595. S. 111.

Jeſter uͤber die kleine Jagd. VI. 50.